Bauprojekt
Seniorenwohnanlage und noch viel mehr entstehen
Hier, wo Bürgermeister Johannes Krapp im März 2020 stand, nachdem die Stadt das Grundstück von den Johannitern erworben hatte. soll die Seniorenwohnanlage entstehen. Im blauen Haus im Hintergrund gibt es Ärzte, einen Optiker und eine Bäckerei.
Hier, wo Bürgermeister Johannes Krapp im März 2020 stand, nachdem die Stadt das Grundstück von den Johannitern erworben hatte. soll die Seniorenwohnanlage entstehen. Im blauen Haus im Hintergrund gibt es Ärzte, einen Optiker und eine Bäckerei.
Foto: Evi Seeger, Archiv
Schlüsselfeld – In Schlüsselfeld soll es jetzt ganz schnell gehen mit dem Bau einer Seniorenwohnanlage. Doch auf dem „Filetstück“ ist noch viel mehr möglich.

Bürgermeister Johannes Krapp sprach von dem Areal an der Bamberger Straße einmal als dem „Filetstück“ der Stadt Schlüsselfeld. Dort wollten sich ursprünglich die Johanniter mit einer Seniorenwohnanlage niederlassen. Wegen der hohen Baukosten ist die Organisation dann jedoch abgesprungen und hat das Gelände an die Stadt Schlüsselfeld verkauft.

Im Herbst vergangenen Jahres hatte Schlüsselfelds Bürgermeister bekanntgegeben, dass sich im Unternehmen Dennert ein neuer Bauträger gefunden habe. Inzwischen ist Dennert auch Eigentümer des Baugrunds für die Seniorenwohnanlage. Als Betreiber konnte die Diakonie Bamberg-Forchheim gewonnen werden. Nach einer Verzögerung – der erste Bebauungsplan lag fast fertig in der Schublade – geht es jetzt weiter. Die Bauleitplanung müsse den neuen Verhältnissen angepasst werden. Planer Robert Dworschak vom Bamberger Büro „BFS+“ (Büro für Städtebau) ist zuversichtlich, das Verfahren bereits im Herbst abschließen zu können. Denn er musste nicht mehr von vorne anfangen, sondern konnte die ursprüngliche Planung „auffrischen“. Dabei bekam das Projekt auch einen neuen Namen: „Wohnpark Drei-Franken“.

In der Sitzung des Stadtrats konnten drei Schritte auf einmal abgewickelt werden: der Grundsatzbeschluss, die Behandlung der eingegangenen Stellungnahmen und der Beschluss zur Auslegung.

Bebauung im Osten

In der aktuellen Planung habe sich vor allem die Bebauung im Osten des Plangebiets geändert, so Dworschak. Die Seniorenwohnanlage solle jetzt nur dreigeschossig und damit etwas kleiner ausgeführt werden als in der ersten Planung. Als Folge werde auch die Stellplatzanlage kleiner. Geblieben sei jedoch die Auflage einer Lärmschutzwand zwischen Wohnanlage und den Parkplätzen. Im Südosten des Plangebiets sei ein zweigeschossiges Gebäude für Tagespflege samt einem eingeschossigen Anbau und den notwendigen Stellplätzen vorgesehen.

4000 Fahrzeuge am Tag

Die noch übrige Fläche des 1,7 Hektar großen Plangebiets bleibt dem Wohnen vorbehalten. Im Südwesten wurde ein Mehrfamilienhaus vorgesehen. Westlich der Seniorenwohnanlage gibt es acht Baugrundstücke für Einzelhäuser und in der nordöstlichen Ecke ein noch nicht genau definiertes Areal „Wohnen Nord“. Die im Osten vorbeiführende Staatsstraße Richtung Reichmannsdorf hat ein Verkehrsaufkommen von 4000 Fahrzeugen in 24 Stunden, so dass passive Lärmschutzmaßnahmen notwendig werden.