Klimaneutral 2040
Höchstadt: Photovoltaik auf Dächern als Pflicht?
Auf dem Dach der Grundschule-Süd in Höchstadt sind bereits Solarplatten installiert. Das Energieteam um Karl-Heinz Biendarra wünscht sich noch mehr Engagement, auch bei Gewerbehallen.
Auf dem Dach der Grundschule-Süd in Höchstadt sind bereits Solarplatten installiert. Das Energieteam um Karl-Heinz Biendarra wünscht sich noch mehr Engagement, auch bei Gewerbehallen.
Foto: Andreas Dorsch/Archiv
Höchstadt a. d. Aisch – Es liegen etliche Ideen auf dem Tisch, was Höchstadt für mehr Klimaschutz machen kann. Ein Fokus liegt auf den Hausdächern.

Sollen? Photovoltaikanlagen auf Hausdächern in Neubaugebieten vorgeschrieben werden? Bürgermeister Gerald Brehm (JL) kann dieser Idee etwas abgewinnen. Dies äußerte er im Umweltausschuss am Mittwoch. Solche Vorschriften zu mehr Solar gibt es etwa im neuen Baugebiet in Heßdorf. Grundsatzbeschlüsse dafür gibt es bereits in Herzogenaurach und Bubenreuth.

Brehm lobte das Solarpotenzialkataster des Landkreises. Er sehe durchaus "Defizite" beim Thema Dach-Photovoltaik in Höchstadt. Brehm nannte hier explizit das Aischpark-Center.

"Wir würden uns eine Professionalisierung des Klimaschutzes in Höchstadt wünschen", sagte Karl-Heinz Biendarra, der als Sprecher des Energieteams Höchstadt den Stadträten die Arbeit der achtköpfigen Gruppe vorstellte.

Biendarra schlägt vor, eine eigene Stelle für Klimaschutz im Rathaus zu schaffen - als Stabsstelle beim Bürgermeister in Vollzeit. Nur so rücke das umgreifende Thema Klimaschutz ins Zentrum. Brehm sagt, er finde diese Idee gut, da sie andere Verwaltungsmitarbeiter entlaste und stetig "Klimaschutz mitgedacht" würde.

Biendarra forderte ein deutliches Zeichen: "Ziel muss sein, dass Höchstadt klimaneutral wird." 2040 sei das erreichbar.

Eine Bitte an den Bürgermeister

Ein Schritt in diese Richtung sei mehr Photovoltaik auf Dächern, auf den Gewerbehallen im Aischpark genauso wie auf städtischen Gebäuden. "Das sind riesige Flächen, die eigentlich tot sind", so Biendarra.

Neben einem Plädoyer für eine Verkehrswende, die Radfahrern und Fußgängern den Vorrang vor Pkws gibt, schloss Biendarra seinen Vortrag mit einer spaßig-augenzwinkernd formulierten, aber durchaus mit ernstem Kern versehenen Bitte an den Bürgermeister: "Ich weiß nicht, ob es nun wirklich Ihre letzte Amtsperiode ist. Aber es wäre doch ein i-Tüpfelchen, wenn sie diese als Klimabürgermeister beenden könnten."