Realschüler helfen
Läuft in Höchstadt: 29.000 Euro für die Ukraine
Beim Spendenlauf kam es weniger auf Schnelligkeit an als vielmehr auf die Ausdauer.
Beim Spendenlauf kam es weniger auf Schnelligkeit an als vielmehr auf die Ausdauer.
Foto: Realschule Höchstadt
Ukraine
Höchstadt a. d. Aisch – Höchstadter Realschüler thematisieren Krieg und Frieden im Unterricht und entschieden, mit einem Spendenlauf zu helfen. Das Ergebnis

„Das ist kein Sprint, sondern ein Marathon“, sagt Markus Ott. Die Feststellung des Schulleiters der Realschule Höchstadt ist in mehrfacher Hinsicht zu verstehen: zum einen mit Blick auf die anhaltend nötige Hilfe für die Ukraine, zum anderen mit dem Fokus auf die Aktion seiner Schule gerichtet.

Die Klasse 5 e hat das beste Ergebnis erreicht. Schulleiter Markus Ott (links) und Sportlehrerin  Sibylle Weyer (oben rechts) zeichneten sie aus.
Die Klasse 5 e hat das beste Ergebnis erreicht. Schulleiter Markus Ott (links) und Sportlehrerin Sibylle Weyer (oben rechts) zeichneten sie aus.
Foto: Evi Seeger

Denn nach vielen Überlegungen, wie Hilfe für das im Krieg befindliche Land aussehen könnte, hatte sich die Schulfamilie für einen Spendenlauf entschieden, an dem sich alle Klassen beteiligten. Bei der Aktion kam es weniger auf Schnelligkeit – wie beim Sprint – als vielmehr auf die Ausdauer an.

Das Durchhaltevermögen der Höchstadter Schüler trug reiche Früchte: Die Kinder und Jugendlichen der Bildungseinrichtung „erliefen“ insgesamt 29.000 Euro – eine überaus stattliche Summe, die dem „Aktionsbündnis Katastrophenhilfe“ für die Ukraine zur Verfügung gestellt wurde.

Die Welt ist aus den Fugen geraten

„Dass die Welt aus den Fugen geraten ist“, habe die Schüler der Realschule sehr bewegt, berichtet der Schulleiter. Schnell sei klar geworden, dass man etwas dagegensetzen müsse. Also wurde an der Schule alles dargestellt und im Unterricht thematisiert, was für Frieden, Freiheit und Völkerverständigung stehe.

Neun Schüler aus der Ukraine

An der Schule sind nach den Worten von Schulleiter Ott auch neun Schüler aus der Ukraine. Sie seien auf verschiedene Klassen verteilt. Außerdem bekämen sie gemeinsam zehn Stunden Deutschunterricht in der Woche. Der Spendenlauf kam schließlich zustande, nachdem man an der Schule verschiedene Hilfsmöglichkeiten erwogen hatte.

In der Praxis sah es so aus, dass sich jeder Schüler Sponsoren suchte: Eltern, Großeltern, Paten oder auch Freunde, die bereit waren, für die sportliche Aktivität ihrer Schützlinge entweder pauschal oder pro erlaufener Runde etwas zu spenden. Sportlehrerin Sibylle Weyer nahm die Durchführung in die Hände. Im Rahmen des Sportunterrichts lief jede Klasse auf dem Schulsportgelände ihre Runden – und zwar so viele wie möglich.

Die „bestandenen“ Runden wurden dann den Sponsoren bekannt gegeben. Eine Klasse war beim Spendenlauf besonders erfolgreich: Die 5 e brachte die fantastische Summe von 5000 Euro zusammen.

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