Zwei Spatenstiche an einem Tag? Nichts leichter als das. In der Rundumerneuerung der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) folgen die nächsten Schritte. Denn mit zwei Spatenstichen an einem Tag beginnen nun offiziell die Bauarbeiten am Lehr- und Forschungsgebäude Henkestraße 42 und am Zentrum für Nationales Hochleistungsrechnen Erlangen in der Nikolaus-Fiebiger-Straße am Campus Süd der FAU.
Mit vor Ort: Staatsminister für Wissenschaft und Kunst Markus Blume, Staatsminister des Inneren Joachim Herrmann und Erlangens Oberbürgermeister Jörg Volleth sowie Vertreter aus Universität und Bauamt, die mit Grußworten und Redebeiträgen die Festlichkeiten mit einer Vielzahl an Gästen begleiteten. Den Auftakt machte der Spatenstich am Universitätsneubau in der Henkestraße 42.
FAU Erlangen: Neue Lehr- und Forschungsräume entstehen
Mitte Februar hatte das Staatliche Bauamt Nürnberg mit dem maschinellen Abbruch des alten Gebäudes der Organischen Chemie begonnen, welches aus den 1960er-Jahren stammte und neben Labor- und Büroräumen zwei Hörsäle beherbergte. Der Neubau bietet mehr Platz: Das neuartige Forschungs- und Lehrgebäude wird zehn neue Hörsäle, das neue Audimax, die Lehr- und Forschungssammlungen der FAU, das Experimentiertheater sowie die Institute für Theater- und Medienwissenschaft, für Klassische Archäologie sowie für Ur- und Frühgeschichte auf rund 9600 Quadratmetern beherbergen. In der Henkestraße soll zukünftig aber nicht nur gelehrt und geforscht werden, sondern es werden auch Teile der dort untergebrachten Lehr- und Forschungssammlungen der Öffentlichkeit zugänglich sein.
Nordbayerisches Hochleistungsrechenzentrum in Erlangen
Der Freistaat investiert hier rund 269 Millionen Euro. Mit dem zweiten Spatenstich an diesem Tag beginnt offiziell der Bau des nordbayerischen Hochleistungsrechenzentrums in Erlangen. Gemeinsam mit dem Regionalen Rechenzentrum Erlangen (RRZE) und in Kooperation und Abstimmung mit dem Leibnitz Rechenzentrum in Garching wird das Zentrum für nationales Hochleistungsrechnen Erlangen (NHR@FAU) zu einem Kompetenz- und Innovationszentrum für den nordbayerischen Wissenschaftsraum weiterentwickelt.
FAU in Erlangen: Größte Recheninfrastruktur für KI
Der Freistaat investiert hier im Rahmen der Hightech-Agenda Bayern über 220 Millionen Euro in die Entwicklung der IT-Infrastruktur. Der Neubau selbst umfasst ein Rechner- und ein Bürogebäude. Zuletzt hatte der Freistaat zudem 55 Millionen Euro für den Ausbau von KI-Rechnern an der FAU investiert: Über 1000 GPUs werden angeschafft, um die größte KI-Rechnerinfrastruktur in der deutschen Hochschullandschaft am Zentrum für Nationales Hochleistungsrechnen Erlangen aufzugleisen und in die Anwendung zu bringen.












