Sanierungen
Zwei Dorfgemeinschaftshäuser entstehen
Das Dorfgemeinschaftshaus in Goßmannsdorf wird mit einem Kostenaufwand  von 1,4 Millionen Euro erneuert. Die Arbeiten stehen vor dem Abschluss. Unser Bild zeigt das Gebäude neben der Dorfkirche  bei Nacht.
Das Dorfgemeinschaftshaus in Goßmannsdorf wird mit einem Kostenaufwand von 1,4 Millionen Euro erneuert. Die Arbeiten stehen vor dem Abschluss. Unser Bild zeigt das Gebäude neben der Dorfkirche bei Nacht.
Foto: Walter Dietz
Hofheim i. UFr. – Der Bauausschuss des Hofheimer Stadtrates informierte sich über die Millionenprojekte in Goßmannsdorf und Eichelsdorf.

Nach zwei Jahren Bauzeit steht das Dorfgemeinschaftshaus in Goßmannsdorf kurz vor der Fertigstellung. Jetzt machte sich der Bauausschuss des Hofheimer Stadtrates ein Bild von den ausgeführten Arbeiten. Das Budget von rund 1,4 Millionen Euro konnte eingehalten werden, auch dank der rund 1500 Arbeitsstunden, die die Goßmannsdorfer Bürger mit eigenem Werkzeug eingebracht haben.

Das gesamte Gebäude wurde bis auf die Außenmauern entkernt, sagte Architekt Sebastian Pollach. Wegen der Feuchtigkeit wurde eine neue Bodenplatte gelegt. Schallschutzdecken wurden eingebaut. Die etwa 15 Jahre alten Fenster blieben erhalten. Im Gebäude entstand unter anderem ein Digitalraum, in dem beispielsweise Senioren die Bedienung von Computern erlernen können.

Bei einem zweiten Ortstermin machte das Gremium am Klosterkeller in Eichelsdorf halt, der ebenfalls zum Dorfgemeinschaftshaus umgebaut wird. Dort kämpft Architekt Jürgen Bergmann mit Höhenwasser, das aus den Haßbergen herunterkommt. Es soll in einem Brunnen vor dem Bau einmal sprudeln. Im Inneren wurde ein Sandsteinbogen aus dem Jahr 1608 freigelegt, der erhalten werden soll. In einem Raum soll das Dorfarchiv untergebracht werden. In einem anderen Raum sollen Gegenstände der Dorfgeschichte, wie beispielsweise eine alte Dreschmaschine, ihren Platz finden.

Sitzungen für Gruppen bis zehn Personen sollen möglich sein. In einem „Bewegungsraum“ können sich junge Mütter mit ihren Säuglingen zur Krabbelgruppe treffen oder Gardetänzerinnen ihren Auftritt proben. Das Kriegerdenkmal soll versetzt werden, sagte Bergmann.

Um im Kostenrahmen von 1,2 Millionen Euro zu bleiben, wurde beispielsweise eine Stahltreppe statt einer Steintreppe eingebaut. Im Inneren wurden alte Balken freigelegt. Eine Sandsteinmauer wurde nur ausgefugt und nicht verputzt, um den Charme der Vergangenheit zu erhalten.

In der anschließenden Sitzung befasste sich das Gremium mit mehreren Bauvorhaben: Die Firma Willner, Reckertshausen, will in der Rügheimer Straße in Hofheim gegenüber der Einfahrt zum Industriegebiet neben dem Umspannwerk einen Waschpark errichten. Der Bauausschuss gab grünes Licht für die Bauvoranfrage. Die Firma Haga will auf ihrem Betriebsgelände in Hofheim auf einer Fläche von 6000 Quadratmetern eine neue Fertigungshalle errichten. Die Traufhöhe beträgt 9,74 Meter. Das Dach soll eine blaue Farbe erhalten. Das Gremium stimmte dem Bauantrag ohne Gegenvotum zu.

Im Sondergebiet „Seltentrag“ in der Gemarkung Lendershausen will die Stadt Hofheim eine Solaranlage errichten. Der Bauausschuss stimmte der dafür nötigen achten Änderung des Flächennutzungsplans zu. Die ehemalige Gastwirtschaft „Zum Hirschen“ in der Grüne-Marktstraße in Hofheim wird derzeit saniert. Dort soll Wohnraum für betreutes Wohnen der Rummelsbacher Diakonie entstehen. Mit dem Parkplatzbau in der Lendershäuser Straße kann nun begonnen werden, nachdem die letzte Zauneidechse gefangen werden konnte. Die gefangenen Eidechsen erhalten ihr neues Revier am Lärmschutzwall am Spielberg.