Beschluss
Die Bürger werden zur Kasse gebeten
Der Gemeinderat von Burgpreppach hat  eine Beitragssatzung beschlossen, um die Kosten für die Trinkwasserversorgung auf die Bürger umzulegen.
Der Gemeinderat von Burgpreppach hat eine Beitragssatzung beschlossen, um die Kosten für die Trinkwasserversorgung auf die Bürger umzulegen.
Foto: Lucas Barth, dpa
Burgpreppach – Burgpreppach gibt eine Menge für die Wasserversorgung und das Leitungsnetz aus. Die Kosten werden von den Nutzern wieder hereingeholt.

Die Bürger können schon einmal anfangen zu rechnen. Im Markt Burgpreppach selbst und in den Ortsteilen Birkach, Fitzendorf, Hohnhausen, Ibind, Leuzendorf und Üschersdorf wurde in den vergangenen Jahren immer wieder die Wasserversorgung erneuert und verbessert. Am Donnerstag beschloss der Gemeinderat eine Beitragssatzung, um die Kosten auf die Bürger umzulegen.

Unter den durchgeführten Maßnahmen ist der Aufbau eines digitalen Wasserleitungskatasters, der Neubau einer Ringleitung in Hohnhausen, der Neubau der Trinkwasserleitung von Birkach nach Üschersdorf, der Austausch von alten Gussrohren durch PE-Rohre in Üschersdorf sowie Investitionen in die Technik und die Erneuerung der Wasserleitung in Hohnhausen.

Wie die Aufteilung erfolgt

Die entstandenen Kosten in Höhe von 872151 Euro sollen laut VG-Leiter Andreas Dellert durch Beiträge finanziert werden. Die Kosten werden zu 25 Prozent auf Grundstücksflächen und 75 Prozent auf Geschossflächen verteilt. Der Verbesserungsbeitrag pro Grundstücksfläche beträgt 0,27 Euro pro Quadratmeter, der Beitrag für die Geschossfläche beträgt 1,99 Euro pro Quadratmeter. Um eine Gleichbehandlung von Alt- und Neuanschließern zu erreichen, sollen gleichzeitig die Herstellungsbeitragssätze angepasst werden.

Aufwand fast fünf Millionen Euro

Der Gesamtherstellungsaufwand wurde auf 4845045 Euro kalkuliert und soll ebenfalls prozentual aufgeteilt werden. Der Herstellungsbeitrag für die Grundstücksfläche beträgt 0,97 Euro pro Quadratmeter, der Beitrag für die Geschossfläche 7,13 Euro pro Quadratmeter. Die Bescheide sollen diesen Herbst verschickt werden und können in zwei Raten, nämlich zum 31. Dezember 2021 und zum 15. Juni 2022, bezahlt werden.

Was die Gemeinde noch baut

In Ibind entsteht das Neubaugebiet „Am Fitzendorfer Graben“. Peter Ruck vom Technischen Büro Werner in Eltmann stellte die geplanten Straßenbaumaßnahmen vor. Die geschätzten Baukosten betragen brutto 308210 Euro zuzüglich der Kosten für die Straßenbeleuchtung. Die Baunebenkosten schätzte Ruck auf 50000 Euro. Das Gremium stimmte der Vorlage zu.

Was die anderen noch bauen

Ebenso genehmigt wurden der Neubau einer landwirtschaftlichen Maschinenhalle in Burgpreppach sowie die Errichtung einer Pferdekoppel in Ibind.

Die Jagdgenossenschaft Gemeinfeld will Unterhaltsmaßnahmen an Flurwegen und Gräben durchführen. Für die geschätzten Kosten in Höhe von 4000 Euro gewährte der Gemeinderat einen Zuschuss in Höhe von 25 Prozent der Kosten.

Rund 1200 Euro will die Teilnehmergemeinschaft Flurbereinigung Gemeinfeld für Unterhaltungsmaßnahmen an Wegböschungen und Hecken ausgeben. Das Gremium genehmigte ebenfalls einen Zuschuss in Höhe von 25 Prozent der Kosten.

Bürgermeister Hermann Niediek informierte, dass für die Erneuerung der Straße von der Tankstelle Just nach Fitzendorf derzeit Angebote eingeholt werden.