Gemeinderat
Neubau für St. Theresia kostet vier Millionen
Die Alte Schule weicht einem modernen Neubau, der allein von der Kita St. Theresia genutzt werden soll.
Die Alte Schule weicht einem modernen Neubau, der allein von der Kita St. Theresia genutzt werden soll.
Foto: Benedikt Herzig
Adelsdorf – Die Pläne für den kirchlichen Kindergarten im Ortsteil Aisch wurden dem Gremium erstmals präsentiert.

Bereits zu Beginn der jüngsten Gemeineratssitzung wies Bürgermeister Karsten Fischkal (FW) darauf hin, dass die Kinder dem Gemeinderat besonders am Herzen liegen. Deshalb sei das Ziel, nicht nur jedem Kind einen Kindergartenplatz anzubieten, sondern zusätzlich ein vielfältiges Angebot aufzuweisen. Neben einem Wald- und Ackerkindergarten soll der bestehende kirchliche Kneipp-Kindergarten in Aisch einen modernen Neubau erhalten.

Umzug für September 2022 geplant

Auf dem Grundstück der ehemaligen Aischer Grundschule, in der sich der Kindergarten St. Theresia momentan befindet, soll ein ebenerdiger, barrierefreier und hochmoderner Kindergarten entstehen. Er könnte das erste Passivhaus der Gemeinde Adelsdorf werden, so Sebastian Berger (Verwaltung). Läuft alles nach Plan, könnten die Kinder bereits im September 2022 in ihre neuen Räume umziehen. Dort finden zwei Kindergartengruppen und eine Kinderkrippengruppe Platz.

Die Kosten, so Berger weiter, belaufen sich auf knapp vier Millionen Euro. Darin enthalten seien Mehrkosten in Höhe von etwa 500 000 Euro, wenn sich der Gemeinderat in der weiteren Planung tatsächlich für das Konzept des Passivhauses entscheidet. Kosten für den Abriss des bestehenden Gebäudes lassen sich bisher nicht beziffern, gab Berger auf Nachfrage von Ralf Olmesdahl (ABWI) an.

Bereits vor zwei Jahren hatte sich die die katholische Kirche, Träger des Kindergartens St. Theresia, gemeinsam mit dem Personal der Einrichtung für die Fortsetzung des Kneipp-Konzepts entschieden. Denn schon im momentanen Gebäude finden regelmäßig Kneipptage statt, an denen Wasseranwendungen – allerdings noch mit Plastikwannen – vollzogen werden, erklärt Rita Weller, Gesamtleiterin der katholischen Kindergärten in Adelsdorf und Aisch.

Um das Konzept, welches den Kindern viel Spaß bereitet, optimal umsetzen zu können, wurden die Kindergärtnerinnen eng in den Planungsprozess einbezogen. Im Inneren soll ein Raum mit Tretbecken entstehen und die Gruppenräume werden ganztags mit Sonnenlicht versorgt. Die Planung im Außenbereich bietet viele Möglichkeiten, kann aber auch hohe Kosten bergen: Beispielsweise könnte ein Wasserlauf, ein Springbrunnen und Kräuterbeete ganz im Sinne der Lehre von Sebastian Kneipp geplant werden, so Berger.

Keine Vereinsnutzung

Weller gab an, dass ein geplanter Mehrzweckraum in der neuen Kita aus rechtlichen Gründen nicht von Vereinen genutzt werden könne. Dies sei laut Bürgermeister Fischkal auch nicht nötig, da für die Vereine, welche die bisherigen Räume noch nutzen (Eltern-Kind-Verein, katholischer Pfarrchor), bereits andere Möglichkeiten in Aussicht stehen. Ein entsprechender Änderungsantrag der SPD-Fraktion zum Anbau von Räumen zur Vereinsnutzung wurde abgelehnt.

Ebenfalls abgelehnt wurde ein SPD-Antrag zur Änderung der Geschäftsordnung, um die Sitzverteilung in den Ausschüssen des Adelsdorfer Gemeinderats zu verändern. Die Zwei-Mann-Fraktion fühlt sich ausgegrenzt und stellte deshalb bereits zum zweiten Mal einen Antrag auf Änderung des Verfahrens. Nico Kauper (CSU) übte Kritik an der erneuten Antragstellung, diese bringe die Gemeinde nicht weiter und man solle sich die Abstimmungsergebnisse eingestehen. Die beiden Gemeinderäte der ABWI unterstützten den Antrag der SPD-Fraktion.