Umbau
Aus dem Krankenhaus wurde Bürogebäude
Architekt Jürgen Bergmann und Landrat Wilhelm Schneider (von rechts) mit dem Gremium im neuen Raum der Zulassungsstelle
Architekt Jürgen Bergmann und Landrat Wilhelm Schneider (von rechts) mit dem Gremium im neuen Raum der Zulassungsstelle
Foto: Günther Geiling
Hofheim i. UFr. – Die neuen Bürogebäude im ehemaligen Hofheimer Krankenhaus wurden besichtigt.

„Das ist jetzt ein Bürogebäude und kein Krankenhaus mehr.“ Mit diesen Worten markierte Architekt Jürgen Bergmann eine neue Ära in der über 100-jährigen Geschichte des ehemaligen Krankenhauses an der Eichelsdorfer Straße in Hofheim. Abteilungen des Landratsamtes Haßberge sind dort eingezogen, nachdem das Krankenhaus vor Jahren aufgelöst worden war. Ganz verschwunden ist die Medizin aus dem Gebäude allerdings nicht, wie die Mitglieder des Kreistag-Ausschusses für Bau und Verkehr erkennen konnten. Sie schauten sich die Räumlichkeiten an.

Im Obergeschoss, in dem früher die Patientenzimmer waren, sind das Veterinärwesen und die Lebensmittelüberwachung sowie die Zulassungsstelle eingezogen. Und der Naturpark Haßberge hat im Haus seine Räume. Im Erdgeschoss ist nach wie vor das Medizinische Versorgungszentrum mit dem Cardiozentrum sowie der Orthopädie und Unfallchirurgie.

Architekt Bergmann bezifferte die Baukosten auf fast 900 000 Euro. Das seien aber nicht die Endkosten, weil technische Anschaffungen noch dazukämen. Trotzdem liege die Behörde mit den Kosten nicht schlecht, fasste der Planer zusammen.

Landrat Wilhelm Schneider (CSU) gestand ein, dass es vier bis fünf Besprechungen bedurft habe, um die Sachgebiete von diesem Umzug nach Hofheim zu überzeugen. Jetzt seien sie aber mit den großzügigen Räumen zufrieden. „Schließlich soll dies nicht nur für zwei bis drei Jahre sein, sondern für eine längere Zeit“, sagte er.

Ein „mittelfristiges Problem“ bleibt nach den Worten von Architekt Bergmann das Dach. „Hier muss man sich Gedanken machen. Wir haben die Lichtkuppeln ausgetauscht, aber bei Wind und Regen kann das Wasser schon einmal durchdrücken“, beschrieb er.

Der Ausschuss für Bau und Verkehr vergab anschließend die Reinigungsleistungen für verschiedene Liegenschaften. Hierzu lag ein Eilantrag der ÖDP vor, die fordert, „ausschließlich ökologisch verträgliche Reinigungsmittel zu verwenden, die der Umwelt keinen Schaden zufügen“. Hierzu stellte Landrat Schneider fest, dass sich vier Firmen an der Ausschreibung beteiligt hätten, die alle versicherten, dass ihre eingesetzten Mittel zu 80 bis 95 Prozent den ökologischen Erfordernissen entsprächen. Mit der mindestnehmenden Firma werde man verhandeln, möglichst nahe an die 100-Prozent-Marke zu kommen, sagte er.

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