Öl entdeckt
Teenager verhindert Umweltschaden
Die Feuerwehrleute nahmen den Schmierfilm mit Ölschlingen auf.
Die Feuerwehrleute nahmen den Schmierfilm mit Ölschlingen auf.
Foto: FFW Adelsdorf
Adelsdorf – Der Jungfeuerwehrler Julius Petersilka hat einen Ölfilm auf dem Wasser entdeckt und richtig reagiert.

Der 16-jährige Adelsdorfer Jungfeuerwehrler Julius Petersilka hat am Mittwoch kurz vor 18 Uhr auf seiner Fahrradtour über die Aischwiesen – er macht wie mehr als 20 seiner Feuerwehrkameraden beim Stadtradeln mit – zufällig einen Ölteppich auf dem Abfluss eines Regenrückhaltebeckens auf Höhe des DJK-Sportplatzes entdeckt. Durch seine Aufmerksamkeit verhinderte er einen Umweltschaden.

Der Ölfilm auf dem Graben.
Der Ölfilm auf dem Graben.
Foto: Julius Petersilka

„Als Jugendfeuerwehrler hab ich in der Ausbildung gelernt, dass das ein Ölfilm ist“, erklärt Julius stolz. „Ich hab gleich unseren Kommandanten Alexander Triebel und Hans-Josef Schockel vom Wasserwerk angerufen. Beide kamen sofort und dann wurde Alarm für Adelsdorf ausgelöst.“ Zu Beginn stellte man fest, dass auch das gefüllte Regenrückhaltebecken des Industriegebietes mit Öl verschmutzt war. Im Reuthgraben wurden vier Ölsperren sowie ein Gully-Ei an einem Regendurchlass gesetzt. Parallel versuchte man, mit der gemeindlichen Wasserversorgung der Verunreinigung auf den Grund zu gehen, was jedoch nicht gelang.

Verursacher ist bisher unbekannt

Im Austausch mit der Kreisbrandinspektion Erlangen-Höchstadt entschied man sich, den treibenden Schmierfilm mit Ölschlingen und Bindemitteln aufzunehmen, nachdem festgestellt wurde, dass kein Öl mehr aus dem Industriegebiet ins Regenrückhaltebecken floss. Die Feuerwehren Neuhaus und Hemhofen/Zeckern brachten noch zusätzliches Material herbei. Das Öl sei aus dem Industriegebiet gekommen, Genaueres weiß man noch nicht. Für die Wehrler war es ein langer Abend, erst gegen 23 Uhr konnten sie den Schauplatz verlassen. Durch die Aufmerksamkeit des jungen Feuerwehrmannes konnte das Einlaufen des Stoffes in die Aisch und somit ein größerer Umweltschaden verhindert werden.