Vorfreude
Kultur und Mini-Weihnachtsmarkt
Tanja Schwärgerl, Mitarbeiterin der Stadt und Sängerin beim Advents-Kult-Kalender, bei der Präsentation im Büro des Bürgermeisters Gerald Brehm (links).
Tanja Schwärgerl, Mitarbeiterin der Stadt und Sängerin beim Advents-Kult-Kalender, bei der Präsentation im Büro des Bürgermeisters Gerald Brehm (links).
Foto: Stadt Höchstadt
Höchstadt a. d. Aisch – Der normale Weihnachtsmarkt fällt aus. Doch als Ersatz gibt es in Höchstadt den Advents-Kult-Kalender und weitere kleine Highlights.

Begeistert steht Bürgermeister Gerald Brehm (JL) mit seinem Team vor dem großen Präsentationsmonitor in seinem Büro. Gemeinsam haben sie gerade die ersten Folgen des Höchstadter Advents-Kult-Kalenders gesehen, der den Auftakt zu den diesjährigen Weihnachtsaktionen der Stadt Höchstadt darstellt.

„Unser digitaler Adventskalender ist eine einmalige Verbindung von schönen Geschenkideen aus unseren örtlichen Fachgeschäften mit Beiträgen regionaler Kulturschaffender“, meint das Stadtoberhaupt. Nachdem der für dieses Jahr ganz neu konzipierte Höchstadter Weihnachtsmarkt coronabedingt erneut abgesagt werden musste, habe man den Höchstadtern unbedingt eine stimmungsvolle Alternative bieten wollen, so Brehm. „Wir wollen die Menschen dazu anregen, ihre Weihnachtsgeschenke mit kompetenter Beratung vor Ort zu kaufen. Dabei möchten wir sie auch unterhalten und ein bisschen in Vorweihnachtsstimmung versetzen.“

Täglich geht ein Türchen auf

Innerhalb nur einer Woche haben Susanne Bayer vom Kulturmanagement und Thomas Oppelt vom Stadtmarketing zusammen mit dem Höchstadter Liedermacher und Moderator Atze Bauer das neue Format entwickelt und mit der Produktion begonnen. Bis zum Heiligen Abend erwartet die Höchstadterinnen und Höchstadter nun täglich ab 0 Uhr ein neues Highlight hinter den Türchen des Advents-Kult-Kalenders, der auf der Homepage der Stadt unter www.hoechstadt.de zu finden ist.

Doch das ist längst nicht alles, was die Stadt den Bürgerinnen und Bürgern in diesem Advent bietet. Ungeachtet der allgemeinen Lieferprobleme wird kommende Woche eine abgespeckte Version der neuen Innenstadt-Illumination den großen Weihnachtsbaum auf dem Marktplatz in einen Lichterbaum verwandeln. Dazu sollen sich vom 10. bis 19. Dezember in der Innenstadt verteilte Verkaufsstände mit weihnachtlichen Angeboten gesellen, um so das Flair eines „kleinen Weihnachtsmarktes“ zu verbreiten und gleichzeitig die örtlichen Schausteller zu unterstützen.

Das Christkind kommt trotz Corona

Besonderen Dank spricht Gerald Brehm Friseurmeisterin Jessica Essler aus, deren Familienbetrieb bereits seit einem Vierteljahrhundert das Höchstadter Christkind ankleidet, frisiert, schminkt und auf die vielen Auftritte vorbereitet. Das neu gewählte Christkind Tatiana Hack wird dieses Jahr unter Einhaltung strengster Hygienebestimmungen eine ganze Reihe von Auftritten und Besuchen vor Seniorenheimen und Kitas absolvieren können. Susanne Bayer, die auch die Christkind-Auftritte koordiniert, sagt dazu: „Wir betreiben einen hohen Aufwand, um das Christkind zu den Menschen bringen zu können. Nachdem letztes Jahr durch den Lockdown kaum Auftritte möglich waren, ist es uns in diesem Jahr besonders wichtig, ein bisschen Freude und Wärme unter den Menschen zu verbreiten.“ Den digitalen Adventskalender wird das Christkind natürlich auch bereichern.

Bereits gut angenommen werden in diesem Advent die beiden Weihnachtsaktionen der Auszubildenden der Stadt Höchstadt. Wie jedes Jahr realisieren sie auch in diesem Dezember eigene Projekte. Da ist zum einen der Weihnachts-Malwettbewerb und zum anderen der Wünschebaum, für den bereits die ersten Geschenke abgegeben wurden. Kinder aus Familien, die durch die Pandemie wirtschaftlich geschwächt wurden, können sich unter der E-Mail-Adresse christkind@hoechstadt.de ein Geschenk bis 20 Euro wünschen.

Weihnachtswichtel helfen

Die Höchstadter Weihnachtswichtel hängen dann anonym einen Wunschzettel an den Weihnachtsbaum auf dem Marktplatz, und jeder, der Freude schenken möchte, kann sich einen Zettel nehmen, den Wunsch erfüllen und das verpackte Weihnachtsgeschenk in der Tourist-Info im Vogelseck, hinter der Bücherstube, abgeben. Bewerbungsschluss für beide Aktionen ist der 17. Dezember um 11 Uhr.

Krippen bestaunen

Sehr erfreut ist Bürgermeister Brehm über das alljährliche, stimmungsvolle Weihnachtsprogramm der katholischen und der evangelischen Kirchengemeinde. Einen Krippenweg in gewohnter Form wird es in diesem Jahr nicht geben, dafür aber ein kleines Angebot an Krippen, beispielsweise in der Stadtpfarrkirche St. Georg. „Wir haben dieses Jahr alles unternommen, was möglich war, um den Höchstadterinnen und Höchstadtern auch ohne Weihnachtsmarkt ein bisschen Weihnachts-Flair zu bieten. Und nächstes Jahr kann dann hoffentlich unsere geplante ,Weihnachtsstadt Höchstadt’“ an den Start gehen.“