Stadtjugendkapelle
Gespräche mit Sainte Luce müssen warten
Das Jugendorchester der Stadtjugendkapelle durfte zum Jahresausklang auftreten.
Das Jugendorchester der Stadtjugendkapelle durfte zum Jahresausklang auftreten.
Foto: Waßerloos
Herzogenaurach – Die Stadtjugendkapelle plant eine musikalische Zusammenarbeit mit der französischen Partnerstadt, doch Corona stört.

Der neue Präsident der Stadtjugendkapelle, Jürgen Waßerloos, blickt vorsichtig optimistisch in die Zukunft. Seine Rückschau zum Jahresschluss verbindet er auch mit einem Ausblick in das neue Jahr.

2021 war bereits das zweite Jahr unter dem Vorzeichen von Corona. Gestartet wurde mit den durch die Verordnungen vorgegebenen Einschränkungen wie Online-Unterricht und Absagen öffentlicher Auftritte, schreibt Waßerloos in seinem Rückblick. „Ob Altstadtfest, Kirchweih oder Frühjahrskonzert – alles musste entfallen“, berichtet der Vorsitzende.

Dann aber schien sich das Ganze ein wenig zu entspannen. Im Frühsommer durfte wieder mit Präsenzunterricht und auch mit Orchesterproben begonnen werden. Irgendwann kurz vor Beginn der Sommerferien konnte dann auch wieder ein Open-Air-Konzert (unter Auflagen) durchgeführt werden. Dieses Konzert bot die Möglichkeit, den langjährigen musikalischen Leiter, Norbert Engelmann, in dieser Funktion zu verabschieden.

Vieles wurde abgesagt

Die kurze Phase der Erholung bot Ende Juli die Möglichkeit, eine Jahreshauptversammlung mit Neuwahl der Vorstandschaft durchzuführen. Mit Beginn des neuen Schuljahres schien das Schlimmste überstanden zu sein.

Aber schon bald, so berichtet Waßerloos weiter, traten wieder vermehrt Infektionen auf, die dann zur vierten Welle führten. Und mit Omikron droht bereits der nächste Anstieg der Infektionen. Es musste wieder der Rotstift angesetzt werden.

Ein Opfer der Pandemie war beispielsweise die bereits fest geplante Wiederaufnahme der Gespräche mit der französischen Partnerstadt Ste. Luce-sur-Loire über eine musikalische Zusammenarbeit. Das musste nun zum zweiten Male abgesagt und auf 2022 verschoben werden. Außerdem entfielen fast alle Auftritte in der Weihnachtszeit, wie das Festliche Konzert, die Eröffnung des Weihnachtsmarktes und auch das Weihnachtsfeuer.

Umso mehr freut es den Präsidenten, dass es zum Jahresabschluss noch gelungen ist, das Konzert von Jugendorchester und Bläserphilharmonie in St. Otto stattfinden zu lassen, wenn auch mit nur wenigen Zuhörern und unter Einhaltung der strengen Hygieneregeln.

Jürgen Waßerloos: „Für die Musiker war es enorm wichtig, doch noch ein Erfolgserlebnis zu haben. Für viele war es das erste Konzert nach zwei Jahren.“ Wie geht es im neuen Jahr weiter? Auf jeden Fall hofft die Kapelle, 2022 wieder einmal ein Konzert in der Erlanger Heinrich-Lades-Halle durchführen zu können. Der Termin steht mit dem 15. Mai schon fest. Weiter müsse es das Bestreben der Verantwortlichen sein, den Ausbildungs-Orchesterbetrieb so weit wie möglich „live“ durchführen zu können. Der Präsident betont: „Das gemeinsame Musizieren mit anderen Musikern ist enorm wichtig für alle Musiker“.

Gemeinsame Aktivitäten fehlen

Und weiter stellt er in seinem Schreiben fest: „Insbesondere für unsere Kinder und Jugendlichen ist das eine wichtige Voraussetzung, um sie motivieren zu können. Mittlerweile merken wir, dass die gemeinsamen Freizeitaktivitäten fehlen.“

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