Lebensgefahr
CO-Melder schlägt an: Bewohner gerettet
Der CO-Melder der Rettungswagenbesatzung schlug beim Betreten der Wohnung sofort an und zeigte ein starke Erhöhung des geruchlosen Gases.
Der CO-Melder der Rettungswagenbesatzung schlug beim Betreten der Wohnung sofort an und zeigte ein starke Erhöhung des geruchlosen Gases.
Stefan Pechtl/BRK Erlangen-Höchstadt
F-Signet von Redaktion Fränkischer Tag
Erlangen – Der Rettungsdienst hat am Sonntagabend in Erlangen fünf Personen aus einer Wohnung gerettet und vor dem Erstickungstod bewahrt.

In der Wohnung war geruchloses Gas ausgetreten, heißt es in einer Pressemitteilung des Bayerischen Roten Kreuzes.

Um 23.33 Uhr wurde ein Rettungswagen (RTW) des Bayerischen Roten Kreuzes Erlangen-Höchstadt durch die Integrierte Leitstelle Nürnberg (ILS) zu dem Notfall in die Erlanger Südstadt entsandt. Dem Meldebild war eine neurologische Erkrankung zu entnehmen.

Ein lauter Alarmton

Seit einigen Jahren führen die Rettungswagen in Bayern Kohlenstoffmonoxid-Warner mit sich, welche kontinuierlich die Luft auf den CO-Gehalt messen und bei Erreichen kritischer Werte einen lauten Alarmton abgeben. CO hat die Eigenschaft, Sauerstoff im Blut zu verdrängen und so zu einer „inneren Erstickung“ zu führen.

Der CO-Melder der RTW-Besatzung schlug beim Betreten der Wohnung sofort an und zeigte ein starke Erhöhung des geruchlosen Gases. Unverzüglich prüfte die Besatzung die Plausibilität des Alarms und brachte die fünf anwesenden Personen ins Freie. Weiterhin wurden ein weiterer Rettungswagen, der Notarzt, der Einsatzleiter Rettungsdienst (ELRD) und die Feuerwehr nachgefordert.

 Symptome einer CO-Vergiftung

Beim Eintreffen des Einsatzleiters am Einsatzort wurde die aktualisierte Lage mitgeteilt, dass von den fünf Bewohner mindestens drei Symptome einer CO-Vergiftung zeigten. Der ELRD ließ daher zwei weitere Rettungswagen alarmieren und an der Einsatzstelle in Bereitstellung gehen.

Zwischenzeitlich erfolgte eine Lageerkundung und Absprache mit dem Rettungsdienst, dem Notarzt und dem Einsatzleiter der Feuerwehr. Aufgrund der Gegebenheiten konnte auf ein isoliertes Ereignis in der Wohnung der fünf Patienten geschlossen werden. Weitere Bewohner des Mehrparteienhauses waren somit nicht gefährdet.

Alle fünf Bewohner kamen in die Klinik

Nach einer Sichtung und Messung des Patienten-CO-Wertes mittels eines entsprechend auf dem Notarzteinsatzfahrzeug mitgeführten Messgerätes entschied der Notarzt, alle fünf Bewohner in die Klinik transportieren zu lassen. Hierzu wurden Betten in drei örtlichen Klinken organisiert und belegt.

Laut Rotem Kreuz habe sich die Anschaffung der CO-Warner und das stetige Mitführen bei allen Einsätzen bewährt und in diesem Fall vermutlich fünf Menschenleben gerettet.

Lesen Sie auch: 

Inhalt teilen

Oder kopieren Sie den Link: