Gastronomie
Stadt sucht Pächter für den Ratskeller
Der Aushang an der Schlosswand kurz vor der Wiedereröffnung des Ratskellers im Mai 2009
Der Aushang an der Schlosswand kurz vor der Wiedereröffnung des Ratskellers im Mai 2009
Foto: Bernhard Panzer (Archiv)
Herzogenaurach – Ideen mit Konzept wünscht sich Herzogenaurach für die Zukunft des Ratskellers.

Hinter verschlossenen Türen hat der Haupt- und Finanzausschuss am Mittwochabend einen Beschluss zur Zukunft des Ratskellers getroffen. In das städtische Lokal im Schloss soll nach der Sanierung wieder Leben einkehren.

Der Ausschuss beschloss einstimmig: „Die Verwaltung wird beauftragt, … einen Pächter im Rahmen einer öffentlichen Ausschreibung zu suchen und mit diesem ein tragfähiges Nutzungskonzept zu entwickeln.“ Die Ausschreibung werde jetzt vorbereitet und in Bälde veröffentlicht, teilte Bürgermeister German Hacker (SPD) am Freitag mit. Interessenten können sich nun schon mal überlegen, ob der Ratskeller für sie in Frage kommt.

Konzept ist Voraussetzung

Wichtig ist für die Stadtverwaltung, dass die Bewerber ein gastronomisches Konzept vorlegen. Was das angeht, sei man völlig offen, sagte Hacker. Freilich habe sich das bisherige Konzept mit Livemusik etabliert und es könne auch wieder in diese Richtung gehen. Es wäre aber auch möglich, das Lokal künftig tagsüber zu öffnen. Ebenso wolle man nicht vorschreiben, ob jetzt „nur“ der Ratskeller, also die Gaststube im Erdgeschoss, oder auch der Gewölbekeller genutzt werden. Alles sei möglich.

Beeilen müsse sich jetzt noch niemand, aber das Signal für mögliche Interessenten, dass es im Schloss gastronomisch weitergeht, gibt der Beschluss allemal.

Der Zeitplan auf der Großbaustelle sieht eine Fertigstellung bis zum Dezember 2022 vor. Ein Einzug in Rathaus und Schloss könne dann Anfang 2023 erfolgen, sagte Hacker weiter.

Umbauten erst später

Große Umbauten werden im Ratskeller zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht gemacht, ergänzte er. Dazu will man erst das Konzept abwarten. Dann könne man zielgerichtet arbeiten. Vor Frühjahr 2023 werde es dort jedenfalls nicht losgehen. Ziel sei es, eine Entscheidung heuer im Oktober zu treffen.