Gemeinderat
Wenn an Häusern an- und umgebaut wird
670 Objekte in Untermerzbach und seinen Ortsteilen (im Hintergrund Memmelsdorf) sollen unter die Lupe genommen werden, um eine digitale Bestandserhebung zur Erstellung der Globalberechnung für Herstellungs- und Verbesserungsbeiträge durchzuführen.
670 Objekte in Untermerzbach und seinen Ortsteilen (im Hintergrund Memmelsdorf) sollen unter die Lupe genommen werden, um eine digitale Bestandserhebung zur Erstellung der Globalberechnung für Herstellungs- und Verbesserungsbeiträge durchzuführen.
Foto: Flugsport-Club Ebern
Untermerzbach – Es geht um die Gerechtigkeit. Wer hat ein großes Haus und Grundstück? Untermerzbach will Abgaben und Gebühren fair berechnen.

In einer Sitzung des Bauausschusses wurde das Vorgehen bereits abgesegnet. Bei der Sitzung des Gemeinderates am Montagabend in der Turnhalle der Grundschule Untermerzbach wurde der Gemeinderat von Bürgermeister Helmut Dietz (SPD) informiert, dass die Gemeinde den Bestand von Grundstücken und Geschossen erheben lassen will. Diese Bestandserhebung sei Voraussetzung für eine Globalberechnung für Herstellungs- und Verbesserungsbeiträge. Und das koste viel Geld, 72988 Euro für die Überprüfung und Neuberechnung von 670 Objekten im Gemeindegebiet. „Darüber haben wir schon bei einer Sitzung im Bauausschuss kontrovers diskutiert“, sagte der Bürgermeister.

Er gab sich viel Mühe, um am Ratstisch für diese Maßnahme zu werben, und blickte dafür weit zurück. Bereits Edgar Maier habe als Geschäftsleiter der Gemeinde vor Jahren auf das unvollständige Wissen um die Geschossflächen hingewiesen und seine Bedenken zu einer gerechten Veranlagung gegenüber allen Grundstücksbesitzern geäußert. „Die Erhebung der tatsächlichen Geschossflächen mit Umnutzung und der Dachgeschossausbauten ist unbedingt notwendig. Diese muss in digitaler Form vorliegen und in unser GIS-System eingepflegt werden. Dies können wir aber personell mit unserer Verwaltung nicht stemmen“, sagte der Bürgermeister.

Eine Grundlage für Gegenwart und Zukunft schaffen

Geschäftsführerin Tanja Zürl erläuterte: „Das vorgeschlagene Verfahren der Globalberechnung soll für heute und für die Zukunft eine Grundlage für unsere Verwaltung sein.“ Dies diene auch als Grundlage für etwaige Einsprüche bei der Abrechnung, mit denen man immer rechnen müsse. Betont wurde mehrmals, dass das auch Grundlage für eine gerechte Abrechnung der Gebühren wäre. Eingeholt werden soll noch ein zweites Angebot und man werde sich in der Novembersitzung nochmals genau informieren lassen. „Ich meine, wenn wir die Globalberechnung durchführen lassen, sind wir für 20 oder 25 Jahre auf der sicheren Seite“, schloss Dietz diesen Tagesordnungspunkt.

Für die Felsenkeller gibt es Zuschüsse

Der Bürgermeister informierte die Gemeinderäte darüber, dass die Gemeinde für die Sanierung von Felsenkellern Zuschüsse in Höhe von 3500 Euro von der Denkmalpflege und 6115 Euro von der Bayerischen Landesstiftung erhalten habe. Die Gesamtkosten der Sanierung belaufen sich laut Dietz auf etwa 60000 Euro.