Dirt-Bike-Bahn
Adelsdorf: Große Sprünge auf zwei Rädern
Fabian Lamm beim Sprung vom Hügel. Der 17-Jährige war Initiator des Projekts und „Bauleiter“ zugleich.
Fabian Lamm beim Sprung vom Hügel. Der 17-Jährige war Initiator des Projekts und „Bauleiter“ zugleich.
Foto: Johanna Blum
Adelsdorf – In Adelsdorf wurde mit Hilfe von Jugendlichen eine Dirt-Bike-Bahn angelegt.

Am vergangenen Freitag trafen sich Bürgermeister Karsten Fischkal (FW), Dritte Bürgermeisterin Sabine König (Grüne) und einige Gemeinderäte von Adelsdorf an der frisch angelegten Dirt-Bike-Bahn mit den jungen Bikern. Eingeladen dazu war auch Susanne Mandel, der die jungen Leute diese neue Attraktion zu verdanken haben. Sie hat der Gemeinde ihr Gelände von 1500 Quadratmetern für die Errichtung einer Dirt-Bike-Bahn verpachtet. Zum Dank dafür gab es für Frau Mandel einen dicken Blumenstrauß und viel Applaus von den jungen Bikern.

Nun gibt es endlich eine passende Bahn auf einem freien Gelände an der Robert-Schuhmann-Straße, gleich neben „Elektro Amon“. Fabian Lamm (17), der „Bauleiter“ und Initiator, erzählt von dem Gemeinschaftsprojekt der Jugendlichen mit der Gemeinde: „Schon vor Längerem haben wir das Projekt in die Wege geleitet. Es gab bereits einen Dirt-Bike-Bahn-Workshop mit dem Bürgermeister, in dem wir grobe Pläne geschmiedet hatten. Danach hab ich mich hingesetzt und einen richtigen Plan für dieses Grundstück gefertigt. Den bekam der Bauhof und in Zusammenarbeit mit mehreren Kumpeln haben wir dann dem vom Bauhof modellierten Gelände den Feinschliff gegeben. ,Shapen’ nennt man das. Meistens waren wir so um die sieben bis zehn Leute, die auch selber fahren wollen.“ Er erklärt den Gästen die drei verschiedenen Strecken: „Am schwierigsten ist der Hügel für den Tricksprung. Den haben wir mit Rindenmulch abgedeckt, damit man etwas weicher fällt. Man sollte schon in der Rad-Quartier-Extremsporthalle nahe Hof einige Stunden trainiert haben“, so Fabian fachmännisch.

Dann gibt es noch die „kleine Linie “, die etwa 50 Meter lang ist. Der Pumptrack ist etwa 30 Meter lang, aber der ist noch nicht ganz fertig. Ganz wichtig ist es Fabian, dass jeder Biker einen Helm trägt. Auch zu Schutzkleidung wie Schoner für Schienbein und Knöchel greift man besser. Auf die Frage, welches Fahrrad man zum Fahren in einem Bike-Park braucht, erklärt er: „Am besten, aber auch am teuersten ist ein echtes Dirt-Bike, an zweiter Stelle steht das BMX-Rad und dann kommt das Mountainbike, das zum Lernen ganz gut ist.“

Die jungen Biker
Die jungen Biker
Foto: Johanna Blum

Tobias (11) war vor ein paar Tagen das erste Mal da und ist begeistert. Er fährt ein Mountainbike. Finn (13) ist mit seinem „Enduro-Bike“ fast jeden Tag da. „Weil es einfach Spaß macht!“ Übrigens hat Edeka-Degen 1000 Euro für eine Aluhütte gesponsert, in der Geräte wie z.B. ein Bagger aufbewahrt werden können. Der Platz ist schon vorbereitet. Darauf freuen sich die meist zehn Biker, darunter sogar einige Jungen und Mädchen aus Höchstadt.

An diesem Nachmittag zeigten die Jugendlichen den Gästen was sie so alles drauf haben. Auch der Bürgermeister, sowie Tim Scheppe (FW) und Nico Kauper (CSU) ließen sich nicht lumpen und bestiegen ein Dirt-Bike. Aber bis zu deren Meisterschaft wäre es noch ein weiter Weg. Aber keiner ist unfreiwillig abgestiegen!

Die Kosten kann man noch nicht abschätzen, „aber das muss einfach für unsere Jugend drin sein!“, so der Bürgermeister. Die Bahn ist noch nicht ganz fertig – es fehlt nur noch die abschließende Humusdecke. „Wir wollen demnächst einen Termin mit den Jugendlichen für eine kleine Einweihung und einen Wettbewerb im Herbst vereinbaren“, erklärt Fischkal am Ende.