Corona und die Moral
Ethiker: "Stigmatisierung Ungeimpfter ist töricht"
Vor dem Thüringer Landtag  protestierte   Mitte November eine Frau gegen die   2G-Pflicht in vielem Bereichen des öffentlichen Lebens.
Vor dem Thüringer Landtag protestierte Mitte November eine Frau gegen die 2G-Pflicht in vielem Bereichen des öffentlichen Lebens.
Foto: Martin Schutt, dpa
Erlangen – Er sagt, auch eine durchgeimpfte Gesellschaft würde die Pandemie nicht sofort besiegen. Warum ein Seuchenhistoriker vor zu viel Moral und Panik warnt.

Karl-Heinz Leven leitet an der Friedrich-Alexander-Universität in Erlangen das Institut für Geschichte und Ethik in der Medizin. Der Schwerpunkt von Levens Forschungsarbeit liegt auf der Geschichte der Seuchen und der Geschichte der Medizinethik. 2011 wurde Leven zum Mitglied der nationalen Wissenschaftsakademie Leopoldina ernannt. Das große Schreckenswort unserer von Corona verdüsterten Tage lautet Triage. Gab es in Friedenszeiten in Deutschland schon einmal eine Triage? Karl-Heinz Leven: Man muss unterscheiden zwischen dem Wort, der ...

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