Beim Aischparkcenter
Foodtrucks in Höchstadt: Was brutzelt da denn?
Sabrina Alija aus Forchheim kam mit ihrem „Busssini“, ein umgebauter Citroën-HY-Oldtimer, Baujahr 78, zum Foodtruckfestival in Höchstadt.
Sabrina Alija aus Forchheim kam mit ihrem „Busssini“, ein umgebauter Citroën-HY-Oldtimer, Baujahr 78, zum Foodtruckfestival in Höchstadt.
Foto: Britta Schnake
Claudio Hartung aus Ulm ist mit einem Cocktailbus am Start.
Claudio Hartung aus Ulm ist mit einem Cocktailbus am Start.
Foto: Britta Schnake
F-Signet von Britta Schnake Fränkischer Tag
Höchstadt a. d. Aisch – Auf dem Foodtruckfestival gab es erstmals auch kleinere Portionen zum Probieren, dass die Besucher nicht gleich am ersten Stand gesättigt sind.

Beginn des zweiten Foodtruckfestivals auf dem Parkplatz des Höchstadter Aischparkcenters war zwar um 12 Uhr, doch bereits 15 Minuten später wuselte es nur so vor hungrigen Menschen. 17 Imbisswagen sind es dieses Jahr laut Veranstalter Robert Steinbach, „die meisten aus Bayern“, wie er erläutert. Seit acht Jahren veranstaltet er Foodtruckfestivals. Jetzt ist auch wieder mehr los.

Sabrina Alija aus Forchheim und ihr "Busssini", ein umgebauter Citroen HY-Oldtimer Baujahr ´78.
Sabrina Alija aus Forchheim und ihr "Busssini", ein umgebauter Citroen HY-Oldtimer Baujahr ´78.
Foto: Britta Schnake

„Die Leute haben weniger Angst rauszugehen“, sagt Steinbach mit Blick auf Corona. Aufgrund der Inflation haben die Preise etwas angezogen: Laut Steinbach liegen sie um fünf bis zehn Prozent höher als im Vorjahr.

Claudio Hartung aus Ulm ist mit einem Cocktailbus am Start.
Claudio Hartung aus Ulm ist mit einem Cocktailbus am Start.
Foto: Britta Schnake

Neu sind sogenannte „Taster“, kleinere Portionen zum Probieren, die an allen Trucks für vier Euro zu haben sind. So kann man sich durch mehrere Foodtrucks futtern und streicht nicht gleich nach dem ersten die Segel, weil das Sättigungsgefühl einen erschlägt.

Livemusik auf der Bühne

Livemusik gab es schon letztes Jahr, „doch dieses Jahr haben wir auch eine Bühne“, berichtet Steinbach stolz. Auch der Kinderbereich wurde vergrößert, „Früher war das was für junge Leute, aber nun ist das mehr ein Familienfestival“, stellt er fest.

Rudi Szotkobski (79) und Alfons Dittrich (60) mit ihren Rollern. Die Freunde lassen sich ihre Döner schmecken.
Rudi Szotkobski (79) und Alfons Dittrich (60) mit ihren Rollern. Die Freunde lassen sich ihre Döner schmecken.
Foto: Britta Schnake
Jürgen, Thomas und Karin Welz lassen sich Burger schmecken.
Jürgen, Thomas und Karin Welz lassen sich Burger schmecken.
Foto: Britta Schnake
Die Sonne lacht beim Foodtruckfestival in Höchstadt.
Die Sonne lacht beim Foodtruckfestival in Höchstadt.
Foto: Britta Schnake
Die Sonne lacht beim Foodtruckfestival in Höchstadt.
Die Sonne lacht beim Foodtruckfestival in Höchstadt.
Foto: Britta Schnake

Sandrina Frohring aus Oberreichenbach ist mit Mann Martin und den Jungs Felix (3) und Jonas (1) das erste Mal bei einem Foodtruckfestival. Felix hält sich an seiner Kartoffelchipstüte fest, damit sie ihm ja keiner mopst. Dass so ein Festival keine Frage des Alters ist, beweisen Alfons Dittrich (60) und Rudi Szotkobski (79). Szotkobski ist die 25 Kilometer von Waizendorf bei Bamberg mit seinem Roller zu seinem Freund nach Wiesendorf gefahren. Die beiden lassen sich einen Döner schmecken. Seit zwölf Jahren sind sie befreundet, so ein Festival besuchen sie jedoch zum ersten Mal.

Neugier und Hunger

Familie Welz aus Höchstadt hat es zu den Burgern gezogen. „Die Neugier und der Hunger haben mich hergetrieben“, sagt Jürgen Welz. Er und sein Sohn Thomas lassen sich einen Chiliburger schmecken, Karin Welz reicht ein Cheeseburger. Die Preise für die Burger liegen laut Jürgen Welz „gerade noch an der Grenze“. Seit sieben Jahren erhält man solche bei „Rosas Burgerbox“ aus Verden. Der Besucher staunt nicht schlecht, wenn sich Rosa schließlich als Mann entpuppt.

eranstalter Robert Steinbach und die Jungs von Tru Vibez, die für Stimmung sorgen
eranstalter Robert Steinbach und die Jungs von Tru Vibez, die für Stimmung sorgen
Foto: Britta Schnake
Felix (3) schmecken seine Kartoffelchips. Er ist mit Mama Sandrina, Papa Martin und Bruder Jonas (1) vor Ort.
Felix (3) schmecken seine Kartoffelchips. Er ist mit Mama Sandrina, Papa Martin und Bruder Jonas (1) vor Ort.
Foto: Britta Schnake
Rosa und Sebastian Müller von "Rosas BurgerBox"
Rosa und Sebastian Müller von "Rosas BurgerBox"
Foto: Britta Schnake

Der Cocktailbus von Claudio Hartwig aus Ulm zieht die Blicke der Durstigen auf sich. Seit vier Jahren kann man ihn und seinen Bus buchen. Ein Hingucker ist der „Busssini“-Truck von Sabrina Alija. „Die drei S stehen für Schwester, Schwester, Schwager“, wie sie erläutert. Die 27-jährige Forchheimerin hat das Start-up 2020 als Familienunternehmen gegründet. „Den Oldtimer Citroën HY, Baujahr 78, habe ich mit Hilfe der Familie selbst zu einem Kaffeebus umgebaut“, berichtet sie stolz.. Wenn sie nicht im Truck steht, unterrichtet Alija als Lehrerin an der Berufsschule für Pflege in Erlangen. „Wir bilden Krankenschwestern aus“, sagt sie. Geht Kaffee überhaupt an einem warmen Tag wie heute? „Aber sicher“, sagt Alija, „erst essen die Leute, dann kommt der Kaffeeansturm.“

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