Gefahr
Bodenwellen vor der Kita Kirchaich ohne Wirkung
Zu schnell werde vor dem Kindergarten in Kirchaich gefahren, war der Tenor auf der Bürgerversammlung. Autofahrer wichen sogar auf den Gehweg aus, um die Hindernisse wie diese Schwelle zu umfahren.
Zu schnell werde vor dem Kindergarten in Kirchaich gefahren, war der Tenor auf der Bürgerversammlung. Autofahrer wichen sogar auf den Gehweg aus, um die Hindernisse wie diese Schwelle zu umfahren.
Foto: Christian Licha
F-Signet von Christian Licha Fränkischer Tag
Kirchaich – Bürger sind empört: Oberaurach hat noch keine Lösung gefunden, um die Verkehrssituation zu beruhigen.

Sehr diskussionsfreudig zeigten sich die rund 50 Besucher der Bürgerversammlung im Oberauracher Ortsteil Kirchaich. Im Saal der Gastwirtschaft Neundörfer ließ Bürgermeister Thomas Sechser die vergangenen zwei Jahre Revue passieren und zeigte auf, wie sich die Gemeinde Oberaurach zukünftig weiterentwickeln wird. Zwei Punkte drehten sich um die Kinder der Gemeinde und deren Betreuung.

So gab es Beschwerden, was die Verkehrssituation vor dem Kindergarten in Kirchaich betrifft. In der dortigen Straße „Quellengrund“ gilt zwar bereits Tempo 30 und zusätzlich sind zwei größere Hindernisse, sogenannte Bremswellen, zur Geschwindigkeitsreduzierung eingebaut. Nach Meinung vieler Bürger werde dort aber immer noch zu schnell gefahren. „Einige Leute umfahren die Hindernisse, indem sie auf den flachen Gehsteig ausweichen“, wurde berichtet.

Warnschilder und Geschwindigkeitstafel sollen nun vor der Kita Kirchaich aufgestellt werden

Bürgermeister Sechser sagte zu, zusätzlich entsprechende Warnschilder „Achtung Kinder!“ und die mobile Geschwindigkeitsüberwachung der Gemeinde dort aufzustellen. Vielleicht könnte man dort auch Findlinge oder Ähnliches platzieren, um das Umfahren über den Gehsteig unmöglich zu machen. Das werde geprüft, sagte Sechser.

Wo vorübergehend Kindergartengruppen in Oberaurach eingerichtet werden könnten

Nachdem der geplante Neubau eines Kindergartens in Trossenfurt aus Kostengründen vorerst auf Eis gelegt wurde, erstellt die Gemeindeverwaltung derzeit ein Konzept, wie die Kinderbetreuung in Oberaurach mit den zur Verfügung stehenden personellen und räumlichen Ressourcen sichergestellt werden kann. Sowohl im Gebrüder-Mendel-Haus in Dankenfeld als auch im St.-Ägidius-Haus in Kirchaich könnten mit relativ einfachen Mitteln Räume für eine vorübergehende Kindergartengruppe hergerichtet werden, erklärte Bürgermeister Thomas Sechser, der gleichzeitig betonte, dass der Gemeinderat dazu noch keine Entscheidung getroffen habe.

Das St.-Ägidius-Haus gehört der Gemeinde, wobei die Kirche das Gebäude bisher verwaltet hat. Die Diözese Bamberg drängte jüngst darauf, dass die Verwaltung und somit die Übernahme der laufenden Kosten von der Gemeinde Oberaurach übernommen werden. „Wir wollten die Übernahme erst zu einem späteren Zeitpunkt, aber die Kirche bestand auf einer Übernahme bereits zum 1. Januar 2023“, sagte Geschäftsleiter Christian Mann von der Gemeindeverwaltung.

Kampf ums St.-Ägidius-Haus in Kirchaich: Wer darf es wie wann nutzen?

Damit müssen auch Veranstaltungen zukünftig bei der Gemeinde angemeldet werden, betonte Bürgermeister Thomas Sechser. Das sorgte für Aufregung unter den Teilnehmern der Bürgerversammlung. Eine Frau mutmaßte, dass dann kein Gemeindeleben mehr stattfinde, wenn die Kinder dort untergebracht würden, da viele Veranstaltungen und Zusammenkünfte bisher im St. Ägidius-Haus gewesen seien.

Auch ein Vertreter der Kirchengemeinde äußerte seinen Unmut, weil die Räume für das kommende Jubiläumsjahr schon verplant seien. Hier zeigte wiederum Bürgermeister Sechser sein Unverständnis. Die Kirchengemeinde wisse von der Verwaltungsübernahme, habe aber bisher noch keine geplante Raumbelegung bei der Gemeinde angemeldet. „Das Wohl der Kinder geht nun einmal vor“, sagte Sechser.

Er zeigte sich zuversichtlich. Es könne bestimmt eine Lösung gefunden werden, falls eine Kindergartengruppe in dem Haus eingerichtet werden sollte.

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