Kirche
Pfarrerin wird neue Dekan-Stellvertreterin
Dekan Hans-Martin Lechner (links) führte seine neue Stellvertreterin Angelika Steinbauer (Mitte) ins Amt ein. Weiter im Bild von links: Kerstin Kowalski, ebenfalls Stellvertreterin im Leitungsteam des Dekanats Bamberg, Brigitte Kiel aus Höchstadt vom Dekanatsausschuss, Betty Dallner vom Kirchenvorstand Steppach.
Dekan Hans-Martin Lechner (links) führte seine neue Stellvertreterin Angelika Steinbauer (Mitte) ins Amt ein. Weiter im Bild von links: Kerstin Kowalski, ebenfalls Stellvertreterin im Leitungsteam des Dekanats Bamberg, Brigitte Kiel aus Höchstadt vom Dekanatsausschuss, Betty Dallner vom Kirchenvorstand Steppach.
Foto: Evi Seeger
Steppach – Im südlichen Dekanat Bamberg – zu dem auch Gemeinden aus dem Landkreis Erlangen-Höchstadt gehören – brechen neue Zeiten an.

„Du verstehst es, Verbindungen zwischen uns allen und zwischen Himmel und Erde herzustellen!“ Könnte man besser in Worte fassen, was eine Pfarrerin, eine Seelsorgerin und deren Charisma ausmacht.

Heidi Rippel, die gemeinsam mit Birgit Gleitsmann und Gernot Schlosser für die Kirchenvorstände sprach, umriss mit diesen Worten Pfarrerin Angelika Steinbauer (55). Der Bamberger Dekan Hans-Martin Lechner führte die Pfarrerin von Pommersfelden, Limbach und Steppach am Sonntag als seine Stellvertreterin ins Amt ein. Im Team mit ihm und Kerstin Kowalski übernimmt Steinbauer Aufgaben im Dekanat.

Es war ein besonderer Tag für Pommersfelden, ja für das ganze südliche Dekanat Bamberg. Zu ihm gehören außerdem die evangelischen Pfarrgemeinden Mühlhausen, Weingartsgreuth, Lonnerstadt, Höchstadt sowie Hirschaid und Aschbach-Hohn. Zur Einführung am „Fröschweiher“ in Steppach, dem Ort, an dem seit der Corona-Pandemie die evangelischen Gottesdienste stattfinden, waren viele Gemeindemitglieder der drei Kirchengemeinden, aber auch Gäste aus Kirche und Politik aus dem gesamten Dekanat gekommen. Norbert Stumpf leitete die Posaunenchöre der Gemeinde, die durch Bläser aus dem Dekanat verstärkt wurden. Dank Werner Derrer und seinem mobilen Glockenstuhl mussten die Besucher selbst auf Glockengeläut nicht verzichten.

„Frauen tun der Kirche gut, gerade in Leitungsfunktionen“, sagte Pfarrer Andreas Steinbauer, Ehemann der neuen Dekanin, bei der Eröffnung. Das Pfarrerehepaar betreut gemeinsam seit 2004 die drei Kirchengemeinden in der Gemeinde Pommersfelden.

Motivation und Orientierung

Dekan Lechner nahm die Festgemeinde in seiner Predigt mit „auf die Spur Jesu“. Diese gehe mit Wahrnehmung und Wertschätzung jedes Menschen, mit der Motivation für neue Anfänge und Orientierung einher. Im Mittelpunkt stehe die Liebe zu allen Menschen und das Vertrauen, das Gott einem jedem schenke. Pfarrerin Steinbauer bringe für die neue Aufgabe „eine hohe theologische und geistige Kompetenz“ mit. Sie sei begeistert von der Botschaft und gebe diese auf beeindruckende Weise weiter. Schon als Vikarin in Höchstadt und Pfarrerin an der Bamberger Stefanskirche habe sie Impulse gesetzt, die heute noch nachwirkten. Er freue sich auf die Zusammenarbeit im neuen Leitungsteam. Diesem gehört zukünftig als weitere stellvertretende Dekanin Kerstin Kowalski an.

Im Zentrum der Feier stand die Frage des Dekans nach der Bereitschaft zur Übernahme dieses Amtes: „Ja, so Gott will“, antwortete Angelika Steinbauer.

Betty Dallner vom Kirchenvorstand Steppach, Brigitte Kiel aus Höchstadt vom Dekanatsausschuss und Vize-Dekanin Kerstin Kowalski gaben ihr gute Wünsche mit auf den Weg. Die Gemeinde, ebenfalls um Zustimmung befragt, antwortete mit einem kräftigen Ja.

Bei allen Glückwünschen schwang die Bitte mit, die Pfarrerin möge bei allen künftigen Aufgaben „ihren“ Kirchengemeinden im Ebrachgrund noch lange erhalten bleiben. Das wünschte auch Pommersfeldens Bürgermeister Gerd Dallner.