Kitzingen
200 neue Wohnungen? Bebauung des alten Bahnhofsgeländes in Etwashausen ist wieder im Stadtrat
Der ehemalige Bahnhof Etwashausen soll als "Neue Gartenstadt" Raum für rund 200 Wohnungen bieten.
Der ehemalige Bahnhof Etwashausen soll als "Neue Gartenstadt" Raum für rund 200 Wohnungen bieten.
Hartmut Hess
Kitzingen – Der Kitzinger Stadtrat entscheidet am Donnerstag über das Bauvorhaben, mit dem Investor Wolfgang Rosentritt 200 neue Wohnungen schaffen will. Und es geht um Verkehrskontrollen.

Einen erneuten Anlauf, das ehemalige Bahnhofsgelände in Etwashausen zu bebauen, wagt der Immobilien-Unternehmer Wolfgang Rosentritt (Würzburg). Seine gleichnamige Wohnbau GmbH will auf dem rund 3,2 Hektar großen Areal rund 200 Wohnungen schaffen. Erste Entwürfe waren ausführlich mit der Nachbarschaft diskutiert worden. Kritik ernteten die Pläne wegen der Höhe der Bebauung und der Größe des Gesamtprojekts. Auch ökologische, Wasser- und Verkehrsprobleme wurden debattiert. 

Nun legt Rosentritt dem Kitzinger Stadtrat seine aktuelle Planung vor, die eine gestaffelte Bebauung vorsieht. Die Gebäude sollen nun zwischen drei und fünf Geschosse hoch werden. Das alte Bahnhofsgebäude bleibt bestehen und soll für Gastronomie oder Büros genutzt werden. Der Verkehr vom und zum Gelände soll über die Nordtangente und die Richthofenstraße fließen. In der Sitzung am Donnerstag, 17. November, ab 17.45 Uhr in der Alten Synagoge soll der Bebauungsplan dafür aufgestellt werden. Dazu werden Umwelt-, Schall-, Altlasten-, Klima- und Verkehrsgutachten behandelt.

Ein weiterer Punkt der Sitzung behandelt die Umgestaltung der Parkplätze am Bleichwasen in Etwashausen. Die 2011 für die Kleine Landesgartenschau als Schotterparkplatz angelegte, 10.000 Quadratmeter große Fläche soll befestigt und neu geordnet werden. 

Verkehrskontrollen sollen fortgesetzt werden

Außerdem wird die Stadtverwaltung erste Ergebnisse aus der neuen innerstädtischen Überwachung des fließenden Verkehrs durch ein externes Unternehmen vorstellen. Tenor: "Die relativ hohe Zahl an festgestellten Verstößen führt derzeit dazu, dass die für die Durchführung der Messungen anfallenden Kosten gedeckt werden und rechnerisch mit einem positiven Abschluss zu rechnen ist", schreibt die Stadtverwaltung in ihrer Sitzungsvorlage. 

Der eingruppige Kindergarten Hohenfeld soll im benachbarten ehemaligen Schulhaus, das sich im Besitz der Stadt befindet, zusätzlich eine Kinderkrippe bekommen. Der Umbau des Gebäudes würde rund 2,2 Millionen Euro kosten.

Die Stadtverwaltung schlägt vor, einem gemeinsamen Antrag von Diakonie und Caritas stattzugeben. Beide betreiben gemeinsam eine Fachstelle für pflegende Angehörige sowie eine Demenz-Servicestelle. Der Stadtrat soll dafür einen Zuschuss über 18.000 Euro für die Jahre 2023 bis 2025 genehmigen.

Wie berichtet, erwägt auch die Gemeinde Wiesenbronn, ihre Abwässer nach Kitzingen leiten und dort klären zu lassen, da ihre eigene Kläranlage zu alt geworden ist. Die Leitung soll über Großlangheim nach Kitzingen führen. Die Stadtverwaltung steht dem positiv gegenüber.