Nach dem Hochwasser
Jungfischer rettet Riesenkarpfen
Jungfischer Luis Fink rettete diesem zehn Pfund schweren Karpfen das Leben.
Jungfischer Luis Fink rettete diesem zehn Pfund schweren Karpfen das Leben.
Foto: Paul Neudörfer
Höchstadt a. d. Aisch – Die Fischereivereine im Aischgrund suchen nach gestrandeten Fischen rund um die Aisch.

So schnell das Hochwasser gekommen war, so schnell war es wieder im Flussbett der Aisch verschwunden. Mitglieder der Fischereivereine im Aischgrund waren am Wochenende aktiv, um die Fischnacheile einzusammeln. Fischnacheile nennen Fachleute den Fischfang auf überfluteten Grundstücken.

Vom Höchstadter Fischereiverein machten sich verschiedene Einzelpersonen und Gruppen mit Kescher und Eimer auf den Weg, um gestrandete Tiere in und entlang der Gräben zu bergen. In den Gräben stand noch viel Wasser.

Mitglieder des Höchstadter Fischereivereins bei der Fischnachlese
Mitglieder des Höchstadter Fischereivereins bei der Fischnachlese
Foto: Paul Neudörfer

Unrat beseitigt

Luis Fink fand einen Karpfen mit über zehn Pfund, auch Fritz Ottlinger und Wasserwart Sebastian Baum entdeckten zwei Schleien und eine Karausche. Tausende Kleinfische tauchten im Dückergraben auf.

Dieser Graben fließt über ein Rohr unter die Aisch hindurch und dann über einen offenen Graben wieder in die Aisch. Hier merkten die Petrijünger, dass der Durchlass mit viel Unrat verstopft ist, der beseitigt werden musste. Die vielen Kleinfische würden sonst nicht überleben. Da den Fischern Artenschutz wichtig ist, kam dafür ein weiterer Arbeitstrupp zum Einsatz.

Zwei tote Fische im Kescher
Zwei tote Fische im Kescher
Foto: Paul Neudörfer

Sauerstoffmangel

Wasserwart Baum und sein Vertreter Richard Willert meinten, dass es mit weniger Wasser und Sonnenschein Sauerstoffprobleme für die Tiere geben könnte. Von der Greienmühle bis nach Gremsdorf tauchten einige tote Fische auf, obwohl sie äußerlich noch gesund aussahen. Als Ursache machten die Fischer den Sauerstoffmangel aus.

Jungfischer im Einsatz
Jungfischer im Einsatz
Foto: Paul Neudörfer

Hinderlich nicht nur für Fischer und Fische sind die Verkrautungen der meisten Gräben. „Uns tut jeder Fisch leid, der verendet ist, denn neben Artenschutz stehen wir auch für den Tierschutz ein und zudem sind Fische ein Lebensmittel“, meinte der Vorsitzende Klaus Müller.

Mit Kescher und Eimer ausgestattet ging es an die Arbeit.
Mit Kescher und Eimer ausgestattet ging es an die Arbeit.
Foto: Paul Neudörfer