Einweihung
Forschen unter besten Bedingungen
In diesem Neubau wird künftig rund um Erneuerbare Energien geforscht.
In diesem Neubau wird künftig rund um Erneuerbare Energien geforscht.
Foto: Friedrich-Alexander-Universität
Erlangen – In Erlangen wurde der neue Hauptsitz des Helmholtz-Instituts eingeweiht.

Mit dem Forschungsneubau des Helmholtz-Instituts Erlangen-Nürnberg für Erneuerbare Energien (HI ERN) gibt es eine weitere Adresse für Spitzenforschung in Erlangen. Nicht umsonst fördert der Freistaat laut Pressemitteilung den neuen Hauptsitz des Instituts mit rund 35,5 Millionen Euro – ist doch die Erforschung nachhaltiger Energietechnologien ein Zukunftsthema, das immer dringlicher wird.

Die rund 115 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die im Neubau forschen werden, haben sich der Energieversorgung künftiger Generationen verschrieben – klimafreundlich, nachhaltig und bezahlbar. Ins Leben gerufen wurde das HI ERN, eine Kooperation des Forschungszentrums Jülich, des Helmholtz-Zentrums Berlin (HZB) und der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU), im Jahr 2013. Ziel der Kooperation ist es, die exzellente Material-, Energie- und Prozessforschung der Partnerinstitutionen eng zu verknüpfen. Dieser Ansatz spiegelt sich nun im eingeweihten Neubau wider: Die physikalischen und chemischen Labore in den Obergeschossen sind so angeordnet, dass großflächige, zusammenhängende Bereiche entstehen, in denen es sich vorzüglich über Disziplinen hinweg zusammenarbeiten lässt.

Elektrochemische Energieumwandlung

Thematische Schwerpunkte des Instituts sind die Erforschung der elektrochemischen Energieumwandlung zur Entwicklung innovativer Wasserstofftechnologien sowie solare Technologien. Auf diesen Themengebieten forschen Chemieingenieure ebenso wie Chemikerinnen, Physiker, Nanotechnikerinnen und Werkstoffwissenschaftler gemeinsam an besseren Lösungen. Dass sie dies überaus erfolgreich tun, zeigt ein Blick auf Zahlen: So gelang es dem HI ERN im vergangenen Jahr rund 13,8 Millionen Euro an Drittmitteln einzuwerben – so viel wie nie zuvor in seiner noch jungen Geschichte. Die insgesamt 122 Publikationen aus dem Jahr 2020 – darunter eine ganze Reihe in hochkarätigen Fachzeitschriften wie Nature – machen Forscherinnen und Forscher im In- und Ausland auf das Institut aufmerksam.

Bestehende Standorte bleiben

Doch das ist nicht alles: Mittlerweile bringen über 150 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sowie rund 25 Studierende ihre Expertise in das HI ERN ein, insgesamt 13 Forschungsteams um sieben Professuren sind bisher entstanden. Dieser immense Erfolg ist auch der Grund dafür, dass der nun eingeweihte Neubau zwar in Zukunft der Hauptsitz des HI ERN sein wird, jedoch andere Standorte in Erlangen und Nürnberg weiter bestehen werden – zu bedeutend ist das Thema Erneuerbare Energien.

Fakten zum Neubau:

Baubeginn Februar 2018

Förderung 35,5 Millionen Euro durch den Freistaat Bayern

Beteiligte Partner Forschungszentrum Jülich, Helmholtz-Zentrum Berlin, Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg

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