Jahresbilanz
Ein besonders Jahr für das Rote Kreuz
Zerstörte Straßen, unwegsames Gelände – für die Einheiten des BRK war es mitunter äußerst schwierig und gefährlich, mit ihren Fahrzeugen zu abgeschnittenen Ortschaften im Hochwassergebiet im Westen Deutschlands vorzudringen.
Zerstörte Straßen, unwegsames Gelände – für die Einheiten des BRK war es mitunter äußerst schwierig und gefährlich, mit ihren Fahrzeugen zu abgeschnittenen Ortschaften im Hochwassergebiet im Westen Deutschlands vorzudringen.
Foto: BRK Würzburg
Haßfurt – Die Corona-Pandemie und das Hochwasser im Ahrtal prägten das Jahr 2021. Viele Eindrücke werden die Helfer ihr Leben lang nicht mehr vergessen.

Rund 1300 Ehrenamtliche engagieren sich im Kreisverband Haßberge des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK) – in den unterschiedlichsten Bereichen innerhalb der vier Gemeinschaften Bereitschaft, Wasserwacht, Jugendrotkreuz sowie Wohlfahrts- und Sozialarbeit. Ohne ihr Engagement wären die vielfältigen Aufgaben des Roten Kreuzes als Hilfsorganisation und Wohlfahrtsverband nicht zu leisten, betont das BRK in einer Mitteilung an die Medien.

Besondere Herausforderungen

365 Tage im Jahr stehen die Helfer immer dann bereit, wenn Hilfe für Mitmenschen notwendig ist. In diesem Jahr und auch schon im Jahr 2020 hat die Corona-Pandemie die Arbeit des Roten Kreuzes im Kreis Haßbergen in entscheidender Weise geprägt. Damit waren auch die ehrenamtlichen Helfer vor besondere Herausforderungen gestellt.

Ehrenamtliche haben sich beispielsweise in den fünf Corona-Schnelltestzentren Haßfurt, Ebern, Hofheim, Eltmann und Maroldsweisach sowie in den (ehemals) beiden BRK-Impfzentren Hofheim und Zeil engagiert. Gerade rund um Weihnachten 2020 und zum Jahreswechsel 2021 waren es Ehrenamtliche, die durch freiwillige Schnelltest-Angebote Mitmenschen ermöglicht haben, beispielsweise ihre Angehörigen in Senioren- und Pflegeeinrichtungen besuchen zu können.

Unermessliches Leid

Zudem hat die Hochwasserkatastrophe in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen in diesem Sommer vielfältige Hilfe notwendig gemacht. Dutzende Helfer aus verschiedenen Bereitschaften und Mitglieder von Schnelleinsatzgruppen machten sich auf den Weg in die Katastrophengebiete, um dort zu helfen.

Dabei war nicht nur das fachliche Wissen der Helfer gefragt, sondern mitunter auch Spezialgerät. Vieles von dem, was die Helfer in den vom Hochwasser zerstörten Gebieten gesehen haben, werden sie ihr Leben lang nicht mehr vergessen: unermessliche Zerstörung, menschliche Tragödien, unendliches Leid.

Für ihren verlässlichen Einsatz spricht BRK-Kreisgeschäftsführer Dieter Greger allen Helferinnen und Helfern seinen Dank aus. Sie hätten sich in ihrer Freizeit und ehrenamtlich dieser körperlich und psychisch fordernden Situation gestellt, um Mitmenschen in Not zu unterstützen.

Fortbildung ist superwichtig

Gerade bei außergewöhnlichen Einsatzlagen, sei es auf lokaler Ebene im Landkreis oder überregional in anderen Bundesländern und dem Ausland, bewähre sich die Struktur des BRK. Innerhalb kürzester Zeit könne so durch das ehrenamtliche Engagement vieler Helfer im Katastrophenschutz schnelle und zum Teil hochspezialisierte Hilfe geleistet werden. „Für solche Einsatzlagen bilden sich unsere Ehrenamtlichen stetig fort“, sagt Greger. „Nicht nur Einsätze fordern die Ehrenamtlichen; sie investieren jedes Jahr viel Freizeit in Ausbildung und Fortbildung.“

Zusätzlich zu diesen besonderen Aufgaben stehen die Ehrenamtlichen das ganze Jahr über bereit, um sich in die vielfältige Arbeit ihrer Gemeinschaften einzubringen. So helfen sie beispielsweise bei Blutspendeterminen mit.