Handball
Neuzugang und Kraftakt gegen Steinerts Ex-Verein
Noch ist nicht ganz klar, ob Christoph Steinert gegen seinen Ex-Verein wieder fit sein wird,
Noch ist nicht ganz klar, ob Christoph Steinert gegen seinen Ex-Verein wieder fit sein wird,
Foto: ISPFD
Erlangen – Ein Jugendnationalspieler trainiert künftig beim HCE. Im Spiel gegen Magdeburg steht allerdings ein anderer Spieler im Fokus.

Den HC Erlangen erwartet am Sonntag, 16 Uhr, in Magdeburg ein Kraftakt: Die Mittelfranken treffen auf den bisher ungeschlagenen Tabellenführer der Handball-Bundesliga. Alle acht Partien der laufenden Saison entschied der SC für sich. Zudem gewannen die Magdeburger kürzlich die Klub-Weltmeisterschaft.

Sollte er wieder fit sein, dürfte ein Spieler in der Getec-Arena besonders im Fokus stehen. Christoph Steinert lief vor seiner Rückkehr nach Erlangen für Magdeburg auf, spielte dort hinter Albin Lagergren und Omar Ingi Magnusson aber oft nur die zweite Geige. Seit er wieder das HCE-Trikot überstreift, ist er jedoch kaum zu bremsen. 46 Tore bei einer Wurfquote von 63,89 Prozent sprechen ein klare Sprache. Gut möglich, dass seine ehemaligen Mannschaftskameraden in der Abwehr Probleme bekommen.

Sein ehemaliger Konkurrent im rechten Rückraum war bisher sogar noch erfolgreicher. Mit 49 Treffern führt Magnusson die Torjägerliste seines Teams an. Zudem setzte der 24-Jährige seine Mitspieler bisher 34 Mal erfolgreich in Szene. Um am Sonntag an der Saale zu bestehen, gilt es also, den isländischen Nationalspieler in Schach zu halten. Dann könnte den Erlangern mit einem Sieg der Sprung ins Tabellenmittelfeld gelingen.

Junges Talent für den Rückraum

Um den langfristigen Erfolg zu sichern, haben die HCE-Verantwortlichen ein vielversprechendes Nachwuchstalent in die Hugenottenstadt gelockt. Der 19-jährige Junioren-Nationalspieler Stephan Seitz erhält ab sofort ein Doppelspielrecht und kann so die Erlanger im rechten Rückraum unterstützen, wie aus einer Pressemitteilung hervorgeht. Seitz steht weiterhin beim Drittligisten TuS Fürstenfeldbruck unter Vertrag. Dort überzeugte er in der vergangenen Zweitligasaison und bekam Anfang des Jahres eine Einladung für die Junioren-Nationalmannschaft, mit der er im August die Europameisterschaft in Kroatien gewann.

Der in München geborene 1,93 Meter große Linkshänder lernte das Handballspielen beim TSV Allach und durchlief in seiner Karriere alle Auswahlteams des Bayerischen Handballverbandes. Das spielstarke Talent wird ebenso wie Tarek Marschall, Janis Boieck und Yannick Bialowas dem Bundesligaanschlusskader angehören.

Ein Schritt für die Weiterentwicklung

„Wir haben Stephan seit einiger Zeit verfolgt und seine Entwicklung gezielt beobachtet“, sagt Raúl Alonso, sportlicher Leiter des HC Erlangen. „Wir alle sind der Auffassung, dass er mit diesem Schritt die Möglichkeit hat, seine Weiterentwicklung noch besser voranzutreiben, und wollen mit ihm diesen Weg gemeinsam gehen. Wir möchten allerdings in der Zusammenarbeit mit dem TuS Fürstenfeldbruck ein für Stephan adäquates Paket bieten, bei dem er im Trainingsbetrieb unserer Bundesligamannschaft regelmäßig sein und auch gleichzeitig die Bindung zu seinem aktuellen Umfeld aufrechterhalten kann.“

Achtelfinale gegen Wetzlar

Wann der Youngster das erste Mal für den HCE zum Einsatz kommen wird, bleibt abzuwarten. Eine mögliche Gelegenheit wäre das Achtelfinale des DHB-Pokals, das die Ligaverantwortlichen kürzlich terminiert haben: Am 14. Dezember,19.30 Uhr, geht es zu Hause gegen die HSG Wetzlar.

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