Stadtrat
Herzo Werke mit einem Überschuss
Auf dem Gelände des Heizkraftwerks wurde im vergangenen Jahr ein Wärmespeicher mit einem Volumen von 160 Kubikmeter in Betrieb genommen.
Auf dem Gelände des Heizkraftwerks wurde im vergangenen Jahr ein Wärmespeicher mit einem Volumen von 160 Kubikmeter in Betrieb genommen.
Foto: Herzo Werke
Herzogenaurach – Bäder und Bus machten im Coronajahr 2020 ein hohes Defizit, die restliche Bilanz ist positiv.

Die Herzo Werke, das Tochterunternehmen der Stadt, haben ein schwieriges Geschäftsjahr 2020 hinter sich. Das geht aus dem Jahresbericht der einzelnen Sparten hervor, den Geschäftsführer Jürgen Bauer vor dem Stadtrat erstattete.

Die Entwicklung war zweigeteilt. Auf der einen Seite die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf Bäder und Busverkehr, die für ein deutliches gestiegenes Minus sorgte (der FT berichtete), auf der anderen Seite die hohe Investitionsfreudigkeit im klassischen Bereich Strom, Wasser und Gas sowie bei der Herzo Media. Deshalb gab es durchweg Lob für die gute Arbeit der Werke. „Wir sind froh, dass wir euch haben“, formulierte es Retta Müller-Schimmel von den Grünen. Und auch Manfred Welker (FW) hielt es für wichtiger denn je, die Grundversorgung nicht aus der Hand zu geben. Jürgen Bauer freute sich über die gute Akzeptanz: „Die Kunden schätzen die Nähe, die wir bei allen Gesellschaften bieten.“

Insgesamt investierten die Herzo-Werke im vergangenen Jahr 7,5 Millionen Euro, was laut Bauer nach neun Millionen Euro im Vorjahr erneut ein hohe Betrag ist. Mit 3,8 Millionen Euro waren auch im Bereich der Herzo Media die Investitionen beachtlich.

Überschüsse erzielt

Der Jahresüberschuss der Herzo Werke lag mit knapp 2,8 Millionen Euro gut einhunderttausend Euro höher im Vorjahr, Spitzenreiter waren Strom (1,1 Mio.) und Gas (1,0 Mio). Aber auch der Abschluss der Herzo Media war mit 331 000 Euro positiv. An grünem Strom wurden in Herzogenaurach 28 902 Megawattstunden produziert.

Bürgermeister German Hacker (SPD) hatte eingangs festgestellt: „Wir gehen wir mit unseren Tochterunternehmen auf sehr hohem Investitionsniveau weiter voran, parallel zur Entwicklung der Stadt“. Als Beispiele nannte er unter anderem die Led-Umstellung der Straßenbeleuchtung, den Ausbau der Fernwärme oder auch die Breitbandversorgung mit Glasfaserausbau. Daran spüre man, „welche starke Infrastruktur die Stadt durch ihre Tochterunternehmen aufgebaut hat und ständig modernisiert“, sagte Hacker.

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