Corona
Impfstart in der Herzogenauracher Turnhalle
Marianne Maier aus Weisendorf ist geimpft. Arzthelferin Ines Dittmar klebt noch schnell ein Pflaster drauf.
Marianne Maier aus Weisendorf ist geimpft. Arzthelferin Ines Dittmar klebt noch schnell ein Pflaster drauf.
Foto: Bernhard Panzer
Herzogenaurach – Die Außenstelle Herzogenaurach hat am Dienstag ihren Betrieb aufgenommen. Bis zu 400 Personen sollen am Tag geimpft werden können.

Dreihundert Impfungen hatte man sich für den Impfauftakt in der Turnhalle der Mittelschule vorgenommen. Dort hat gestern die Herzogenauracher Außenstelle des Impfzentrums Erlangen ihren Betrieb aufgenommen, heute folgen zwei weitere in Höchstadt und Eckental nach.

"Wir haben das für den ersten Tag etwas niedriger angesetzt", sagte Bodo Birk, Manager des Impfzentrums. Später sollen es 375 bis 400 sein, hinzu könnten weitere 400 bis 500 Dosen in den Herzogenauracher Hausarztpraxen kommen. Aus den anfangs zwei Tagen in der Herzogenauracher Außenstelle - der nächste Termin ist am Samstag - sollen schon kommende Woche drei werden. Möglich wären aber auch bis zu sieben Impftage pro Woche .

Die vier zentralen Stellen und die Hausärzte stehen also in den Startlöchern. Im Erlanger Impfzentrum nebst seinen drei Filialen könnten 2000 Impfungen täglich geleistet werden, sagte der Erlanger Oberbürgermeister Florian Janik. Was fehlt, ist der Impfstoff in ausreichenden Mengen. "Ich hoffe, dass nach den Ankündigungen nun auch die Lieferungen kommen", betonte er.

German Hacker, Florian Janik und Alexander Tritthart beim Ortstermin.
German Hacker, Florian Janik und Alexander Tritthart beim Ortstermin.
Foto: Bernhard Panzer

Es herrschte reger Betrieb am Dienstagnachmittag in der Schulsporthalle, als sich die politisch Verantwortlichen vor Ort umschauten und vom gelungenen Auftakt überzeugten. Neben dem Erlanger OB war Landrat Alexander Tritthart gekommen, und als Gastgeber Herzogenaurachs Bürgermeister German Hacker. Manch Bekannten traf man da an, auch aus den Nachbargemeinden.

Beträgt der Einzugsbereich der Stadt Herzogenaurach doch rund 43 000 Menschen. Tritthart, der Weisendorfer, begrüßte den neuen Bürgermeister seiner Heimatgemeinde, Karl-Heinz Hertlein. Er begleitete seine Mutter zum Impfen. Und mit Georg Maier kam ein Weisendorfer Urgestein. Der "Bibo" begleitete seine Frau Marianne.

Bis Sommer sollen alle geimpft sein

Freilich ist der Ort der Impfung inzwischen nicht mehr vorgegeben. Innerhalb der vier Stellen kann man frei wählen, erzählten die Politiker beim Presserundgang. Das ist eine neue Regelung, um die Vorgänge zu beschleunigen. Wenn tatsächlich genügend Impfstoff eintrifft, dann werde man die Bevölkerung bis zum Sommer geimpft haben. Der Herzogenauracher Bürgermeister sprach schon mal salopp von der Sommerkirchweih, so sie denn stattfinden darf.

Fakt ist laut Hacker: "Wenn der Impfstoff kommt, ist der Spuk relativ schnell vorbei." Geimpft wurde zum Auftakt Astrazeneca, am Samstag wird es Biontec sein. Vorwiegend kommen zurzeit Personen ab 77 Jahren, aus der Prioritätsstufe 2, an die Reihe. Die Prio 1 sei so gut wie abgeschlossen. Die Verantwortlichen verdeutlichten, dass es keinen Sinn mache, auf Verdacht ins Impfzentrum zu kommen. Ohne Termin gibt's keine Impfung, sagte Janik. "Wir sind keine Restebörse". Zudem solle sich jetzt Jeder registrieren lassen, unabhängig vom Alter.

In fünf Schritten zur Impfung

Zuständig für die Außenstellen im Landkreis ist das Impfzentrum Erlangen und damit die Stadt Erlangen respektive deren Kulturamt. Bodo Birk ist gewissermaßen vom Kulturmanager zum Impfmanager geworden. Die Außenstellen sind ein Abbild der Zentrale, im gleichen Design, mit dem gleichen Ablauf. Fünf Stationen werden durchlaufen. Das Impfen selbst wird vor Ort vom ASB geregelt. Das rund 20-köpfige Personal in Herzogenaurach wird aus vier Abteilungen gespeist. Mit am Start war auch die Herzogenauracher Ärzteschaft.

Im Bereich des Impfzentrums Erlangen, also in der Stadt Erlangen und im Landkreis Erlangen-Höchstadt, wurden bis gestern 58 610 Impfungen durchgeführt. Darunter sind bereits rund 18 000 Zweitimpfungen.

Am Herzogenauracher Impfzentrum stehen zahlreiche Parkplätze zur Verfügung: