Feuerwehreinsatz
Toter Mann von Hausdach geborgen
Die Feuerwehr rückte zu einem tragischen  Notfall  nach Uttenreuth aus.
Die Feuerwehr rückte zu einem tragischen Notfall nach Uttenreuth aus.
Stefan Brunner
F-Signet von Redaktion Fränkischer Tag
Uttenreuth – Einen schwierigen Einsatz auf einem Dach hatte die Feuerwehr in Uttenreuth. Eine Frau wurde gerettet, deren Ehemann wurde tot gebogen.

Einen Großeinsatz der Einsatzkräfte zog eine Alarmierung der Integrierten Leitstelle Nürnberg am Dienstagabend um 19.22 Uhr nach sich. Es galt, absturzgefährdete Personen vom Dach eines zweigeschossigen Mehrfamilienhauses zu retten. Das teilt Stefan Brunner mit, Pressesprecher der Kreisbrandinspektion für den östlichen Landkreis.

Frau hielt ihren Ehemann fest

Die ersteintreffenden Kräfte von Feuerwehr und Polizei, die zur Erkundung der Situation durch die Dachgeschosswohnung und den Spitzboden über eine Dachluke auf das Satteldach des Gebäudes gelangen konnten, fanden dort auf der anderen Seite des Dachfirstes eine Frau vor, die ihren leblosen Mann ungesichert und mit bloßen Händen vor dem Abstürzen bewahrte. Offensichtlich hatte dieser eine Reparatur am Anschluss der dortigen Satellitenschüssel vornehmen wollen und war aufgrund einer Vorerkrankung dort ohnmächtig geworden.

Zahlreiche Feuerwehrkräfte wurden alarmiert.
Zahlreiche Feuerwehrkräfte wurden alarmiert.
Stefan Brunner

Nach einer provisorischen Selbstsicherung gelang es den Einsatzkräften, die Frau vom Dach zu retten, in das Gebäude zurückbringen und dem zwischenzeitlich eingetroffenen Rettungsdienst zu übergeben. Durch weitere Kräfte der Feuerwehr erfolgte danach die Sicherung des Polizisten, eines Notarztes und des Mannes mittels geeigneter Mittel zur Höhensicherung, berichtet die Feuerwehr.

Drehleiter nur zum Ausleuchten

Eine Rettung über die auf der Straße in Stellung gebrachte Drehleiter schied aufgrund der zur großen Distanz zur Einsatzstelle aus. So wurde diese lediglich zur Ausleuchtung des Notfallortes eingesetzt.

Nachdem der Notarzt nach einem kurzen Check signalisiert hatte, dass der ältere Mann nicht mehr am Leben sei, wurden von den beiden mittlerweile eingetroffenen Höhenrettungsgruppen sichere Anschlagpunkte für dessen sorgsame Bergung geschaffen und der Mann durch die Dachluke zurück in seine Wohnung gebracht.

Psychologische Betreuung vor Ort

Dort übernahm der Dauerdienst der Kriminalpolizei die weiteren Ermittlungen, während die Einsatzkräfte der Feuerwehr ihre Ausrüstung zurückbauten. Zwei Notfallseelsorger übernahmen die Betreuung der Angehörigen, für die Feuerwehrleute stand bereits unmittelbar nach dem Einsatzende die Psychosoziale Notfallfallversorgung (PSNV-E) des Kreisfeuerwehrverbandes Erlangen-Höchstadt am Feuerwehrhaus Uttenreuth zur Verfügung, um das Geschehene in Ruhe miteinander betrachten und verarbeiten zu können.

Zahlreiche Kräfte wurden alarmiert

Laut Pressemitteilung der Kreisbrandinspektion waren alarmiert worden: die Feuerwehr Uttenreuth, die Feuerwehr Erlangen und die zuständigen Führungskräfte der Kreisbrandinspektion, die Höhenrettungsgruppen der Berufsfeuerwehr Nürnberg und der Werkfeuerwehr Schaeffler aus Herzogenaurach sowie Notarzt, Rettungsdienst, Einsatzleiter Rettungsdienst und eine Streife der Polizeiinspektion Erlangen-Land.

Abschließend wird das achtsame Vorgehen der Beteiligten hervorgehoben: “Seitens der Kreisbrandinspektion Erlangen-Höchstadt gilt allen Einsatzkräften der verschiedenen beteiligten Organisationen ein großes Lob für die äußerst ruhige und professionelle Zusammenarbeit zur Bewältigung dieser nicht alltäglichen Einsatzsituation“.

 

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