Schulabschluss
Lina Bogendörfer gelingt die Traumnote 1,0
Abiturfeier am Friedrich-Rückert-Gymnasium in Ebern
Die vier besten Abiturienten*innen mit Schulleiter Martin Pöhner. Vorne von rechts Lina Bogendörfer (1,0), Alena Albrecht (1,2) und hinten von links: Martin Würstlein und Tobias Albrecht (je 1,3).
Foto: Helmut Will
Ebern – Bei der Abiturfeier in Ebern war wichtig, dass die Absolventen des FRG die Herausforderungen trotz aller Widrigkeiten gemeistert haben.

71 Schülerinnen und Schüler sind am Friedrich-Rückert-Gymnasium (FRG) in Ebern zu den Abiturprüfungen angetreten. Davon haben zwei nicht bestanden. In einem Fall steht noch eine einzelne Abiturprüfung aus.

Abiturfeier am Friedrich-Rückert-Gymnasium in Ebern
Sie strahlen mit der Sonne um die Wette, das Abitur ist geschafft. Mit ihnen freuen sich Landrat Wilhelm Schneider (vorne rechts), Schulleiter Martin Pöhner, 2. Bürgermeister Harald Pascher, Studiendirektor Daniel Heß, Mitglied der erweiterten Schulleitung (2. Reihe von rechts).
Foto: Helmut Will

Am Freitagnachmittag wurden die Schulabgänger im Friedrich-Rückert-Gymnasium in einer Feierstunde verabschiedet.

Landrat Wilhelm Schneider bei seiner Ansprache
Landrat Wilhelm Schneider bei seiner Ansprache
Foto: Helmut Will

Studiendirektor Steffen Schlüter, stellvertretender Schulleiter, hieß Schüler, Eltern und Gäste in der Aula des FRG willkommen. Er freute sich, dass zum ersten Mal die Zeugnisübergabe im neuen Schulgebäude stattfinden konnte. Er hieß die Ehrengäste willkommen, darunter Pfarrer Bernd Grosser, die Bürgermeister der Region, Vertreter von Behörden, Banken und Wirtschaft.

Abiturfeier am Friedrich-Rückert-Gymnasium in Ebern
Harald Pascher, Zweiter Bürgermeister von Ebern, hält ein Grußwort.
Foto: Helmut Will

Landrat Wilhelm Schneider gratulierte den Abiturenteninnen und Abiturienten zum bestandenen Abitur, das geprägt war von Homeschooling, Videokonferenzen, Wechselunterricht, Abstandsgeboten, Hygieneregeln, Maskenpflicht und Selbsttests. „Sie haben es mit ausgeprägter Disziplin und einer gehörigen Portion Pragmatismus geschafft, in wirklich nicht einfachen Zeiten Ihr Abitur abzulegen, vielleicht sind Sie dadurch auch gestärkt herausgekommen“, sagte der Landrat.

Er dankte Eltern und Lehrern für die Begleitung ihrer Kinder durch die Schuljahre bis zum Abitur. „Mit pädagogischem Feingespür haben Sie, liebe Lehrerinnen und Lehrer, allen Widrigkeiten zum Trotz, einmal mehr unter Beweis gestellt, dass auf Sie Verlass ist.“ Da man nun das Abitur in der Tasche habe, würden sich neue Wege für den beruflichen Werdegang auf tun. „Es liegt nun an Ihnen, das zu nutzen, was im FRG vermittelt wurde, darauf aufzubauen und etwas aus Ihrem Leben zu machen“, sagte Schneider. Er sprach die Hoffnung aus, dass möglichst viele Absolventen in der hiesigen Region bleiben mögen.

Schulleiter Oberstudiendirektor Martin Pöhner
Schulleiter Oberstudiendirektor Martin Pöhner
Foto: Helmut Will

Schließlich sprach Schneider noch kurz den Baustand am neuen FRG Ebern mit geschätzten Baukosten von 28 Millionen Euro an. Zweiter Bürgermeister Harald Pascher zeigte sich verwundert: „Es tropft gar nicht mehr von oben.“ Damit spielte er an das alte Gebäude an, welches mittlerweile größtenteils der Abrissbirne zum Opfer gefallen ist. Er gratulierte namens der Stadt Ebern zum Erreichen des Etappenziels Abitur. Bei der bevorstehenden Berufswahl sei ein jeder für sich nun selbst gefragt. Die Entscheidung, trotz möglicher Tipps von außen, sollte jeder selber tragen. Pascher sprach die Hoffnung aus, dass einige später in der hiesigen Region ihren Platz finden mögen. Es gebe gute Perspektiven bei günstigen Lebenshaltungskosten.

Schülersprecher Simon Rothasz und Martin Würstlein (von links) berichten aus ihrer Sicht.
Schülersprecher Simon Rothasz und Martin Würstlein (von links) berichten aus ihrer Sicht.
Foto: Helmut Will

Oberstudiendirektor (OStDir) Martin Pöhner, Schulleiter des FRG Ebern, stellte in seiner Rede das Glück in den Mittelpunkt. „Es ist ein ganz besonderer Tag für Sie, denn Sie haben ein ganz wichtiges Ziel erreicht – das Abitur“, sagte er.Es sei auch ein besonderer Tag für Eltern und die Schule, die die Schülerinnen und Schüler über acht Jahre erfolgreich auf dem Weg zum Abitur begleitet hätten, dies unter schwierigen Bedingungen infolge der Pandemie, was oft nicht einfach gewesen sei. „Ich kann mir vorstellen, wie Sie sich gefühlt haben, als Sie das positive Ergebnis Ihrer Abi-Prüfung erhalten haben“, sagte Pöhner. Das sei ein Gefühl des Glücks gewesen, auch für Eltern. Glück könne man nicht so einfach fest halten, der Augenblick des Glücks sei vergänglich und man müsse es sich immer wieder neu erarbeiten, es falle nicht einfach vom Himmel.

Rückblick auf die Abiturreise nach Kroatien

Der Schulleiter ging auf die Abiturreise nach Kroatien ein, wo bestimmt auch manche Glücksgefühle aufgekommen seien, so wie auch bei anderen Anlässen in Zusammenhang mit dem Abitur. „Lassen Sie mich als Erstes einen Faktor für Glück nennen, den wir hier bei uns jahrelang für selbstverständlich gehalten haben und deshalb seine Bedeutung bisweilen etwas unterschätzt haben. Einen Aspekt, der aber wie kaum ein anderer eine wichtige Voraussetzung für ein glückliches Leben möglichst vieler Menschen ist: der Frieden.

Schulleiter: Den Frieden zu verteidigen, sei eine Aufgabe eines jeden Einzelnen

Hier ging Pöhner kurz auf die schrecklichen Ereignisse in der Ukraine ein, die bewusst machten, dass Frieden nicht selbstverständlich sei. „Frieden muss verteidigt werden, damit meine ich das nicht in erster Linie im militärischen Sinn, sondern als Aufgabe eines jeden Einzelnen“, so der Schulleiter. Ein weiterer Faktor eines glücklichen Lebens sei eine Ordnung menschlichen Zusammenlebens, die Respekt vor jedem Einzelnen hat, die Konflikte friedlich löst und die möglichst das Wohl aller im Blick hat, nämlich die Demokratie. Den Abiturienten gab er mit auf den Weg: „Sie werden mit großer Wahrscheinlichkeit einmal Führungspositionen in unserer Gesellschaft bekleiden, Sie werden dadurch auch die Verantwortung und die Möglichkeit haben, andere glücklich zu machen. Nutzen Sie diese Möglichkeiten dort, wo immer es sich anbietet. Machen sie auch andere Menschen glücklich und bleiben Sie bei Ihrem Handeln in unserer Gesellschaft stets menschlich.“

Zwei Schülersprecher der Q12 ließen ihre Schulzeit Revue passieren, wobei sie für jede Jahrgangsstufe eine Anekdote bereit hatten. Ihr besonderer Dank galt auch dem Lehrkörper des FRG für dessen Mühe und Engagement während der Schulzeit. Per Videoschalte war Eckart Röß, Vorsitzender des Elterbeirates zugeschaltet, der ebenfalls den Abiturienten gratulierte.

Abiturpreise und Noten in Ebern

Abiturpreise für ihre hervorragende Leistungen erhielten Lina Bogendörfer (1,0), Alena Albrecht (1,2), Martin Würstlein (1,3) und Tobias Albrecht (1,3). Für ihre herausragenden Seminararbeiten wurden ausgezeichnet: Lilit Pascher und Laura Köhler.

Für ihr ehrenamtliches Engagement für die Schulfamilie wurden besonders geehrt: Jannik Hepp, Martin Würstlein, Finn Büchner, Simon Rothasz und Eric Elflein. Für besonderes Engagement und besondere Leistungen in einzelnen Fächern erhielten Preise: Elias Frank (Musik), Emilie Mölter und Jule Müller (Sport), Jana Dauses (Deutsch), Lukas Hälterlein, Leon Seifert und Simon Rothasz (jeweils in Physik) und Finn Büchner (Mathematik und Informatik). Der Notendurchschnitt am FRG Ebern beträgt 2,31. Vergeben wurde einmal die Note 1,0, einmal 1,2, zweimal 1,3, dreimal 1,4 und 19-mal besser als 2,0.

Abiturientinnen und Abiturienten des Friedrich-Rückert-Gymnasiums Ebern

Alena Albrecht, Tobias Albrecht, Inka Amend, Luca Auer, Wenzel Berninger, Jonathan Berwind, Noah Binder, Lina Bogendörfer, Finn Büchner, Fabian Bühling, Jana Dauses, Paul Deininger, Jule Derra, Sina Dietz, Amelie Eck, Philipp Ehbauer, Eric Elflein, Elias Frank, Nele Gernhuber, Hannah Göller, Tim Grillmeier, Julius Hahn, Lukas Hälterlein, Jannik Hepp, Laura Hink, Annalena Hofmann, Jasmin Kleilein, Laura Köhler, Emma Komossa, Lara König, Julius Kreuz, Laura Landvogt, Bastian Lorz, Gian-Luca Lorz, Laeticia Luther, Lea Mahr, Emilie Mölter, Iris Montóia-Dünisch, Jule Müller, Marlon Müller, Lena Neupert, Phil Öckler, Lilit Pascher, Corina Pfadenhauer, Anna Precklein, Nico Rößner Blazquez, Simon Rothasz, Andre Schamberger, Amelie Scharl, Fabio Schmaus, Joel Schmitt, Jonathan Schneider, Sebastian Schönhut, Jonas Schwarz, Leon Seifert, Hannah Stahl, Felix Steinrichter, Anna Thein, Jakob Waiblinger, Jakob Weichselfelder, Robin Weier, Annalena Weingold, Johanna Weis, Jan Weiß, Franka Wolfschmidt, Victoria Wrazidlo, Martin Würstlein, Nele Ziegler, Niklas Zürl.

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