Kirche
Höchstadter Sternsinger zeigen viel Engagement
Landrat Alexander Tritthardt (l.) zeigte sich beim Besuch der Sternsinger im Höchstadter Schloss beeindruckt vom Einsatz der Kinder und Jugendlichen.
Landrat Alexander Tritthardt (l.) zeigte sich beim Besuch der Sternsinger im Höchstadter Schloss beeindruckt vom Einsatz der Kinder und Jugendlichen.
Landratsamt
F-Signet von Redaktion Fränkischer Tag
Höchstadt a. d. Aisch – Die Höchstadter Sternsinger ziehen positive Bilanz: Über 40 Gruppen waren im Pfarreienverband unterwegs.

Zufrieden zeigten sich die Organisatoren der Höchstadter Sternsingeraktion. Über 40 Gruppen waren im Pfarreienverband unterwegs, heißt es in einer Pressemitteilung des Pfarramtes. An zwei Tagen sammelten 100 Kinder und Jugendliche jeweils sechs Stunden lang in ihren Sammelgebieten in Höchstadt.

Dabei begleiteten die Eltern der Sternsinger abwechselnd ihre Schützlinge, um sie zu motivieren, den richtigen Weg zu weisen, und um mit heißen Getränken und einer Brotzeit zwischendurch eine Stärkung zu reichen. Zwei Mütter sprangen spontan ein, als Kinder ausfielen, verkleideten sich, sprachen die Segenstexte und sangen das Dreikönigslied mit, damit die Gruppe wieder vollständig war.

Julia Kleebauer (Mitte) war selbst schon als Sternsinger unterwegs. In diesem Jahr begleitete sie erstmals ihre Tochter Leonora bei der Aktion. Pfarrer Kilian Kemmer freut sich über das Engagement der beiden.
Julia Kleebauer (Mitte) war selbst schon als Sternsinger unterwegs. In diesem Jahr begleitete sie erstmals ihre Tochter Leonora bei der Aktion. Pfarrer Kilian Kemmer freut sich über das Engagement der beiden.
Stefan Reißberger

Stadtpfarrer Kilian Kemmer sprach davon, dass es sich längst auch um eine Elternaktion handelt. „Ohne die Unterstützung der Eltern mit ihren Bring-, Hol- und Fahrdiensten, ihrer Begleitung und Unterstützung ginge gar nichts mehr.“

Landrat Alexander Tritthardt zeigte sich beim Besuch der Sternsinger im Höchstadter Schloss beeindruckt von einem solch umfassenden und vielseitigen ehrenamtlichen Engagement unterschiedlicher Altersgruppen. Lukas und Martina Schwägerl vollbrachten eine logistische Meisterleistung für das Höchstadter Stadtgebiet.

Das Erstellen von Plänen mit den gekennzeichneten Straßenzügen, die Zuteilung der 54 Sammelgebiete für die jeweiligen 27 Gruppen klappten genauso wie die Vorbereitung der 100 Gewänder, der Sammelbüchsen und der Sterne. Ihre vielen Süßigkeiten teilten die Sternsinger dank der Initiative von Waltraud Brinkel mit dem Höchstadter Lebensmittelpunkt. Nicht wenige spendierten sogar ihr „Trinkgeld“: „Wir haben doch viel mehr als die Kinder in Indonesien“, war dabei oft zu hören.

Drei Gruppen in Sterpersdorf

Elf zusätzliche Gruppen waren am Dreikönigstag für die Pfarrei Etzelskirchen mit den Ortsteilen Saltendorf, Bösenbechhofen und Medbach unterwegs. Edgar Litz mit seinem Team freute sich ebenso, dass nach der Corona-Zwangspause endlich wieder Besuche an jedem Haus möglich waren. In Sterpersdorf sandte Pater Wolfgang Schumacher drei Gruppen aus, die in Greiendorf, Schwarzenbach, Weidendorf, Ailersbach und Sterpersdorf unterwegs waren. Kerstin Buisker und ihr Helferstab zeigten sich froh, wieder alle Ortsteile erreicht zu haben.

In der St.-Ägidius-Pfarrei in Gremsdorf schickte Diakon Georg Paszek die Sternsinger auf ihren Weg. Neben der Ortsgemeinde Gremsdorf freuten sich auch die Bewohner von Poppenwind, Krausenbechhofen und Buch über den Besuch der Kinder. Marianne Mader und ihr Unterstützerkreis sorgten für einen reibungslosen Ablauf.

Die Höchstadterin Julia Kleebauer, Mutter einer Sternsingerin, erinnert sich noch an ihre eigene Sternsingerzeit − so wie viele der diesjährigen Eltern. In ihren Kindertagen gab es ein Zeltlager auf dem Sonnenstuhl als Dank für den Sternsingereinsatz, erinnert sie sich. Wenn die diesjährigen Sternsinger ihre gewaschenen Gewänder wieder abgeben, erfahren auch sie, welche Überraschung sich die Pfarrei heuer als Dankeschön ausgedacht hat.

Lonnerstadt war die Ausnahme

Einzig aus der Gemeinde Lonnerstadt gab es heuer keine Kinder, die den Dreikönigseinsatz unterstützten. Die Ortsteile Mailach, Fetzelhofen und Ailsbach empfingen zwar den Besuch jugendlicher Dreikönige. In der Marktgemeinde selbst verteilen allerdings Mitglieder des Höchstadter Pfarrgemeinderates am Samstagvormittag den Neujahrssegen für die Lonnerstadter Haushalte.

Das Sternsingerprojekt für Bildungs- und Gesundheitsmaßnahmen zugunsten von Kindern und Jugendlichen in Indonesien kann noch eine Woche per Überweisung unterstützt werden. Spenden gehen an die die katholische Kirchenstiftung Höchstadt mit der IBAN: DE 69 7635 0000 0430 008292.

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