Kinderbetreuung
Neue Kindertagesstätte ist schon wieder zu klein
Volker Ruprecht vom Architekturbüro Babler und Lodde (von links), Bürgermeister Klaus Schumann und die Kita-Leiterin Sabine Kuck mit dem übergroßen Schlüssel für das neue Gebäude
Volker Ruprecht vom Architekturbüro Babler und Lodde (von links), Bürgermeister Klaus Schumann und die Kita-Leiterin Sabine Kuck mit dem übergroßen Schlüssel für das neue Gebäude
Foto: Richard Sänger
Falkendorf – Beim Neubau der Kindertagesstätte „Arche Noah“ in Falkendorf ist fast eine Punktlandung gelungen. Aber ab September wird es eine Warteliste geben.

Die Kinder sind schon ein paar Tage da, jetzt ist im Aurachtaler Ortsteil Falkendorf die neue Kindertagesstätte „Arche Noah“ auch offiziell eingeweiht worden: Über 4,45 Millionen Euro hat sie gekostet. Bürgermeister Klaus Schumann und die Leiterin Sabine Kuck sparten bei der Feierstunde nicht mit Lobes- und Dankesworten.

Der moderne großzügige Bau beheimatet zwei Kindergartengruppen (50 Kinder) und zwei Krippengruppen (26 Kinder) mit der Erweiterungsmöglichkeit auf je drei Gruppen. Die Leiterin geht davon aus, dass eine Erweiterung in nicht allzu weiter Entfernung sein wird, denn bis zum Herbst werden 52 Kita-Kinder und 26 Krippenkinder die Einrichtung besuchen und ab September wird es eine Warteliste geben.

Träger ist die evangelische Kirche

Träger der Einrichtung ist weiterhin die evangelische Kirchengemeinde. Die Gemeinde ist Eigentümer des neuen Gebäudes. Neben dem Architektenteam, Mitgliedern des Gemeinderates und Elternvertretern konnte der Bürgermeister insbesondere Pfarrer Oliver Schürrle begrüßen, der die Segnung der neuen Räume vornahm. Der Kita-Chor wartete mit seinem Arche-Noah-Lied auf.

Bürgermeister Schumann freute sich über die Unterstützung des Landkreises Erlangen-Höchstadt und die schnelle Bauphase. Er bedankte sich bei den Erzieherinnen, die mit ihrer Expertise bei der Gestaltung mitgewirkt hatten. „Hier können Kinder wohlbehütet aufwachsen“, betonte der Bürgermeister. Nach den Gesprächen mit der Bezirksregierung von Mittelfranken als Zuschussgeber folgte die europaweite Ausschreibung und im September 2020 der Baubeginn. „Ich möchte hervorheben, dass dieser Bau in dieser Corona-Zeit in etwas mehr als anderthalb Jahren realisiert wurde“, erklärte der Bürgermeister.

Eingeschossiger L-Bau

Besonders hob er die Konstruktion des Neubaus hervor. Der eingeschossige Holzbau mit einem begrünten Satteldach und Holzfassade in L-Form verfügt über eine Bruttogeschossfläche von 1280 Quadratmetern und eine großzügige Freiflächenanlage und damit über drei Flügel für Krippe, Kindergarten und Verwaltung sowie Technik, dazu einen Marktplatz mit Speisebereich im Zentrum und überdachte Terrassen für spätere Erweiterungsmöglichkeiten.

Fußbodenheizung und Photovoltaikanlage

Das Gebäude ist mit einer Wärmpumpe mit Fußbodenheizung sowie einer Photovoltaikanlage für den Eigenbedarf ausgestattet. „Wir haben etwa 20 Prozent mehr eingebaut als anfangs geplant, das Gebäude ist nahezu autark“, erklärte dazu Volker Ruprecht vom Architekturbüro Babler und Lodde. Im Oktober 2019 hat der Gemeinderat den Neubau mit einem Kostenbudget von 4,25 Millionen Euro genehmigt. Letztlich wurde bei den Baukosten nahezu eine Punktlandung hingelegt. Die Mehrkosten von rund fünf Prozent beinhalten insbesondere die nachträglich beschlossene Festeinbauten von Schränken und Möbeln sowie die Küchenausstattung.

Vieles ist anders als im Kindergarten in der Bergstraße: größer und weitläufig. „Was aber gleichgeblieben ist, ist die Aufgabe, die mit diesen Räumen verbunden ist: Die Kita soll ein geeigneter Raum für die persönliche Entfaltung und Entwicklung unserer Kinder sein“, sagte der Bürgermeister.

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