Kinderbetreuung
Bald ist wieder Leben in der „Alten Schule“
Aus der „Alten Schule“ in Kairlindach wird eine Kindertageseinrichtung.
Aus der „Alten Schule“ in Kairlindach wird eine Kindertageseinrichtung.
Foto: Richard Sänger
Kairlindach – In das Gasthaus „Alte Schule“ im Weisendorfer Ortsteil Kairlindach werden bald wieder Kinder toben und spielen.

In der nichtöffentlichen Sitzung des Marktgemeinderates folgte das Gremium dem Vorschlag von Bürgermeister Karl-Heinz Hertlein (CSU), die dringend benötigten zwei Krippen- und zwei Kindergartengruppen übergangsweise im ehemaligen Schulhaus unterzubringen. Parallel dazu wird ein Weisendorf eine neue Einrichtung gebaut.

Wie bereits berichtet, hatte die Gemeinde ursprünglich geplant, neben dem Rathaus kurzfristig eine Containeranlage zu errichten. Denn für das Betreuungsjahr 2021/2022 gingen für die Betreuungsbereiche Krippe, Kindergarten, altersgemischte Gruppen und Schulkindbetreuung mehr Voranmeldungen ein, als freie Plätze zur Verfügung stehen. Daher hat man in der Gemeinde neu geplant und geht von einem Bedarf an zwei Krippengruppen und bis zu zwei Kindergartengruppen aus.

Doch keine Container

Wie Hertlein im Rat erklärte, könne man die Gruppen nicht in Conatinern unterbringen. Denn diese benötigten eine zu lange Bauzeit. Selbst mit einer Fertigmodul-Bauweise sei das nicht zu schaffen, ergänzte Hertlein. Denn in die Wiese, auf der die Container hätten stehen sollen, müssten Wasser- und Abwasseranschlüsse verlegt sowie Fundamente geschaffen und in fünf Jahren wieder rückgebaut werden. Es sei daher ein Glücksfall, so der Bürgermeister, dass der Besitzer des Gasthauses in Kairlindach die ehemalige Gaststätte für rund fünf Jahre zur Verfügung stellt.

So habe bereits ein Planer und die Kindergartenaufsicht sowie ein Brandschutzbeauftragter das Gebäude in Augenschein genommen und für geeignet erklärt. Nach Aussage des Bürgermeisters sind in den Innenräumen auf zwei Geschossen ausreichend Räume für Gruppen- und Schlafräume sowie für das Personal vorhanden. Der Eigentümer will die Räume kindgerecht umbauen. Auch die Trägerin, die Evangelische Kirchengemeinde, sei mit der Lösung einverstanden, berichtet der Bürgermeister.

Am Neubau in Weisendorf halte man aber weiterhin fest. Hertleins Vorgänger Heinrich Süß hatte dazu am Reuther Weg ein Grundstück für den Zweck „Kinderbetreuung“ erworben. Allerdings gebe es für das Areal noch keinen Bebauungsplan und während der fünfjährigen Nutzung in Kairlindach bleibt dem Markt Weisendorf genügend Zeit für eine vernünftige Planung. Denn der Rathauschef geht davon aus, dass in den nächsten Jahren der Bedarf an Kinderbetreuungsplätzen noch weiter ansteigen wird.