Gemeinderat
Die Maintalhalle muss saniert werden
Die Maintalhalle in Untertheres bedarf dringend einer Sanierung, über die der Gemeinderat sprach.
Die Maintalhalle in Untertheres bedarf dringend einer Sanierung, über die der Gemeinderat sprach.
Foto: Christian Licha
Theres – Das Gebäude in Untertheres ist in die Jahre gekommen. Die Kosten der Erneuerung werden auf fast eine halbe Million Euro geschätzt.

Die dringend sanierungsbedürftige Maintalhalle in Untertheres war einer der wichtigsten Tagesordnungspunkte in der dreistündigen Sitzung des Thereser Gemeinderates am Montagabend. Durchgerostete Leitungen, feuchtes Mauerwerk und nicht mehr richtig funktionierende Heizkörper sind die gravierendsten Mängel in dem fast 45 Jahre alten Gebäude.

Handlungsbedarf

Karl-Heinz Kötzel vom gleichnamigen Planungsbüro für Haustechnik aus Geldersheim erläuterte dem Gremium den Handlungsbedarf und eine erste Kostenschätzung. Demnach ist derzeit von Gesamtkosten in Höhe von knapp 426 000 Euro brutto auszugehen. Diese unterteilen sich in drei Bereiche.

Für die Erneuerung der Abwasseranlage werden rund 86 000 Euro geschätzt, die Wärmeanlage verschlingt 233 000 Euro, und für sonstige Arbeiten wie etwa Abbruch und Demontage wird von 32 000 Euro ausgegangen. Die Baunebenkosten schlagen mit etwa 75 000 Euro zu Buche. In der Kostenberechnung enthalten ist anstatt der jetzigen Ölheizung ein Pelletkessel in einer Kombination mit einer Luft/Wasser-Wärmepumpe für gut 72 000 Euro.

Gleichzeitig stellte Kötzel alternativ die Kosten für andere Heizvarianten vor. Die Anschaffung eines Gasheizkessels, der mit Flüssiggas betrieben wird, wäre mit rund 18 000 Euro die günstigste Anschaffung.

Bürgermeister Matthias Schneider (CSU) und der Gemeinderat waren sich einig, dass dringend Handlungsbedarf besteht. Im Sinne der Nachhaltigkeit wäre wohl eine Pelletheizung die beste Alternative. Eine Wirtschaftlichkeitsbetrachtung der verschiedenen Heizvarianten, auch mit Einbeziehung der Fördermöglichkeiten und einer eventuell neu zu erstellenden Photovoltaikanlage auf dem Dach, wurde in Auftrag gegeben.

Dauerthema Viehhof

Mit einem Antrag der Sozialen Unabhängigen Bürgergemeinschaft Theres (SUBT) auf Umsetzung einer barrierefreien Wohnanlage mit Sozialstation am Viehhof in Obertheres stand erneut ein Dauerthema auf der Tagesordnung. In der Vergangenheit waren immer wieder Vorstellungen der Denkmalpflege bezüglich der vorhandenen historischen Gebäude ein Hindernis für eine Verwirklichung.

Erneut wurde die Errichtung von barrierefreien Wohnungen auf dem Gelände des Viehhofs in Obertheres im Gemeinderat diskutiert. Nach wie vor sind die Vorstellungen der Denkmalpflege zu den historischen Gebäuden ein Diskussionspunkt.
Erneut wurde die Errichtung von barrierefreien Wohnungen auf dem Gelände des Viehhofs in Obertheres im Gemeinderat diskutiert. Nach wie vor sind die Vorstellungen der Denkmalpflege zu den historischen Gebäuden ein Diskussionspunkt.
Foto: Christian Licha

Gemeinderat Mario Dorsch (SUBT) geht davon aus, dass unter Berücksichtigung eines Konzeptes, das er vorstellte, eine Kompromissbereitschaft der Denkmalbehörde zu erwarten wäre. Demnach solle in der Mitte des Areals ein Bauträger eine Wohnanlage für betreutes Wohnen mit Aufzug und Sozialstation erstellen. Die barrierefreien Wohnungen verkaufe und vermiete der Investor. Aus dem Erlös des Grundstückverkaufs könne die Gemeinde die umliegenden historischen Gebäude soweit instandsetzen (Dach sowie Fassaden), dass zum Beispiel ein Gebäude für gemeinsame Veranstaltungen genutzt werden könne. Zudem könne zum Beispiel auch der teils noch erhaltene Kräutergarten von Senioren genutzt und gepflegt werden.

Die historischen Gebäude rund um die Wohnanlage bleiben nach Dorschs Vorstellung im Besitz der Gemeinde. Die Vorteile sieht der SUBT-Gemeinderat darin, dass die Gemeinde keine Kosten oder Verpflichtungen für die Errichtung der Wohnanlage hätte.

Optional wäre eine spätere Ausbaumöglichkeit beispielsweise für eine Apotheke oder physiotherapeutische Einrichtung denkbar. Eine barrierefreie Wohnanlage mit Sozialstation verbessere auch erheblich die Lebensqualität in der Gemeinde, sagte er. Thereser Senioren könnten in ihrer Heimat und im Familien- und Freundeskreis bleiben, eigenständig barrierefrei wohnen und bei Bedarf eine integrierte Sozialstation nutzen.

Ausführliche Diskussion

Die SUBT forderte, nun konsequent zu handeln. Das Thema wurde ausgiebig im Gremium diskutiert. Gemeinderat Manfred Rott (CSU) sieht ein solches Konzept als nicht realisierbar an, da es wohl an den Kosten für die historischen Gebäude scheitern würde. Bürgermeister Matthias Schneider stellte die Frage, ob es wirklich sinnvoll sei, die beiden alten Häuser nur äußerlich herzurichten. Gleichwohl war sich der gesamte Gemeinderat einig, die Bürger mit ins Boot zu holen, sobald es ein vorstellbares Konzept gibt. Einstimmig beschloss der Gemeinderat, dass eine barrierefreie Wohnanlage am Viehhof weiter verfolgt werden soll.

Bürgermeister Schneider sagte zu, Kontakt mit dem Landesamt für Denkmalpflege aufzunehmen, um dessen Vorstellungen und eventuelle Fördermöglichkeiten auszuloten. Auch wäre es sinnvoll, wenn ein Behördenvertreter in einer der nächsten Gemeinderatssitzungen dem Gremium für Fragen zur Verfügung stehen würde.

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