Personen in Gefahr
Kinder rufen um Hilfe: Feuerwehr löscht Brand
Die Feuerwehr ging sofort unter schwerem Atemschutz ins rauchende Gebäude.
Die Feuerwehr ging sofort unter schwerem Atemschutz ins rauchende Gebäude.
Foto: Kreisbrandinspektion Erlangen-Höchstadt/Sebastian Weber
Hagenau – Am Freitag brannte das Obergeschoss eines Einfamilienhauses in Hagenau (Baiersdorf). Die Feuerwehr konnte Schlimmeres gerade noch verhindern.

Um Hilfe rufende Kinder auf der Straße haben am Freitagabend, 10. September 2021, gegen 18 Uhr die Nachbarn aufgeschreckt, die umgehend die Feuerwehr alarmierten. So hieß es in der Alarmmeldung, wonach die Integrierte Leitstelle einen Brand mit Personen in Gefahr alarmierte, teilt die Kreisbrandinspektion Erlangen-Höchstadt mit.

Dichter, schwarzer Rauch kam aus dem Ober- und Dachgeschoss – die Einsatzkräfte konnten einen Schwelbrand löschen.
Dichter, schwarzer Rauch kam aus dem Ober- und Dachgeschoss – die Einsatzkräfte konnten einen Schwelbrand löschen.
Foto: Kreisbrandinspektion Erlangen-Höchstadt/Sebastian Weber

An der Einsatzstelle sahen die Einsatzkräfte dichten, schwarzen Rauch aus dem Ober- und Dachgeschoss kommen. Die Feuerwehr begann sofort mit der Erkundung und ging unter schwerem Atemschutz über die Eingangstüre ins Gebäude.

Hagenau: Feuerwehr löscht ausgedehnten Schwelbrand

Alle Fenster waren geschlossen, so bildete sich ein gefährliches Rauchgasgemisch, welches mit steigender Hitze die Gefahr einer Durchzündung verbarg, berichtet die Kreisbrandinspektion. Einen ausgedehnten Schwelbrand konnte die Feuerwehr, die zwischenzeitlich mit zwei Angriffstrupps im Gebäude war, im Obergeschoss ausmachen und ablöschen.

Alle Bewohner des Gebäudes, davon drei Kinder, befanden beim Eintreffen der Feuerwehr bereits  im Freien. Eine Katze konnte jedoch nur noch tot aufgefunden werden.
Alle Bewohner des Gebäudes, davon drei Kinder, befanden beim Eintreffen der Feuerwehr bereits im Freien. Eine Katze konnte jedoch nur noch tot aufgefunden werden.
Foto: Kreisbrandinspektion Erlangen-Höchstadt/Sebastian Weber

Die Kräfte führten umfangreiche Suchmaßnahmen durch, da noch zwei Katzen vermisst gemeldet wurden. Alle Bewohner des Gebäudes, davon drei Kinder, befanden sich im Freien. Im weiteren Verlauf wurde eine der Katzen, jedoch nur noch tot aufgefunden, die zweite war vermutlich flüchtig.

Enormer Schaden im Ober- und Dachgeschoss

Die Feuerwehr sorgte für Öffnungen zur Belüftung der Räumlichkeiten, nachdem das Feuer weitestgehend abgelöscht war. Ein Hochleistungslüfter kam zum Einsatz, der das Gebäude möglichst rauchfrei machte. Der Schaden durch den schwarzen Brandrauch war vor allem im Ober- und Dachgeschoss enorm, sodass Diese bis auf Weiteres unbewohnbar sind.

Lesen Sie auch:

Der Rettungsdienst war mit zwei Rettungswagen an der Einsatzstelle, der durch ein Fahrzeug der BRK Bereitschaft Baiersdorf zur weiteren Absicherung abgelöst wurde. Ein Notarzt und der Einsatzleiter Rettungsdienst waren ebenfalls vor Ort, konnten jedoch kurzfristig aus dem Einsatz herausgelöst werden.

40 Feuerwehrmänner und -frauen waren im Einsatz

Aufgrund der Meldung von Personen in Gefahr, wurden auch Einheiten der Feuerwehr aus dem Landkreis Forchheim hinzugezogen. Die Feuerwehr Forchheim, die mit einem Löschfahrzeug disponiert war, konnte wieder abbestellt werden. Die Feuerwehr Poxdorf war in den Einsatz eingebunden und stellte einen Atemschutztrupp.

Lesen Sie auch:

Fast 40 ehrenamtliche Feuerwehrfrauen und -männer waren im Einsatz. Die Polizei samt Kriminaldauerdienst haben die Ermittlungen der genauen Brandursache aufgenommen.