Erweiterung
Mandelkow-Gelände wird Bauhof-Lager
Die Stadt hat das Areal der Druckerei Mandelkow gekauft. Darüber freuen sich Bauhofleiter Johann Zinner (vorne) und Bürgermeister German Hacker .
Die Stadt hat das Areal der Druckerei Mandelkow gekauft. Darüber freuen sich Bauhofleiter Johann Zinner (vorne) und Bürgermeister German Hacker .
Foto: Bernhard PAnzer
Herzogenaurach – Die Stadt hat das Mandelkow-Grundstück in der Röntgenstraße gekauft. Das Areal wird samt Gebäuden dem Baubetriebshof zugeschlagen.

Der Baubetriebshof im Stadtnorden sucht seit langem nach einer Fläche mit zusätzlichen Lagerkapazitäten. Durch den Erwerb des Mandelkow-Grundstücks inklusive der Gebäude hat die Stadt in unmittelbarer Nähe des in der Einsteinstraße befindlichen Baubetriebshof-Geländes, nämlich in der angrenzenden Röntgenstraße, eine Lösung gefunden. Der formale Eigentumsübergang findet am 1. Juni statt. Das berichtet die Stadtverwaltung in einer Pressemitteilung. Die Firma L/M/B Druck GmbH Mandelkow hat ihren Standort nach Nürnberg verlagert.

Die Stadt Herzogenaurach wächst seit Jahren, und mit ihr die Aufgaben für den Baubetriebshof. Aktuell stellen im Baubetriebshof 54 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter laut Pressemitteilung Bau, Wartung und Pflege öffentlicher Flächen und Einrichtungen in der Stadt sicher. Sie sorgen für den Unterhalt eines etwa 400 Kilometer langen Verkehrswegenetzes, pflegen die städtischen Grün- und Parkanlagen, halten Spielplätze instand und kümmern sich unter anderem um Winterdienst und Stadtreinigung.

Für diese Aufgaben werden raumintensive und entsprechend viele Maschinen und Geräte benötigt, heißt es weiter. Da der aktuelle Standort in der Einsteinstraße für die gewachsenen Ansprüche zu klein geworden ist, hat die Stadt nun in unmittelbarer Nähe im Gewerbegebiet Nord das Grundstück der L/M/B Druck GmbH Mandelkow in der Röntgenstraße 15 gekauft. Der Baubetriebshof erhält damit kurzfristig zusätzliche 5000 Quadratmeter Nutzfläche, das meiste als Freifläche, aber auch faktisch sofort nutzbare Lagerräume.

Der Baubetriebshof in der Einsteinstraße
Der Baubetriebshof in der Einsteinstraße
Foto: Bernhard Panzer

„Für unseren Baubetriebshof bedeuten diese zusätzlichen Lagerkapazitäten eine deutliche und vor allem kurzfristige Entlastung sowie das Potenzial für zukünftige Entwicklungen, auch auf dem bestehenden Baubetriebshofgelände. Es freut mich, dass der Stadtrat den Kauf einstimmig beschlossen hat und wir so eine sich ergebene Chance nutzen konnten“, berichtet German Hacker, Erster Bürgermeister der Stadt Herzogenaurach.

Direkte Nähe als Standortvorteil

Das Gelände der Druckerei ist laut Feststellung der Stadt für die Erfordernisse des Baubetriebshofes ideal: Die ehemaligen Produktionshallen können für saisonal genutzten Fahrzeuge und Maschinen als Lagerhallen genutzt werden. Fahrzeuge, die der Bauhof beispielsweise im Winterdienst einsetzt, erhalten einen dauerhaften Lagerort im Sommer, wenn sie nicht gebraucht werden. „Das verringert den Lagerdruck in den vorhandenen Räumlichkeiten deutlich und verschafft uns mehr Flexibilität“, bestätigt der Leiter des Baubetriebshofes, Johann Zinner.

Die Außenflächen der Druckerei bieten zudem Platz für weniger witterungsanfällige Fahrzeuge und Gerätschaften. Dazu gehören unter anderem die städtischen Busse, die von Vereinen geliehen werden können, sowie angelieferte Spielplatzgeräte, die im Baubetriebshof bis zu ihrer endgültigen Montage zwischengelagert werden.

Auch Mitarbeiter-Parkplätze können an den neuen Standort verlegt werden.
Auch Mitarbeiter-Parkplätze können an den neuen Standort verlegt werden.
Foto: Bernhard Panzer

Auch für die gestiegene Mitarbeiterzahl im Bauhof gibt es auf dem ehemaligen Druckereigelände nun ausreichend Parkplätze. Das neue Areal in der Röntgenstraße ist fußläufig in wenigen Metern zu erreichen. „Kurze Wege zur Bauhof-Zentrale und ausreichend nutzbare Lagerflächen im Innen- und Außenbereich sind die Standortvorteile“, ergänzt Hacker. „Der für das Stadtgebiet zentral gelegene Standort des Baubetriebshofs kann so erhalten und gefestigt werden. Die in Summe kurzen Wege zu allen Einsatzorten bleiben erhalten.“

Der Familienbetrieb Druckerei Mandelkow hat das Firmengebäude im Norden Herzogenaurachs 1988 bezogen. 2015 ist die Druckerei in die Unternehmensgruppe L/M/B Druck übergegangen, die nun ihren Standort komplett nach Nürnberg verlagert hat. Dies war für die Eigentümer der Auslöser, das Grundstück und die darauf befindlichen Gebäude zu verkaufen. Hacker erklärt: „Darin haben wir die Chance gesehen, den Baubetriebshof um eine flexible Lagerkapazität in der Nähe erweitern zu können. Wir danken den Eigentümern für die guten Gespräche und die reibungslose Abwicklung.“

Ein Auge auf die Stadtentwicklung

Die Stadt habe selbstverständlich im Vorfeld auch eigene Flächen als Lagermöglichkeiten geprüft. Diese seien jedoch wegen ihrer im Vergleich räumlich ungünstigeren Lage und der für den Zweck der reinen Lagerung nicht in Frage gekommen.

Die Stadt behält diese Flächen aber im Auge: „Sie dienen weiterhin der gesunden Entwicklung der städtischen Gewerbestruktur im Sinne von Zukunfts- beziehungsweise Erweiterungsoptionen für ansässige Unternehmen oder für die Ansiedlung neuer, für die Stadt bedeutsame und mit nicht zu hohem spezifischen Flächenverbrauch ausgestattete Unternehmen“, heißt es abschließend.