Siebenertag
Ihr Schwur bindet sie ein Leben lang
Zentraler Moment beim Kreissiebenertag in Dürrenried: Landrat Wilhelm Schneider vereidigt 51 neue Feldgeschworene.
Zentraler Moment beim Kreissiebenertag in Dürrenried: Landrat Wilhelm Schneider vereidigt 51 neue Feldgeschworene.
Foto: cl
Maroldsweisach – 700 der 1061 Feldgeschworenen aus den 157 Obmannschaften im Landkreis Haßberge trafen sich im Maroldsweisacher Ortsteil Dürrenried.

Beim Jubiläum des Schützenvereins Dürrenried ergab sich auch die Gelegenheit für die über 1000 Feldgeschworenen im Landkreis, ihren Kreissiebenertag wieder abzuhalten. Diese hatte jetzt zwei Jahre wegen Corona nicht stattfinden können. Das Jubiläum des Schützenvereins bot einen Augenschmaus.

Groß war die Freude ins Gesicht von Kreisobmann Adolf Müller geschrieben, endlich wieder ein Kreissiebenertreffen veranstalten zu dürfen.

Landrat Wilhelm Schneider freute sich, dass das wichtige und alte Ehrenamt der Feldgeschworenen im Landkreis Haßerge nach wie vor so lebendig ist und in hohen Ehren gehalten wird. "Sie alle, liebe Siebener, beweisen dies. Sie, liebe Feldgeschworene, haben eine wichtige Mittlerfunktion zwischen der Behörde und dem Bürger und Sie sind wichtige Partner unserer Vermessungsämter", so Schneider.

Ausgezeichnete Ortskenntnisse

Die Feldgeschworenen helfen bei der Vermessung mit, sichern und bewahren Grenzsteine und markieren Grundstücksgrenzen - sichtbar und unsichtbar. Diese Aufgabe erfordere nicht nur ausgezeichnete Ortskenntnisse, sondern auch ein großes Maß an Menschenkenntnis, Fingerspitzengefühl und diplomatisches Geschick. „Trotz aller digitaler Messtechniken, die es mittlerweile gibt, ist Ihre Arbeit, liebe Siebener, unverzichtbar und Sie sind auch wichtige Ansprechpartner vor Ort, wenn es darum geht den genauen Verlauf von Grenzen zu klären. Sie helfen auch dabei, Nachbarstreit zu vermeiden oder zu schlichten", erklärte der Landrat.

So viele Siebener gibt es nirgends

„Wir haben die größte Siebener-Vereinigung der Welt", hob Landtagsabgeordneter Steffen Vogel in seinem Grußwort hervor. Dies sei der Fall, weil der ganze Landkreis sich seinerzeit vereinigt habe und nicht, wie in allen anderen Landstrichen Bayern noch nach ehemalige Altlandkreise organisiert sei, so Vogel. Grußworte sprachen auch Maroldsweisachs Bürgermeister Wolfram Thein, Gerhard Hartmann, Leiter des Amtes für Digitalisierung, Breitband und Vermessung, Behördenleiter Jürgen Eisentraut (Amt für ländliche Entwicklung) sowie Joachim Dömling als Bereichsleiter im Landwirtschaftsamt.

Verdiente Siebener wurden besonders geehrt - lesen Sie hier

Zu Beginn der Veranstaltung wurde der traditionelle ökumenische Wortgottesdienst abgehalten. Diakon Marek Bonk und Prädikant Volker Sauerteig gestalteten den Gottesdienst und gedachten auch allen in den vergangenen drei Jahren verstorbenen Feldgeschworen. Besonders in Erinnerung gerufen wurde der ehemalige Staatssekretär Albert Meyer, der als Ehren-Siebener in den Jahrzehnten seiner Amtsausübung als Landtagsabgeordneter nie ein Kreissiebenertreffen versäumte und im Jahr 2020 im stolzen Alter von 94 Jahren verstarb.

Die Blaskapelle Pfaffendorf unter der Leitung von Maik Bayersdorfer sorgte für die musikalische Begleitung beim Festgottesdienst und unterhielt die Anwesenden auch im weiteren Verlauf des Tages.

Gerhard Hartmann einen Dank

Die Feldgeschworenenvereinigung Landkreis Haßberge verabschiedete Gerhard Hartmann, den Leiter des Vermessungsamtes in den wohlverdienten Ruhestand. Kreisobmann Adolf Müller hob hervor: „Es ist heute sein letzter Kreissiebenertag unter den Siebenern der größten Feldgeschworenevereinigung. Es war eine sehr angenehme Zusammenarbeit und eine hilfreiche Unterstützung, sei es bei fachlichen und rechtlichen Themen, bei den vielen Einführungskursen der Neu-Vereidigten sowie bei den Auffrischungslehrgängen verteilt über den ganzen Landkreis. Wir sagen ganz herzlich Dankeschön dafür und wünschen, dass der neue, Lebensabschnitt, der „Unruhestand“, von ihm mit genauso viel Freude und Enthusiasmus angegangen wird wie er es schon im seinem Berufsleben getan hat".

Turnusgemäß wurden auch die Neuwahlen für die kommenden sechsjährige Amtszeit durchgeführt. Als Kreisobmann wurde Adolf Müller aus Gresselgrund bestätigt, ihm zur Seite steht weiterhin der zweite Vorsitzende Thomas Dünninger aus Greßhausen. Der Vorstandschaft gehören weiterhin auch Günther Denninger aus Rügheim, Josef Hümpfner aus Hofheim, Matthias Hoh aus Breitbrunn, Werner Riegel aus Albersdorf, Erich Schad aus Ditterswind, Rainer Schmitt aus Untersteinbach und Wolfgang Zimmermann aus Ziegelanger an.

 

Diese 51 Männer wurden 2022 als neue Feldgeschworene vereidigt

Kilian Beck (Oberhohenried), Klaus Blenk (Tretzendorf), Christian Braun (Junkersdorf an der Weisach), Daniel Brehm (Ostheim), Leon Bühl (Geusfeld), Manfred Burkard (Neuses a. R.), Daniel Dalke (Schönbrunn), Julian Dünninger (Mechenried), Marco Eckardt (Sendelbach), Maximilian Fischer (Dampfach), Karlheinz Fleischmann (Prappach), Wolfgang Gessendorfer (Oberhohenried), Manfred Götz (Geusfeld), Johann Heilmann (Dampfach), Frank Henig (Hohnhausen), Berthold Heusinger (Pfaffendorf), Manfred Heusinger (Bramberg), Roland Hohmann (Ermershausen), Tim Kachel (Ermershausen), Harald Kaiser Schönbach), Michael Kraft (Pfaffendorf), Wilhelm Kreller (Gereuth), Stefan Krug (Theres/Buch), Mathias Lämmlein (Schönbrunn), Martin Landgraf (Albersdorf), Luis Lenhart (Wohnau), Stefan Lüdecke (Ermershausen), Martin Mantel (Theres/Buch), Steffen März (Junkersdorf an der Weisacj), Volker Pfeiffer (Ermershausen), Michael Pfister (Schönbach), Andreas Reder (Pfaffendorf), Felix Reisenweber (Untermerzbach), Ludwig Roppelt (Trossenfurt), Christian Roth (Frickendorf), Andreas Röthlein (Theres/Buch), Joachim Schmidt (Schönbrunn), Andreas Schneider (Wülflingen), Stefan Schorr (Schönbach), Michael Schubart (Memmelsdorf), Peter Schubart (Memmelsdorf), Manuel Schumm (Stöckach), Michael Spielmann (Albersdorf), Christian Spindler (Gleusdorf-Hemmendorf), Peter Steinheuer (Stöckach), Bernd Süppel (Gleusdorf-Hemmendorf), Bernhard Volk (Dampfach), Lukas Warmuth (Memmelsdorf), Moritz Warmuth (Memmelsdorf), Jürgen Weisensee (Theres/Buch), Hubert Zwierlein (Mechenried).

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