Auszeichnung
Siemens: Preis für Nachhaltigkeit
Neben viel Technik mit Photovoltaik und Blockheizkraftwerk, Wärmerückgewinnung und Energiemanagement tragen auch Dinge wie diese Bienenstöcke und Insektenhotels dazu bei, dass der Siemens-Campus jetzt ausgezeichnet wurde.
Neben viel Technik mit Photovoltaik und Blockheizkraftwerk, Wärmerückgewinnung und Energiemanagement tragen auch Dinge wie diese Bienenstöcke und Insektenhotels dazu bei, dass der Siemens-Campus jetzt ausgezeichnet wurde.
Foto: privat
Erlangen – Der Campus im Süden Erlangens gilt der IHK als Vorbild in Sachen Klimaschutz und Biodiversität.

Die IHK Nürnberg für Mittelfranken hat den Siemens-Campus Erlangen mit dem Preis für „Nachhaltige Gewerbegebiete und Gewerbeimmobilien“ ausgezeichnet. Der Siemens-Campus erhielt die Auszeichnung im Rahmen eines IHK-Wettbewerbs als eines von nur drei Projekten in der Region und einziges in Erlangen. Die fünfköpfige Fach-Jury der IHK würdigt damit unter anderem das – wie es in der Begründung heißt – „ganzheitliche Nachhaltigkeitskonzept mit umfassendem Mitarbeiterangebot und Mobilitätskonzept sowie die Holz-Hybrid-Bauweise“ des Campus.

Auf dem bisherigen Siemens-Forschungsgelände im Erlanger Süden entsteht bis 2030 in mehreren Bauabschnitten ein neuer lebendiger Stadtteil. Vielfältige Maßnahmen zu Klimaschutz, Biodiversität und auch der effiziente Umgang mit der Fläche des bestehenden Siemens-Standorts tragen zu einer Revitalisierung des bisher geschlossenen Geländes bei.

„Aushängeschild in Sachen Nachhaltigkeit“

„Die Auszeichnung ist eine große Anerkennung unserer umfassenden Maßnahmen zur Nachhaltigkeit bei diesem Projekt“, freute sich Thomas Braun, General Manager des Siemens Campus. „Vom ersten Tag an stand für uns fest, dass der Siemens-Campus ein CO2-neutraler und nachhaltiger Standort wird. Er wurde nachhaltig geplant, er wird mit innovativen, klimaschonenden Bauweisen errichtet und er soll auch im Betrieb durch sein umfängliches Energie-, Klimaschutz-, Mobilitäts- und Arbeitsplatzkonzept zu einem Aushängeschild in Sachen Nachhaltigkeit werden.“

Von der IHK ausdrücklich gelobt wurde die Holz-Hybrid-Bauweise, mit der gerade die Büro-Neubauten einschließlich des zentralen Empfangsgebäudes im zweiten Modul des Campus errichtet werden. Durch die Verwendung nachwachsender Rohstoffe anstelle von Beton, Stahl und Kunststoff kann die CO2-Belastung gegenüber einer herkömmlichen Bauweise um bis zu 80 Prozent verringert werden.

Von Photovoltaik bis Recycling

Vielfältige Maßnahmen leisten zudem während der Nutzung einen Beitrag zu Klimaschutz und Nachhaltigkeit. Es werden erneuerbare Energien durch Photovoltaik auf Bürogebäuden und Parkhäusern sowie einer bereits vertraglich abgesicherten, zusätzlichen Stromversorgung durch Windturbinen genutzt. Ein in Kooperation mit den Stadtwerken Erlangen gebautes Blockheizkraftwerk erzeugt CO2-neutrale Wärme. Elektromobilität wird durch eine Ladeinfrastruktur für Kfz und Fahrräder gefördert und vieles mehr. Sogar ein Teil der am Standort verwendeten Büromöbel wurde aus Recycling-Materialen hergestellt.

Sämtliche Maßnahmen rund um die Biodiversität auf dem Campus wurden in einer Broschüre zusammengefasst, die ab sofort auf der Homepage unter siemens.de/biodiversitaet-campus-erlangen zur Verfügung steht.

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