Infrastruktur
Radwege: „In Falkendorf hört alles auf“
Durch Falkendorf führt kein Radweg – dem Herzogenauracher  CSU-Stadtrat Bernhard Schwab gefällt das nicht.
Durch Falkendorf führt kein Radweg – dem Herzogenauracher CSU-Stadtrat Bernhard Schwab gefällt das nicht.
Foto: Richard Sänger
Herzogenaurach – CSU-Stadtrat Schwab lobt Herzogenauracher Radwege-Politik, doch an den Nachbarn übt er Kritik.

Bernhard Schwab, CSU-Stadtrat, Rentner und der Fahrrad-Euphorie des Bürgermeisters bislang eher skeptisch als jubelnd eingestellt, spendete großes Lob. Mit dem Angebot an Radwegen sei Herzogenaurach wirklich vorbildlich, sagte er in der Sitzung des Planungsausschuss. Da fahre er sehr gern mit dem Rad.

Freilich hatte der Oppositionspolitiker auch Wünsche, die die Stadt an den Kreis weitertragen sollte. Auf den Radweg zwischen Beutelsdorf und Hammerbach warte man schon lang, und auch in Richtung Döndörflein wäre ein Lückenschluss fällig. Bürgermeister German Hacker (SPD) möge darüber hinaus auf seine Nachbarkollegen einwirken. Durch Falkendorf beispielsweise müsse man sich ohne Radweg durchzwängen, obwohl da viel Verkehr sei. Schwab: „In Falkendorf hört alles auf!“

Diese Aussagen gab’s im Zusammenhang mit der Fortschreibung des Radwegnetzes in Herzogenaurach. Die Verwaltung wurde beauftragt, aufgrund dieser Unterlagen eine Rezertifizierung als Fahrradstadt zu beantragen. Als Gründungsmitglied fahrradfreundliche Kommunen in Bayern hat sich die Stadt zum Ziel gesetzt, den Radverkehrsanteil deutlich zu steigern. 2014 war man erstmals als „Fahrradfreundliche Kommune“ zertifiziert worden. Jetzt, nach sieben Jahren, steht die Rezertifizierung an, wie Elfriede Geinzer (Planungsamt) erläuterte.

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