Vestenbergsgreuth
Denkmal ist bereit für die nächsten 100 Jahre
Viele Teile des Denkmals wurden komplett erneuert, andere nur überholt.
Viele Teile des Denkmals wurden komplett erneuert, andere nur überholt.
Foto: Paul Frömel
Vestenbergsgreuth – Das Kriegerdenkmal in Vestenbergsgreuth wurde 1921 eingeweiht, jetzt wurde es generalsaniert. Eigentlich hätte heuer doppelt gefeiert werden sollen.

Es wäre so schön gewesen: Drei Tage lang wollte die Soldatenkameradschaft Vestenbergsgreuth im Juni ihr 150-jähriges Bestehen feiern. Corona hat es zunichte gemacht. Aus Anlass des Jubiläums wurde das Kriegerdenkmal in der Ortsmitte von Grund auf saniert, auch wenn derzeit an eine große Feier nicht gedacht werden kann.

Genau 100 Jahre alt ist das Kriegerdenkmal. 1921 wurde der erste, heute mittlere Teil zum Gedenken an die Opfer des Ersten Weltkriegs aufgestellt. 1954 wurde das Denkmal um die beiden Säulen rechts und links erweitert. Sie erinnern an die Opfer des Zweiten Weltkriegs. Eine schöne Tradition ist es, dass die Ortsjugend alljährlich an der Kirchweih am Ehrenmal einen Kranz niederlegt.

Ältester Verein der Gemeinde

In Vestenbergsgreuth ist man sich seiner Geschichte bewusst: Die 150 Jahre alte Soldatenkameradschaft ist nicht nur der älteste Verein in der Marktgemeinde. Der Verein sei darüber hinaus der älteste Soldatenverein in der gesamten Region zwischen Neustadt/Aisch, Fürth und Höchstadt, erklärt dessen Vorsitzender Thomas Roth im Gespräch mit dem FT. Roth berichtet auch, dass sich der Verein über mehrere Jahre hinweg intensiv um die Sanierung des Ehrenmals bemüht habe.

Der Zahn der Zeit hatte dem Denkmal offensichtlich stark zugesetzt. Aufgrund der enormen Schäden musste es komplett abgebaut werden. Selbst das alte Fundament konnte nicht mehr tragen und musste ersetzt werden. Auch der Sockel im mittleren Teil musste erneuert werden. Im Original erhalten blieb das Bild des knieenden Soldaten. Von den Säulen zu beiden Seiten sei etwas abgenommen worden, um die Natürlichkeit des Steines wieder hervorzuheben.

Geschätzte Kosten 50 000 Euro

Im Oktober vergangenen Jahres hatten die Gemeinderäte zur Sanierung des Ehrenmals einen Betrag von 40 000 Euro bereitgestellt. Geschätzt wurde die Maßnahme auf etwa 50 000 Euro. Wie Bürgermeister Helmut Lottes (CSU/UB) mitteilte, sollen die nicht gedeckten Kosten über Spenden, unter anderem auch durch einen Zuschuss des Heimat- und Kirchenvereins, finanziert werden. Noch ist die Anlage nicht komplett fertig. Es fehlen noch Pflasterarbeiten, der Zaun und die Bepflanzung. Eine kleine Feier soll es am Sonntag, 20. Juni, vor der Kirche geben.