Mühlhausen
Konzert des La-Roche-Quartetts wird verschoben.
Das Konzert findet im Betsaal der ehemaligen Synagoge Mühlhausen statt.
Das Konzert findet im Betsaal der ehemaligen Synagoge Mühlhausen statt.
Foto: Irina Gerschmann
Mühlhausen – Das Konzert in der ehemaligen Synagoge Mühlhausen muss verschoben werden. Ein Ersatztermin wird rechtzeitig bekannt gegeben.

Eigentlich war das bunte Potpourri an unterhaltenden Werken jüdischer Komponisten für den Sonntag, 26. Juni, im barocken Gebäude der ehemaligen Synagoge Mühlhausen ab 15 Uhr geplant. Doch aufgrund einer Corona-Erkrankung muss es vorerst abgesagt werden. Der Veranstalter wird den Ersatztermin in wenigen Tagen bekannt geben. Die Infos finden sich auf der Webseite www.synagoge-muehlhausen.de.

Erwin Schulhoff, Pavel Haas, Gideon Klein, Viktor Ullmann und Hans Krása – das sind Komponisten, die als Opfer des NS-Regimes zu Lebzeiten nicht die ihrem Talent und ihrer Leistung angemessene Würdigung erfahren haben. Diesen Komponisten posthum Gehör zu verschaffen und ihre Bedeutung in der Musikwelt zu sichern, ist das besondere Anliegen des Streicherensembles La-Roche-Quartett. Der gemeinnützige Verein Forum Alte Synagoge Mühlhausen lädt ein, zusammen mit dem Streicherensemble diese in Vergessenheit geratenen Komponisten wiederzuentdecken.

Das Ensemble La-Roche-Quartett
Das Ensemble La-Roche-Quartett
Foto: La-Roche-Quartett

Das 1988 gegründete Quartett besteht aus Pinchas von Piechowski (1. Violine), Dennis Posin (2. Violine), Birgit Glas (Viola) sowie Ingibjörg Schwarze (Violoncello) und blickt auf eine erfolgreiche Konzerttätigkeit im In- und Ausland zurück. Zum Programm des Ensembles gehören neben den vergessenen jüdischen Komponisten auch jüdische Komponisten und Textdichter, die die Musik des Broadways und der Musicals und auch die amerikanische klassische Musik im 20. Jahrhundert stark geprägt haben, etwa George Gershwin, John Kander, Irving Berlin, Jerome Kern und Irving Mills.

Die Gründung

Streicher namhafter Sinfonie- und Rundfunkorchester aus dem Südwesten gründeten 1988 in Deutschland das La-Roche-Quartett. Unterstützt wird das Konzert durch den Zentralrat der Juden in Deutschland und die Jüdische Kultusgemeinde Erlangen. 2014 wurde das La-Roche-Quartett in das Kulturprogramm des Zentralrats der Juden in Deutschland aufgenommen.

 

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