Zwischenbericht
Zuversicht: Umzug in einem dreiviertel Jahr
Der Rathausbau schreitet voran.
Der Rathausbau schreitet voran.
Foto: Bernhard Panzer
Herzogenaurach – Im Dezember soll das neue Rathaus fertig sein. So sieht die finanzielle und zeitliche Entwicklung aus.

Das Gebäude steht, das Dach ist dicht, die Fenster sind alle eingesetzt – auf der Großbaustelle des neuen Rathauses kann es nun an den Innenausbau gehen. Im Dezember sollen die Arbeiten beendet sein, drei Monate später als ursprünglich angenommen.

„Wir hoffen, dass wir in einem dreiviertel Jahr umziehen können“, kommentiert Bürgermeister German Hacker den Zwischenbericht von Projektleiter Jürgen Ziegler. Der gab vor dem Hauptausschuss seinen jährlichen Baustellenbericht ab.

Kostenentwicklung

Dieser umfasste auch einen Blick auf die Kostenentwicklung des Großprojekts, das neben dem Neubau eines neuen Rathauses auch die Sanierung des Schlossgebäudes umfasst. Dieses wird, wie beim Vorgängerbau auch, in die Verwaltung mit einbezogen. Ziegler geht in seiner „realistischen“ Kostenprognose von Gesamtkosten in Höhe von 40,1 Millionen Euro aus. Die Kostenberechnung zu Beginn lag bei 39 Millionen. Das bedeutet eine Kostensteigerung von 2,95 Prozent. Vor einem Jahr lag diese noch bei 2,72 Prozent. „Wir liegen damit ganz gut“, bilanziert Ziegler, nachdem rund 70 Prozent der Aufträge vergeben sind. Der Anspruch sei es aber, die Kosten einzuhalten.

Drei Monate später

Zum Vergleich hat Ziegler auch noch eine „pessimistische“ Prognose parat. Sie geht von Kosten von 41,8 Millionen Euro aus. Für den Fall, dass jetzt noch viel schief läuft. Eines kann der Projektleiter allerdings nicht vorhersagen: die Auswirkungen des Krieges in der Ukraine. „Wir wissen natürlich nicht, was in den nächsten Monaten auf der Welt passiert“, stellt er fest.

Der zeitliche Verzug liegt gegenüber der Planung bei drei Monaten. Ursprünglich hatte man den September als Termin für die Fertigstellung anvisiert. Schuld daran war unter anderem der Ärger mit den Verankerungen der Bohrpfähle beim Spezialtiefbau. „Diese drei Monate waren nicht aufzuholen“, stellt Ziegler fest. Weitere Verzögerungen hingegen konnten kompensiert werden. Es wurden Arbeitsabläufe umgestellt und vorgezogen, andere Gewerke liefen zeitgleich. Beispiel Rohbau: Um die Verzögerungen aufzuholen, wurde parallel schon damit begonnen, die Fenster einzubauen.

  

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