Thema Sucht
Sucht: Von Abhängigkeit und Krankheit
Ehemalige Suchtkranke zeigen Wege auf, wie die Abhängigkeit überwunden werden kann: Katrin, Merlin, Sascha und Heinz (vorne von rechts) referierten in der FOM-Hochschule im Studienfach Gesundheits- und Medizinpädagogik.
Ehemalige Suchtkranke zeigen Wege auf, wie die Abhängigkeit überwunden werden kann: Katrin, Merlin, Sascha und Heinz (vorne von rechts) referierten in der FOM-Hochschule im Studienfach Gesundheits- und Medizinpädagogik.
Michael Thiem
F-Signet von Redaktion Fränkischer Tag
Lauf – Lebensgeschichten präsentierten ehemalige Suchtkranke vor Studierenden der FOM-Hochschulen zum Jahreswechsel in Nürnberg.

Im Rahmen des Studienfachs Gesundheits- und Medizinpädagogik klärten sie anhand der eigenen Lebensläufe darüber auf, wie sich Suchtmittelkonsum zu einer Abhängigkeit und schließlich einer behandlungsbedürftigen Krankheit entwickelt.

Verschiedene Therapieansätze vorgestellt

Gleichzeitig stellten sie auch verschiedene Therapieansätze vor, über die der Weg aus der Suchtabhängigkeit gelingen kann. „Das umfangreiche Wissen rund um die Sucht, das die vier Betroffenen besitzen, resultiert dabei nicht nur aus dem eigenen Erleben, sondern auch aus erlerntem Wissen“, führte Michael Thiem, Leiter des Therapiezentrums Laufer Mühle, in seinem Einführungsvortrag in der Hochschule aus.

Soziotherapeutischer Assistent/IHK

Katrin, Sascha, Heinz und Merlin stehen nämlich gerade kurz vor dem Abschluss der beruflichen Qualifikationsmaßnahme „Soziotherapeutischer Assistent/IHK“, die die Absolventen bemächtigt, zukünftig in therapeutischen Einrichtungen Beratungs- und Betreuungsaufgaben zu übernehmen. Ebenso werden die Qualifikanten dazu ausgebildet, im Rahmen des betrieblichen Gesundheitsmanagements präventive Maßnahmen zu planen und durchzuführen.

„Ich freue mich, dass mir diese IHK-Weiterbildung eine sinnvolle Berufsperspektive bietet“, sagte Merlin. Katrin ist stolz, dass sie ihr „Erfahrungswissen nun an Menschen weitergeben und ihnen so helfen kann, die Sucht zu überwinden“.

Kurz vor der Festanstellung

Merlin und Heinz stehen ebenfalls kurz vor einer Festanstellung in den Sozialen Betrieben der Laufer Mühle und möchten dort als „lebende Beispiel wirken, wie Suchtabhängigkeit überwunden wird“. Die Studierenden bedankten sich mit großem Applaus sowohl für die Offenheit, mit der die vier Einblicke in ihre Lebensverhältnisse gaben, als auch für das kompakte Wissen rund um die Sucht, das die Gastreferenten „authentisch und empathisch“, so Dozentin Regina Lutz, vermitteln hätten.

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