Interview
Musikalische Früherziehung: Von wegen Katzenmusik!
Angelika Dresel bringt die Kinder spielerisch zur Musik. Hier geht es um Katzen, die Mäuse fangen.
Angelika Dresel bringt die Kinder spielerisch zur Musik. Hier geht es um Katzen, die Mäuse fangen.
Foto: Johanna Blum
Höchstadt a. d. Aisch – Mit musikalischer Früherziehung kann man schon im Babyalter beginnen. Lehrerin Angelika Dresel erläutert Details zu den Kursen.

In der Musikschuole Höchstadt nehmen die Gruppen wieder den gemeinsamen Unterricht auf. Auch die musikalische Früherziehung mit Angelika Dresel geschieht wieder live. Die engagierte Lehrerin stellte sich und ihr Programm in einem Gespräch vor.

Welche musikalische Vorbildung bringen Sie mit, und war Musik schon immer Ihr Fach – auch als Schülerin?

Angelika Dresel: Meine pädagogische Ausbildung – Erfahrungen auch in der Erziehungsberatungsstelle sowie in der Jugendarbeit – und die musikalische Ausbildung mit Schwerpunkt Musikalische Früherziehung sind eine optimale Kombination und eine gute Basis für Musikschularbeit. Ich studierte an der Universität Bamberg mit dem Abschluss staatlich geprüfte Musiklehrerin für musikalische Früherziehung und Diplom Sozialpädagogin. Meine Ausbildung in Rhythmik, Tanz, Orff und Blockflöte erfolgte unter anderem bei Prof. Dr. W. Spindler. Die Musik hat mich schon als Kind selbst sehr berührt.

Seit wann unterrichten Sie an der Musikschule – macht es Ihnen Spaß?

Nach dem Studium 1985. Zu Beginn unterrichtete ich auch parallel an anderen Musikschulen. Es bereitet mir immer noch Freude und Spaß und ich bin nach wie vor sehr motiviert! Ich habe auch die Zeit im Lockdown für Webinare genutzt. In der Anfangszeit hatte ich bereits Eltern-Kind-Unterricht angeboten. Da war das noch gar nicht Trend.

In welchem Alter können Kinder bei Ihnen beginnen und welche Voraussetzungen müssen sie mitbringen?

Schon im Babyalter – zusammen mit einer Begleitperson – kann man mit der musikalischen Früherziehung beginnen. Es braucht keine speziellen Vorkenntnisse. Der Kurs richtet sich immer nach dem Alter und dem Entwicklungsstand. Inklusion ist auch für mich Thema. Wir haben einen Aufzug.

Wie sehen die Unterrichtszeiten aus?

Der Kurs dauert normalerweise ein Schuljahr (Ferien wie die Schule). Beim kreativen Kindertanz gibt es auch Trimester. Bis zum Ende der Probezeit kann man jederzeit vom Vertrag zurücktreten und ebenso z. B. bei Wegzug. Meist finden die Kurse an den Wochentagen nachmittags statt.

Wann und wo kann man sich anmelden?

Die Anmeldungen liegen jetzt im Büro der VHS, auf der Stadt, im nächsten Amtsblatt, in manchen Kindergärten und am Eingang der Kulturfabrik auf. Man kann sich auch per Fax und Mail anmelden. Natürlich kann man die Anmeldung auch direkt bei den Lehrkräften abgeben oder aber auch von der Homepage herunterladen. Auch Probestunden sind nach Voranfrage möglich. Anmeldeschluss ist 16. Juli. Die Musikschule befindet sich in der Fortuna Kulturfabrik in Höchstadt. Da habe ich für die Früherziehung einen wirklich großen, schönen und geeigneten Raum mit einer sehr guten Ausstattung. Ich freue mich schon auf den 20. September 2021 und auf euer Kommen. Schnuppert doch mal rein!

Auch Gerhard Geuder, der Leiter der Musikschule, meldet sich noch zu Wort: „Der Unterricht an der Musikschule ist online sehr gut gelaufen, auch wenn er natürlich den ,normalen‘ Unterricht nicht gleichwertig ersetzen kann. Vom Verbot von Gruppenunterricht waren vor allem Früherziehung, Rockband und Jazzchor betroffen. Hier freuen wir uns um so mehr, dass jetzt wieder alles angelaufen ist. Ich denke, im Herbst werden wir durch die Impfungen so weit sein, dass es weiterhin aufwärts geht.

Alternativen fürs Sommerkonzert

Durch die Beschränkungen für große Gruppen können wir leider kein großes Sommerkonzert planen. Stattdessen gibt es jeden Sonntag ab dem 27. Juni um 11 Uhr eine offene Bühne im Hof am Heizhaus an der Fortuna-Kulturfabrik. Dort spielen dann Solisten und kleinere Gruppen eine knappe Stunde lang. Dies wird ein wenig im Stil von Straßenmusik sein, also recht locker ablaufen. Wir von der Musikschule sind sehr froh, dass die Schüler und Eltern zu fast 100 Prozent dabeigeblieben sind, beim doch etwas erschwerten Online-Unterricht so toll mitgemacht haben und hoffen natürlich, dass sie auch im kommenden Jahr weiterhin viel Musik an der Musikschule machen.

Die Fragen stellte Johanna Blum.

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