Hochwasser
Landkreis spricht von Großschaden
Das Wasser steht in den Straßen der Altstadt von Höchstadt.
Das Wasser steht in den Straßen der Altstadt von Höchstadt.
Foto: Andreas Dorsch:
LKR Erlangen-Höchstadt – Der Landkreis hat auf die Überflutungen an Aurach (Freitagabend) und Aisch (Samstagmorgen) reagiert.

Mit Wirkung zum 10. Juli 2021, 9.26 Uhr, wurde im Landkreis Erlangen-Höchstadt aufgrund des anhaltenden Starkregenereignisses die Großschadensereignislage nach Art. 15 des Bayerischen Katastrophenschutzgesetzes festgestellt. Das teilt das Landratsamt mit.

Freitagabend in Herzogenaurach: Schutz mit Sandsäcken
Freitagabend in Herzogenaurach: Schutz mit Sandsäcken
Foto: Sebastian Weber

Landrat Alexander Tritthart hat Kreisbrandinspektor Stefan Brunner zum Örtlichen Einsatzleiter ernannt. Wegen der weiterhin anhaltenden Regenfälle verschärfte sich die Hochwasserlage im Laufe der Nacht, die Hochwasserlage dehnte sich auf weitere Teile des Landkreises aus. Schwerpunkte waren bis Mitternacht die Aurach und Reiche Ebrach. Die Pegel der Aisch sind steigend.

Im Altenheim St. Anna in Höchstadt wird ausgepumpt.
Im Altenheim St. Anna in Höchstadt wird ausgepumpt.
Foto: Andreas Dorsch

Besonders betroffen sind der Höchstadter Stadtteil Sterpersdorf, die Höchstadter Altstadt, die B470 zwischen Höchstadt und Lonnerstadt. Bis auf die Zufahrt aus Mühlhausen sind alle Zufahrten nach Höchstadt überflutet und für den Verkehr nicht passierbar. Das Landratsamt appelliert an Bürgerinnen und Bürger, möglichst zu Hause zu bleiben.

Pressesprecherin Stephanie Mack teilt weiter mit: „Es ist in den nächsten Stunden mit weiteren Überflutungen in Adelsdorf zu rechnen. Die Laufer Mühle wurde evakuiert, weitere Einrichtungen werden von den Einsatzkräften kontrolliert. Unterführungen sollten weitestgehend gemieden werden“.

Freitagabend bei Falkendorf: Die Aurach wird zur Seenplatte.
Freitagabend bei Falkendorf: Die Aurach wird zur Seenplatte.
Foto: Richard Sänger

Bereits überflutete Straßen sollen nicht passiert werden, dies bringe mehrere Gefahren mit sich. Ebenso könne das Wasser in elektrische Anlagen eindringen und dort Kurzschlüsse verursachen. Das Landratsamt warnt über die Bürgerinformations- und Warnapp BIWAPP

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