Südumfahrung
Stadträte werfen BI Stimmungsmache vor
Die Befürworter der Südumfahrung verweisen auf „den täglichen Wahnsinn in Niederndorf“,
Die Befürworter der Südumfahrung verweisen auf „den täglichen Wahnsinn in Niederndorf“,
Foto: Richard Sänger
F-Signet von Richard Sänger Fränkischer Tag
Niederndorf – Neben Bürgermeister German Hacker weisen auch die Stadtratsfraktionen von CSU/JU und SPD die Vorwürfe der Bürgerinitiative zurück.

Man wehrte sich auf das Schärfste dagegen, dass Stadt und Stadtrat das Ergebnis des Bürgerentscheides „Stopp Südumfahrung“ ignorieren würden. Die BI verbreite Unwahrheiten wie schon beim „Stimmenfang“ zum Bürgerentscheid, sagen die Sprecher der drei Fraktionen bei einem Pressegespräch.

Vorwurf: Die BI will Unruhe schüren

Walter Drebinger (CSU), Holger Auernheimer (SPD) und Konrad Körner (JU) stellen fest, dass das Ergebnis selbstverständlich akzeptiert werde und man sich eben an die Bindungsfrist halte. Denn eine Umgehungsstraße könne vom Tag des Bürgerbegehrens an, für mindestens ein Jahr, nicht weiterverfolgt werden. Trotzdem versuche die Bürgerinitiative, weiterhin Unruhe zu schüren.

„Der Stil der BI ist unterirdisch und die Gegner der Südumfahrung werden am Ende sicher keine Mehrheit im Stadtrat bekommen“, sagt JU-Sprecher Konrad Körner voraus. „Wir sitzen nicht da und warten ab“, schiebt er nach und geht davon aus, dass es kein neues Bürgerbegehren geben wird.

„Ich finde es bodenlos“

So handele es sich bei den Gegnern der Südumfahrung beileibe nicht nur um direkt betroffene Anwohner, betont Walter Drebinger und wirft der BI Stimmungsmache vor. „Ich finde es bodenlos, was die BI und ihre Sprecherin jetzt wieder verbreiten“, erbost sich Holger Auernheimer, Der Bürgermeister habe alles gestoppt und auch die BI sollte, „falls sie demokratisch sein will“, wie Auernheimer sagte, die Beratungen im Stadtrat abwarten.

Für ihn jedenfalls sei, um Niederndorf zu entlasten, die Südumfahrung die einzige Lösung. Auch verhindere die Blockade der Südumfahrungsgegner mögliche Verbesserungen und Lösungen. Den Niederndorfern könne nur geholfen werden, indem die vorhandenen und immer mehr werdenden Verkehrsströme umgelenkt und deshalb im Ortskern weniger werden, erklärt Holger Auernheimer.

Zahlen der Experten fehlen noch

Hinsichtlich einer Verkehrsberuhigung in Niederndorf sagte Konrad Körner: „Wir warten immer noch auf die Zahlen der Experten zum Tempo 30 in Niederndorf. Erst wenn die vorliegen, kann auch der Stadtrat beraten“.

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