Haushalt
Keine Kredite mehr
Noch benötigt die DJK Dampfach für die Bewässerung ihres Sportplatzes (Foto) Wasser aus dem Leitungsnetz, welches die Gemeinde zum Einkaufspreis zuzüglich eines Zuschlags bereitstellt. Zur Zeit laufen jedoch Umsetzungsmaßnahmen des Vereins für einen anderen Lösungsweg zur Sportplatzbewässerung.
Noch benötigt die DJK Dampfach für die Bewässerung ihres Sportplatzes (Foto) Wasser aus dem Leitungsnetz, welches die Gemeinde zum Einkaufspreis zuzüglich eines Zuschlags bereitstellt. Zur Zeit laufen jedoch Umsetzungsmaßnahmen des Vereins für einen anderen Lösungsweg zur Sportplatzbewässerung.
Foto: Christian Licha
Wonfurt – Der Wonfurter Gemeinderat hielt eine Sitzung über den Verwaltungs- und Vermögenshaushalt ab und beriet über neue Pläne der Gemeinde.

Mit einem Volumen von über 6,8 Millionen Euro hat der Wonfurter Gemeinderat in seiner Sitzung am Dienstag den Haushalt für 2021 beschlossen. Der Verwaltungshaushalt beläuft sich auf 4,1 Millionen Euro, während der Vermögenshaushalt 2,7 Millionen Euro umfasst. Die Zuführung an den Vermögenshaushalt, die der Einnahmeüberschuss aus dem Verwaltungshaushalt ist, kann im Vergleich zum Vorjahr auf 225 800 Euro erhöht werden.

Dies ist auch notwendig, da durch die Kreditaufnahmen 2020/21 eine deutlich höhere Tilgung zu leisten ist, erklärte Bürgermeister Holger Baunacher. Gleichwohl werden heuer keine neuen Kredite aufgenommen. Aus dem Haushaltsjahr 2020 besteht noch ein Haushaltseinnahmerest für den nicht genommenen Kreditanspruch in Höhe von einer Million Euro.

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Diese Kreditaufnahme ist in Form der Rücklagenentnahme als Einnahme mit eingeplant. Der Gemeinderat wird über die Aufnahme im Jahr 2021 noch zu entscheiden haben. Der Finanzplan sieht einen Kreditbedarf in Höhe von 1,6 Millionen Euro vor. Das Landratsamt Haßberge erteilte die Haushaltsgenehmigung 2020 mit der Auflage, dass in den kommenden Jahren keine weiteren Kredite mehr genehmigt werden, so Kämmerer Marco Weber.

Deutlich mehr Schulden

Zum Stichtag 31. Dezember 2020 belief sich der Schuldenstand der Gemeinde Wonfurt auf 1,74 Millionen Euro. Und die Verbindlichkeiten erhöhen sich bis Jahresende noch auf 2,7 Millionen Euro. Damit steigt die Pro-Kopf-Verschuldung von 861 Euro auf 1345 Euro.

Die wesentlichen Einnahmequellen im Verwaltungshaushalt sind der Anteil der Gemeinde Wonfurt an der Einkommens- und Umsatzsteuer in Höhe von 1,23 Millionen Euro, Schlüsselzuweisungen (540 000 Euro) und Gewerbesteuer (530 000 Euro). Dem gegenüber stehen der Verwaltungs- und Betriebsaufwand mit 1,14 Millionen Euro, Personalkosten (411 450 Euro) und die Kreisumlage (966 000 Euro).

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In Hoch- und Tiefbau werden insgesamt über zwei Millionen Euro investiert. Die größten Projekte sind die Sanierung der Schule in Dampfach mit 560 000 Euro, die Straßenerschließung im Gewerbegebiet einschließlich Kanal, Wasser und Löschwasserzisterne (410 000 Euro), der Freileitungs- und Breitbandausbau im Gewerbegebiet und Hofäcker (180 000 Euro), die Kirchensanierung in Steinsfeld (140 000 Euro) und die Neugestaltung der Spielplätze (140 000 Euro).

Pläne für Bildungsstätten

Für die Sportvereine der Gemeinde Wonfurt ist der Verkaufspreis für Wasser, das nicht der Kanalisation zugeführt wird, etwa Bewässerung des Sportplatzes, zum jeweils aktuellen Einkaufspreis zuzüglich zehn Prozent und zuzüglich Umsatzsteuer festgesetzt. Diesen Beschluss von 2013 verlängerte der Gemeinderat einstimmig bis zum 31. Dezember 2021.

Auch eine darüber hinausgehende Verlängerung ist möglich, so Bürgermeister Baunacher. Hauptsächlich die DJK Dampfach hatte in der Vergangenheit davon Gebrauch gemacht, weil der dortige Brunnen versiegte. Der Verein kümmert sich bereits um eine andere Bewässerungslösung.

Für den Kindergarten beschafft die Gemeinde sieben Luftreinigungsanlagen.