Zusage
Martinikirchweih ja, aber mit Einschränkungen
Die Martinikirchweih hat in Herzogenaurach eine lange Tradition.
Die Martinikirchweih hat in Herzogenaurach eine lange Tradition.
Foto: isslerimages
Herzogenaurach – In Herzogenaurach kehrt die Martinikirchweih zurück. Ganz so wie vor der Corona-Pandemie wird sie aber nicht ablaufen.

Die Erleichterung ist den Verantwortlichen im Rathaus anzumerken. „Im grauen November wird es in Herzogenaurachs Innenstadt nach einem Jahr Pause wieder bunt“, heißt es da in einer Pressemitteilung aus dem Ordnungsamt. Und weiter: „Buden und Schausteller sorgen vom 5. bis 8. November für gute Stimmung bei der Herzogenauracher Martinikirchweih“.

Auch Nachfrage im Ausschuss

Wie sehr sich die Bevölkerung nach einer positiven Nachricht sehnt, verdeutlichte auch CSU-Stadtrat Bernhard Schwab in der Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses am Donnerstagabend. Er bat, obwohl diese Frage inhaltlich in den Ausschuss gar nicht passte, den Bürgermeister um Antwort auf die Frage: „Gibt’s eine Martinikirchweih in diesem Jahr?“ German Hacker sagte Ja und verwies auf nähere Informationen aus dem Rathaus in Bälde.

Die Martinikirchweih hat in Herzogenaurach eine lange Tradition.
Die Martinikirchweih hat in Herzogenaurach eine lange Tradition.
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Diese versandte Gerd Lorenz als Leiter des Ordnungsamts am Freitagvormittag. Am Freitag, 5. November, wird die Martinikirchweih um 17 Uhr offiziell eröffnet, schreibt er. Ganz so wie es in Zeiten vor der Corona-Pandemie gewesen ist.

Zugangskontrollen und Begrenzung auf tausend Besucher

Allerdings gibt es Einschränkungen. Weil die Pandemie eben doch noch nicht überstanden ist. Und es diesbezüglich noch Regelungen für das öffentliche Leben gibt.

So ist die Besucherzahl während der Kirchweih auf 1000 Personen begrenzt, berichtet Lorenz. Deswegen gibt es, wie auch schon Bürgermeister Hacker im Ausschuss angedeutet hatte, entsprechende Zugangskontrollen.

Die Anzahl der Personen muss überprüft werden.

Martini-Ritt muss entfallen

In der Pressemitteilung aus dem Rathaus heißt es weiter: „Der Zugang steht aber grundsätzlich allen Bürgerinnen und Bürgern und Gästen offen“. Das gelte jedoch vorbehaltlich heute unabsehbarer rechtlicher Vorgaben.

Die Martinikirchweih hat in Herzogenaurach eine lange Tradition.
Die Martinikirchweih hat in Herzogenaurach eine lange Tradition.
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Und noch eine Einschränkung teilt die Stadt mit. „Aufgrund der Pandemie kann leider auch in diesem Jahr der traditionelle Martini-Ritt mit Laternenumzug nicht stattfinden“, wird berichtet. Das wäre ein zu enger Kontakt mit zu vielen Menschen. Der verkaufsoffene Sonntag hingegen darf stattfinden. Am 7. November laden die Geschäfte im gesamten Stadtgebiet von 13 bis 18 Uhr zum Bummeln ein, heißt es. Am gleichen Tag ist in diesem Zeitraum auch die Tourist Information geöffnet. Die Stadt wirbt in eigener Sache: Angeboten werden dort neben Informationen zur Stadt auch Souvenirs, „vom Kaffeebecher über praktische Regenschirme bis hin zu kuscheligen Duschhandtüchern“.

Seit 1764 kalte Kerwa

Gerd Lorenz erinnert in der Pressemitteilung an die Anfänge der „kalten Kerwa“. Seit 1764 wird im November die Herzogenauracher Martinikirchweih gefeiert. 250 Jahre frostiges Herbstwetter konnten der guten Laune keinen Abbruch tun, wird berichtet, aber die Corona-Pandemie schaffte das im letzten Jahr. Heuer jedoch lasse sich in der Altstadt bei warmen Getränken, Losen, Fahrgeschäften und Spielen wie Entenangel wunderbar ein bisschen Kälte „wegwärmen“.

Im Dezember geht’s weiter: Auch der Lebendige Adventskalender und der Weihnachtsmarkt sollen, wie bereits berichtet, stattfinden können, sagte Bürgermeister Hacker.

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