Neuhaus
Hitze setzt den Startern beim Straßenlauf zu
Heiß war’s beim Straßenlauf in Neuhaus. Die Läufer gerieten kräftig ins Schwitzen.
Heiß war’s beim Straßenlauf in Neuhaus. Die Läufer gerieten kräftig ins Schwitzen.
Foto: Willi Wahl
Neuhaus – Neuhaus verzeichnete ein gelungenes Läuferfest. Die Kleinsten wurden frenetisch angefeuert.

Über 350 Läuferinnen und Läufern fanden den Weg nach Neuhaus zur 30. Auflage des Neuhauser Straßenlaufes. Aufgrund des sehr warmen Lauftemperaturen konnten letztendlich 322 Finisher über alle Wettbewerbe gelistet werden. Das berichtet Willi Wahl für die Organisatoren.

Im Sparkassen-Hauptlauf, der vom Vorstand der Sparkasse EHH, Lugschi, gestartet wurde, waren beide Siegerzeiten wohl dem Wetter geschuldet. So konnte Josef Katib vom Team Fitter Tec (der bereits schon in den Jahren 2007 und 2009 als Tagesschnellster ins Ziel kam) mit einer Zeit von 32:51 seinen dritten Gesamtsieg in Neuhaus feiern. Er zog nun mit Sebastian Reinwand gleich, der in 2013, 2015 und 2019 das Rennen für sich entscheiden konnte.

Überraschungssiegerin

Einer Überraschungssiegerin und Nachmelderin namens Charlotte Vietner gehörte der Tagessieg bei den Damen mit einer Zeit von 38:38 Minuten. Sie erlief sich in Neuhaus ihren ersten Sieg. Die Hitliste der Siegerinnen führt immer noch Gerlinde Wahl an, die ebenfalls drei Gesamtsiege in Neuhaus verzeichnen kann.

Mehr als erfreut blickte das Organisationsteam auf die vielen Meldungen im Schülerbereich sowie bei den Allerjüngsten den Bambinis. Mit rund 160 Aktiven stellen sie fast die Hälfte aller Teilnehmer. Dies hatte zu Folge, dass der Rewe-Schülerlauf in zwei Rennen unterteilt wurde. Somit war ein problemloses Laufen wie auch ein lückenloses Erfassen der Zeiten und Startnummern möglich, schreibt Wahl.

Im zweiten Schülerlauf starteten alle Schüler der Altersklassen w/m U12 und älter und konnten hier mit guten Zeiten aufwarten. Den bisherigen Streckenrekord von 4:03 Minuten an diesem Tag noch zu verbessern, gelang nicht ganz. Mit 4:05 min. verfehlte der Sieger Tim Freudenberger dieses Ziel nur äußerst knapp. Die schnellste Schülerin kam mit Helene Krome vom SC Kemmern. Sie benötigte für die 1,3 Kilometer lange Schülerstrecke nur ganze 4:59 Minuten.

Gut besucht war auch der VR-Bank-Hobbylauf über die Distanz von sechs Kilometern. Rund 50 Starterinnen und Starter gingen auf die Strecke. Die beiden Schnellsten, Carmen Schlichting-Förtsch (25:53 min) und Christian Koch (23:64 min), konnten letztlich als Tagesschnellste des Hobbylaufes gewertet werden.

Hitze setzte mächtig zu

Nicht ganz 30 Walkerinnen und Walker schnürten die Schuhe für die sechs Kilometer lange Walkingstrecke. Gleichzeitig mit den Hobbyläufern startend, gab es auch beim Start keinerlei Probleme. Aber auch hier musste man feststellen, dass die Hitze den nicht ganz so trainierten Sportlern mächtig zusetzte. Sowie beim Walking wie auch bei all den anderen Wettbewerben konnte kleine medizinische Unterstützung des Streckenarztes Roland Maeumbaed sowie dem Team vom BRK Adelsdorf für Abhilfe sorgen.

Bambinis als Stars

Das Highlight des Tages dürfte jedoch, wie Wahl weiter berichtet, der acomm-Bambinilauuf gewesen sein. 81 Laufwillige im Alter von zwei bis sechs Jahren standen auf dem Rund des TSV- Sportplatzes. Immer wieder stellt sich die Frage, wer nun mehr aufgeregt war – Eltern oder Nachwuchs? Unter frenetischem Anfeuern einer großen Zuschauerzahl gaben diese kleinsten Nachwuchssportler ihr Bestes.

„Man sieht nur fliegende Beine“, lautete der Kommentar einer „fürchterlich aufgeregten“ Mutter. Für alle Bambinis gab es dann direkt nach dem Rennen die verdiente Medaille, eine Urkunde und einen um Teil gefüllten Sportbeutel.

Des Lobes voll waren viele Athleten des Hauptlaufes, für sie hatte sich das Orgateam was ganz besonderes einfallen lassen. So konnte jeder Altersklassensieger ein Paar Puma-Laufschuhe mit nach Hause nehmen.

Der wohl erfolgreichste Verein an diesem Tag war der SC Kemmern. Nicht nur die Mannschaftswertung der Damen – sechs Siege in den unterschiedlichsten Altersklassen – sowie der Sieg im Hobbylauf ging an die Kuckucksläufer aus Oberfranken. 

 

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