Tatendrang
Kultur liegt in der Luft
Ein attraktives Programm gab es bei „Kunst im Hof“ auch für den Nachwuchs.
Ein attraktives Programm gab es bei „Kunst im Hof“ auch für den Nachwuchs.
Foto: Richard Sänger
Weisendorf – Mit „Kunst im Hof“ wurde vielleicht der Weg frei gemacht für eine Vereinsgründung.

Die Corona-Pandemie hat vielen Kulturschaffenden den Boden unter den Füßen weggezogen. Ausstellungen, Museen, Oper und Theater – der Kulturbetrieb kommt jetzt erst wieder langsam in Gang, und einen bunten Tupfen Kultur brachten 14 Künstlerinnen und Künstler sowie vier Musikgruppen nach Weisendorf.

Mit „Kunst im Hof“ legten die Veranstalter einen gelungenen Start hin. Viele Besucher ließen es sich nicht entgehen, endlich wieder vor Kunstwerken zu stehen und sie von allen Seiten betrachten zu können sowie mit den Kunstschaffenden ins Gespräch zu kommen.

Anschubveranstaltung

„Die Veranstaltung wurde aus dem Gedanken heraus geboren, heraus geboren, möglicherweise einen Kunst- und Kulturvereins zu gründen“, sagte Organisator Bernhard Köhler bei der Begrüßung und freute sich gleichzeitig über den vielversprechenden Besuch.an diesem Tag.

Der Hof der ehemaligen „Marktschänke“ zwischen Brothaus und der evangelischen Kirche wurde zu einem kleinen Künstlerdorf, und deshalb bot sich auch der Name „Kunst im Hof“ regelrecht an.

Die Mitwirkenden boten nicht nur was fürs Auge und Unterhaltung, sondern es wurden auch Getränke und Fingerfood angeboten und Kinder konnten sich ihr Gesicht bemalen lassen.

„Ich bin mit dem Auftakt sehr zufrieden, erklärte Kohler. Denn trotz der vereinzelten Regentropfen fanden viele Kunstinteressierte den Weg in den idyllischen Hof.

Nach dem Interesse der Auftaktveranstaltung werde es sicher eine Wiederholung geben, dann aber über zwei Tage, verriet Bernhard Köhler, „damit sich der Aufwand lohnt“. Dazu schafften die Mitwirkenden extra ein Zelt an, in der Hoffnung, weitere Veranstaltungen folgen lassen zu können.

Malerei und plastische Kunst

So haben die Künstlerinnen und Künstler während des Lockdowns wahre Meisterwerke geschaffen, konnten diese erstmals öffentlich zeigen und freuten sich über das Interesse der Bevölkerung. Gezeigt und angeboten wurden Gemälde und Grafiken, Töpfereikunst, Holzkunst, Papierkunst und Schmiedekunst, dabei wurde Wert darauf gelegt, dass alle Künstler aus der Region kommen. Unterstützt wurde die Kulturveranstaltung vom Ortsverband Seebachgrund Bündnis 90/Grünen, die Veranstaltung war nicht gewinnorientiert geplant.

Für den musikalischen Auftakt sorgten Liedermacher Reinhard Grimmer mit seiner Band und bekannten Coversongs, aber auch Tina Prietz und Frankenrock von den „Crossroads“ waren zu hören; Schönes fürs Auge steuerte Eva Megel mit ihrer Ballettschule zur Veranstaltung bei.