„Die Kerwa is kumma, die Kerwa ist do, die Aldn die brumma, die Junga sen froh“: Unter diesem Motto gab es am Kellerberg in Höchstadt im Außenbereich des Boläsda-Häusla Kerwasunterhaltung des Heimat- und Verschönerungsverein Höchstadt und Umgebung anlässlich des althergebrachten Kerwa-Termins in Nackendorf.
Blaskapelle bringt Stimmnung
Besitzer Georg Römer hatte die Musiker der Blaskapelle Mönchherrnsdorf nach Höchstadt gebucht, um Kerwasstimmung aufkommen zu lassen. Anlass für die Veranstaltung war das Patronatsfest der Nackendorfer Kapelle, die dem Heiligen Laurentius geweiht ist, dessen Festtag am 10. August begangen wird.
Wie sich Georg Römer erinnerte, feierten die Nackendorfer einige Jahre ihre Kerwa am Höchstadter Kellerberg, der in alten Flurkarten auch als Nackendorfer Knock tituliert wird. Passend dazu brachte Kreisheimatpfleger Manfred Welker den Zuhörern die Ortsgeschichte von Nackendorf und die Vita des Heiligen Laurentius nahe.
An- und Gegengesang wie früher
Was danach folgte, war ein Ansingen und Gegensingen, wie es viele Anwesende noch von früheren Kerwaszeiten her kennen. Ein beherrschendes Thema war natürlich der Durst:„Ich wollt, ich wär im Himmel drob'n, und hätt a Fässla Bier. Ich reitert auf die Wolk'n rum, und saufert wie a Stier!“
Eine schier unerschöpfliche Quelle schien Siegfried Schwinge aus Etzelskirchen zu sein, der einige Lieder aus seinem reichhaltigen Fundus zum Besten gab. So etwa eines mit dem folgenden Text: „13 Schneider 14 Muggn, gem a guda Metzlsubbm; is der Schneider noch so kla zausd er o an Muggerbaa!“
Petrus hat es gut gemeint
Auch Konrad Hubert, gebürtig aus Weppersdorf, trug zahlreiche Lieder aus seinem Repertoire bei. Die warme Witterung begünstigte die Veranstaltung: Viele Besucher blieben noch lange beieinander sitzen, um die Kerwa angemessen zu feiern.
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