Einweihung
Der Krippenbau war dringend – und ging schnell
Erzieherin Michaela Steinrichter führt Landrat Wilhelm Schneider (rechts) und den federführenden Bauingenieur Robert Herrmann durch die hellen Räume der Krippe.
Erzieherin Michaela Steinrichter führt Landrat Wilhelm Schneider (rechts) und den federführenden Bauingenieur Robert Herrmann durch die hellen Räume der Krippe.
Foto: Simon Albrecht
Pfarrweisach – Immer mehr Eltern suchen einen Krippenplatz für ihre Kinder. In Pfarrweisach gibt es Plätze. Wie ist das gelungen?

Es sei ein Kraftakt gewesen, sagte Bürgermeister Markus Oppelt am Sonntagnachmittag. Er meinte die Planung, den Bau und die Inbetriebnahme der neuen Kinderkrippe gegenüber dem Kindergarten in Pfarrweisach. Der Bau war nötig geworden, weil die Nachfrage nach Plätzen für Krippenkinder ständig gestiegen ist.

Holzmobiliar vom Dritten Bürgermeister angefertigt

Bei einer Feierstunde lobte Oppelt die Mitarbeiter des gemeindlichen Bauhofs und das Kindergartenpersonal, vor allem die stellvertretende Leiterin Michaela Steinrichter, für ihren persönlichen Einsatz, sowie Dritten Bürgermeister Sebastian Bock, der das gesamte Holzmobiliar angefertigt hatte.

Gemeindereferentin Ulrike Lebert (rechts) und Pfarrerin Lena Gleußner segneten die Räume, begleitet von Bürgermeister Markus Oppelt.
Gemeindereferentin Ulrike Lebert (rechts) und Pfarrerin Lena Gleußner segneten die Räume, begleitet von Bürgermeister Markus Oppelt.
Foto: Simon Albrecht

Unter den Schutz Gottes stellten auf kirchlicher Seite Gemeindereferentin Ulrike Lebert und ihre evangelische Kollegin, die neue Pfarrerin Lena Gleußner, das Bauwerk und die darin tätigen Menschen.

Pfarrweisach bildet eine Ausnahme

Auf kommunaler Seite gratulierte Landrat Wilhelm Schneider der Gemeinde Pfarrweisach zur neuen Kinderkrippe, es sei die zweite in der Tagesstätte. Er hob hervor, Pfarrweisach sei eine der wenigen Gemeinden im Landkreis, die noch einen eigenen Kindergarten habe. Der Landkreis sei dankbar gegenüber solchen Kommunen, die Verantwortung zeigten und in die Kindererziehung investierten. Der Bau sei für zehn Jahre konzipiert, „aber der hält mindestens 30 Jahre“, orakelte er. Obwohl Schneider am selben Tag seinen 63. Geburtstag feierte, wollte er diesen freudigen Anlass offenbar nicht verpassen.

Beschluss, Ausschreibungen, Baubeginn – alles noch 2020

Bürgermeister Oppelt begründete den eingangs genannten „Kraftakt“ damit, dass der Gemeinderat sich im April 2020 für den Bau einer Containeranlage entschieden habe, im Oktober der Eingabeplan zum Genehmigen und die Gewerkeausschreibungen auf den Weg gebracht worden seien und schon am 1. Dezember sei mit den Bauarbeiten begonnen worden. Trotz des Winters und der Pandemie habe man am 1. März 2021 – nur elf Monate nach dem Gemeinderatsbeschluss – den Betrieb aufnehmen können.

Was die Gemeinde selbst aufbringen muss

Bauingenieur Robert Hermann aus Ebern habe die Planungen übernommen und „zuverlässige Arbeit geleistet“, lobte Oppelt. Ebenso hob er Stefan Hofmann von der Bauverwaltung in Ebern hervor, der amtlicherseits die Planung und den Bau begleitet habe. 400 000 Euro kostet die gesamte Anlage (Container und Außenanlagen), dazu gibt es einen Zuschuss in Höhe von 150000 Euro vom Freistaat Bayern, so dass die Gemeinde 250000 Euro aufbringen muss.

Die Leiterin der Kindertagesstätte Pfiffikus, Gertrud Iffland, erzählte von der Geschichte des Kindergartens. Vor 46 Jahren sei er eröffnet worden. Damals habe man mit einer Handvoll Kinder, einer Erzieherin, einer Kinderpflegerin und einer Praktikantin angefangen. Heute arbeiteten 13 Fachleute in der Tagesstätte, die 75 bis 80 Kinder betreuten. 24 Kinder würden in den beiden Krippen betreut.

Eine Mitarbeiterin ist von Anfang an dabei

Das Personal der Kindertagesstätte Pfiffikus und einige Kinder umrahmten die Feierstunde musikalisch.
Das Personal der Kindertagesstätte Pfiffikus und einige Kinder umrahmten die Feierstunde musikalisch.
Foto: Simon Albrecht

Kinderpflegerin Ursula Heusinger, die seit der Gründung im Jahr 1975 dabei ist, bekam von Iffland einen Strauß Blumen überreicht, die Gäste applaudierten. Für die Organisation und Bewirtung am Nachmittag war der Elternbeirat verantwortlich.

Das Kindergartenpersonal und einige Kinder umrahmten die Feier musikalisch.

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